Bäume stellen einen wichtigen Bestandteil eines Gartens dar. Sie spenden im Sommer angenehmen Schatten, sorgen für eine gute Luftqualität und dienen als Lebensraum für verschiedenartige Tiere. Ein Baum kann allerdings auch mit viel Arbeit verbunden sein, wenn er vor Frost geschützt werden muss, zum Winter hin all seine Blätter verliert oder mehrmals im Jahr zurückgeschnitten werden muss. Wem das zu viel Arbeit ist, sollte sich für pflegeleichte Bäume entscheiden.
Voraussetzungen für pflegeleichte Bäume
Ein Baum gilt dann als pflegeleicht, wenn er in seinem idealen Umfeld aufwächst. Daher sind der Standort und die vorhandene Bodenqualität für die Auswahl des geeigneten Baumes zu berücksichtigen. Sie sollten prüfen, welche Gegebenheiten am zukünftigen Standort vorliegen, um sich für den passenden Baum zu entscheiden.
Wichtige Kriterien für die Einpflanzstelle sind:
- Liegt ein sonniger oder schattiger Platz vor?
- Wie hoch und wie breit darf der Baum werden, um ungehindert wachsen zu können?
- Ist der Ort windig oder windgeschützt?
Weiterhin sollten Sie abklären, welche Bodenverhältnisse vorliegen. Diese können sandig, fest oder lehmig sein. Auch die Region hat einen Einfluss. Wurden die Ist-Bedingungen des zukünftigen Standortes erfasst, kann Ihnen ein Gartenexperte die infrage kommenden Bäume vorschlagen. Welcher Baum dann im Garten stehen wird, entscheiden Sie.
Nadelbäume sind von Hause aus pflegeleicht
Nadelbäume erfüllen alle Eigenschaften, die ein pflegeleichter Baum mit sich bringt. Sie verlieren keine Blätter, benötigen keinen regelmäßigen Rückschnitt, müssen nicht gegossen werden und sind winterhart. Allerdings werden Nadelbäume in ihrem Leben sehr groß und manche auch breit. In Zeiten, wo der Trend zu immer kleiner werdenden Gärten geht, sind sie daher nicht mehr geeignet. Stattdessen sollten Sie kleinwüchsige Nadelgehölze bevorzugen.
Nachfolgend eine kleine Auswahl dazu:
- Zwerg-Balsamtanne
- Gelbe Haarzypresse
- Kriechwacholder
- Muschelzypressen
- Zuckerhutfichten
Einige der genannten Gehölze sind für eine immergrüne Sichtschutzhecke gut geeignet.
Pflegeleichte Laubbäume

Auch um einen pflegeleichten Laubbaum müssen Sie sich hin und wieder mal kümmern, da er Blätter verlieren kann oder einen gelegentlichen Schnitt braucht. Gemessen an anderen Laubbäumen hält sich der Aufwand aber in Grenzen. Beim Laubbaum sollten Sie beachten, ob Sie einen großen oder kleinen Garten haben. Bei kleineren Gärten oder Vorgärten bieten sich daher schmale oder kugelige Laubbäume an.
Eine Auswahl an pflegeleichten Laubbäumen, die Sie im Garten pflanzen können:
- Amberbaum
- Birken
- Gewöhnlicher Judasbaum
- Tulpenmagnolie
Amberbäume sind in all ihren Varianten unkompliziert und pflegeleicht. Die Herbstfärbung der Blätter sieht besonders attraktiv aus. Mit Birken bringen Sie schnell wachsende und pflegearme Gewächse in Ihren Garten. Darüber hinaus sind sie farbenfrohe Bäume. Der Gewöhnliche Judasbaum fällt durch seine wunderschönen rosa Schmetterlingsblüten in jedem Garten auf. Die Tulpenmagnolie bietet einen traumhaften Anblick dank ihrer Blüten in Tulpenform.
Für den Vorgarten eignen sich besonders:
- Kugelbäume
- Säulenbäume
- Spalierbäume
Zu den kompakten Kugelbaumarten gehören die Robinie, der Trompetenbaum oder Ahorn. Beispiele für die Säulenform sind die Vogelbeere, Zierkirsche oder Säulen-Rotbuche. Als Spalierbaum eignen sich der Wacholder, die Eibe und Scheinzypresse.
Expertentipp
Die optimale Pflanzzeit für Bäume mit freiem Wurzelwerk oder Ballen sind der Spätherbst oder das Frühjahr. Bäume, die im Topf stehen, können das ganze Jahr über eingepflanzt werden. Nur nicht bei Frost.
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