Zur Pflege einer Phalaenopsis gehört das regelmäßige Umtopfen, um das Substrat auszutauschen oder den Wurzeln mehr Platz zu geben. Bei dieser Maßnahme ist neben etwas Fingerspitzengefühl auch das richtige Wissen gefragt. Um typische Fehler und dadurch Schäden an Ihrer Orchidee zu vermeiden, wurden in diesem Beitrag alle wichtigen Informationen zusammengefasst.
Umtopfen nach dem Kauf
Haben Sie eine neue Schmetterlingsorchidee erstanden, sollten Sie sofort einen Wechsel des Substrats vornehmen. Das gilt zumindest dann, wenn Sie die Phalaenopsis nicht bei einem Züchter oder in einer spezialisierten Gärtnerei gekauft haben. Das Umtopfen von Orchideen aus einem Gartencenter oder Baumarkt bringt mehrere Vorteile mit sich.
- Kontrolle des Wurzelbereichs
- Vorbeugung von Parasiten
- Entfernung von Krankheitskeimen
- Beseitigung von Fremdkörpern
- Austausch von minderwertigem Substrat
An manchen Schmetterlingsorchideen finden sich zum Beispiel Moosballen oder mit Kokosfasern gefüllte, winzige Pflanzgefäße. Diese Materialien speichern sehr viel Wasser und trocknen nur langsam ab, wodurch der Gießrhythmus durcheinander gerät und Wurzelfäule entstehen kann.
Zudem können Schädlinge selbst unter gepflegten Kulturbedingungen auftreten und ihre Eier im Substrat ablegen. In Ihrem Zuhause angekommen, können sie sich ausbreiten. Das Umtopfen einer Phalaenopsis sollte deshalb auch während der Blütezeit durchgeführt werden.
Richtiger Zeitpunkt für das Umtopfen einer Phalaenopsis
Unter idealen Umständen wird eine Phalaenopsis nach der Blüte umgetopft. Das ist meist im zeitigen Frühjahr der Fall. Notwendig ist die Maßnahme immer dann, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist, sich das Substrat zersetzt oder die Orchidee ungewöhnlich viele Luftwurzeln gebildet hat. Abhängig vom Wachstum und den Pflegebedingungen können diese Zustände jährlich oder alle zwei bis drei Jahre auftreten.
Umtopfen einer Schmetterlingsorchidee

Warten Sie mit dem Umtopfen, bis das Substrat gut abgetrocknet ist. Heben Sie die Orchidee dann vorsichtig aus dem Topf heraus. Funktioniert das nicht ohne einen gewissen Kraftaufwand, sollten Sie das Pflanzgefäß mit Ihren Fingern vorsichtig eindrücken und gleichzeitig drehen. Dadurch lösen sich die Wurzeln und das Substrat von den Innenwänden, was die Entnahme vereinfacht.
Entfernen Sie im Anschluss alle Substratrückstände von den Wurzeln. Zu diesem Zweck und falls viele starre Luftwurzeln vorhanden sind, können Sie den Wurzelballen in zimmerwarmem Wasser einweichen. Substratreste lassen sich auf diese Weise einfacher beseitigen und die Wurzeln werden biegsamer.
Bei einem reinen Substratwechsel können Sie den bisherigen Topf wiederverwenden. Andernfalls müssen Sie zu einem größeren Exemplar greifen. Setzen Sie die Phalaenopsis so ein, dass die oberen, grünen Wurzeln nicht mit Substrat bedeckt werden und füllen Sie neue Orchideenerde locker ein.
Beschnitt der Wurzeln – ein kontroverses Thema

Um den gleichen Topf wiederverwenden zu können, wird oft das Einkürzen der Wurzeln empfohlen. Gesunde Wurzeln zu verschneiden, bringt jedoch einige Nachteile mit sich. Eine Phalaenopsis, die einen großen Wurzelballen besitzt, ist kräftiger, kann beeindruckende Ausmaße annehmen und mehrere blütentragende Triebe ausbilden.
Verschnittene Schmetterlingsorchideen verlieren hingegen an Kraft und werden zumindest zeitweilig anfälliger für Krankheiten und Wurzelfäule. Wählen Sie deshalb ein Pflanzgefäß mit einem größeren Umfang aus.
Expertentipp
Nutzen Sie Blumentöpfe oder andere Gefäße, die transparent sind. Bei diesen ist die Kontrolle des Wurzelwachstums und der Feuchtigkeit des Substrats deutlich einfacher, was eine frühzeitige Erkennung und Behandlung von Problemen ermöglicht. Aus diesem Grund kann es unter anderem sinnvoll sein, eine Phalaenopsis in einer Glasvase zu kultivieren.
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