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Ideen & Inspirationen

Poolumrandung Ideen

Lisa Schneider

Veröffentlicht

auf

Poolumrandung Ideen - Ratgeber

Einen Pool im eigenen Garten nutzen zu können, ist der Wunsch vieler Grundstücksbesitzer. Da es inzwischen immer mehr Modelle gibt, die auch für den Normalverdiener bezahlbar sind, realisieren sich viele Deutsche diesen Traum. Doch neben der Wahl eines geeigneten Wasserbeckens stellt sich die Frage nach der optimalen Umrandung. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Entscheidung kann da schon einmal schwerfallen. Wer sich im Vorfeld einige Gedanken macht und die unterschiedlichen Materialien miteinander vergleicht, weiß um die individuellen Eigenschaften sowie die Vor- und Nachteile der einzelnen Baustoffe und kann so eine Umrandung für den Pool finden, mit der er lange Jahre lang zufrieden ist.

Welche Materialien eignen sich für eine Poolumrandung?

An das Baumaterial für eine Poolumrandung werden hohe Ansprüche gestellt. Es muss tritt- und schlagfest sein. Zudem sollte es möglichst nicht so glatt sein, dass man mit nassen Füßen ausrutscht, jedoch glatt genug, um sich leicht reinigen zu lassen. Natürlich muss es witterungsbeständig sein, schließlich ist es rund um die Uhr und 12 Monate im Jahr einer mitunter direkten Sonneneinstrahlung, Regen oder Frost ausgeliefert. Wird ein Material genommen, welches verwittert oder ausbleicht, so leidet schon nach wenigen Jahren die Ästhetik darunter. Doch welche Baumaterialien eignen sich nun zum Verkleiden eines Pools?

Hier eine kleine Übersicht über die gebräuchlichsten Werkstoffe:

  • Fliesen
  • Steinl
  • Holz
  • WPC
  • Resysta

Poolumrandung aus Fliesen

Fliesen sind eine der meistverwendeten Materialien für eine Poolverkleidung. Sie sind in zahlreichen Größen, Formen und Farben verfügbar. Dadurch lassen sich recht unterschiedliche Designs gestalten. Der Pool kann sich so perfekt in den Garten integrieren.

Pro:

Viele Gestaltungsmöglichkeiten, Fliesen sind relativ preiswert und lassen sich gut verlegen. Sie sind pflegeleicht, robust und eignen sich daher gut als Umrandung.

Contra:

Bei manchen Oberflächen besteht Rutschgefahr.

Poolumrandung aus Naturstein

Auch Stein ist sehr widerstandsfähig und eignet sich hervorragend als Poolumrandung. Prinzipiell kann jeder Stein nach entsprechender Behandlung verwendet werden. Hauptsächlich kommen jedoch Natursteine wie Sand- und Kalkstein sowie Schiefer und Granit zum Einsatz. Auch Marmor kann als Beckenrandstein verwendet werden. Er ist jedoch sehr teuer. Außerdem besteht eine erhöhte Rutschgefahr.

Pro:

Steine lassen sich gut verlegen, sie sind robust und zeichnen sich auch beim Betreten mit nassen Füßen als rutschhemmend aus. Steine sind ein natürlicher Rohstoff, der sich leicht abbauen lässt. Dank seiner Artenvielfalt sind viele verschiedene Designarten möglich. Wer die gleichen Steinplatten für die Terrasse und die Poolumrandung verwendet, rundet das Bild eines perfekten Gartens ab. Zudem ist jeder Stein ein Unikat.

Bei dem Gestein Dolomit handelt es sich um ein Sedimentgestein, welches aus kalkhaltigem Gestein entsteht. Die Farbe ist weiß bis grau oder leicht rosa.

Muschelkalk entsteht aus dem Schalen von Muscheltieren, die während eines langen Zeitraumes und dem Entzug von Sauerstoff unter hohem Druck entstanden. Es ist sehr robust und witterungsbeständig. Seine Farbe variiert zwischen gelb und grau oder grau und braun.

Es können Steinplatten, Ziegelsteine oder Pflastersteine zum Einsatz kommen. Auch beliebt ist Travertin, ein verhältnismäßig grober Kalkstein. Wegen seiner gelben, beigen oder roten bis braunen Farbe verleiht er dem Garten einen mediterranen Touch. Travertin wird als Quellkalk aus Süßwasserquellen gewonnen und weiterverarbeitet.

Contra:

Nicht alle Arten sind absolut witterungsbeständig und trittfest. Sandstein sollte vorab gut imprägniert werden, um ein schnelles Grün-werden zu vermeiden. Es wird auch eine regelmäßige Reinigung empfohlen, um diesem Phänomen vorzubeugen.

Poolumrandung aus Holz

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Da er ständig nachwächst, ist er immer verfügbar. Ob er daher auch als umweltfreundlich eingestuft werden kann, ist umstritten. Denn für die Gewinnung von Holz werden weltweit große Teile der wild wachsenden Bäume gefällt. Wird jedoch eine schnell wachsende Baumart gewählt und diese nur für die Ernte und Produktion angepflanzt, so kann man durchaus mit dem Label “umweltfreundlich” werben.

Pro:

Ebenfalls gute und schnelle Verarbeitung sowie eine hohe Gestaltungsvielfalt. Auch hier besteht die Möglichkeit, den Boden von Terrasse und Poolumrandung miteinander zu vereinen. Holz lässt sich gut verarbeiten und in jede Form bringen.

Contra:

Das Holz an sich ist nicht witterungsbeständig und benötigt daher vorab und in regelmäßigen Abständen einer intensiveren Pflege.

Poolumrandung aus WPC

Unter dem Kürzel WPC (Wood Polymer Composites) versteht man ein Gemisch aus Holzfasern und Kunststoffanteilen. Diesem werden unter anderem Bindemittel, Farbpigmente und UV-Licht-Blocker zugemischt. Dadurch entsteht ein absolut pflegeleichter und dennoch sehr robuster Baustoff, der sich zum Beispiel hervorragend für die Verarbeitung von trittfesten Dielenbrettern eignet. Dielenbretter aus WPC ähneln in ihrem Aussehen ihren natürlichen Vorbildern aus Holz.

Pro:

Nicht nur das Aussehen ähnelt den Brettern aus Holz, auch das Gefühl beim Barfußlaufen. Dabei muss man sich keine Sorgen machen, sich einen Splitter einzutreten, denn dank der einzigartigen Verbindung entsteht ein Werkstoff, der nicht reißt oder splittert. Auch bei dem dauerhaften negativen Einfluss von Sonne, Wind und Kälte.

Im Gegensatz zu Holzdielen müssen die Produkte aus WPC im späteren Verlauf nicht nachbehandelt werden.

Contra:

WPC Dielen besitzen auch einige Nachteile. In der ersten Zeit verändert sich zum Beispiel die Farbe leicht. Wie sehr, ist abhängig von der Qualität des Produktes und den verwendeten Farbpigmenten. Es kann also nie genau vorausgesagt werden, wie das Endprodukt nach einem Jahr genau aussieht. Jedoch beträgt sich die Farbveränderung selten mehr als 10%.

Bretter aus einem WPC Verbund besitzen auch ein anderes Schwungverhalten und können unter extremen Verhältnissen eher brechen als ihre natürlichen Vorbilder.

Poolumrandung aus Resysta

Resysta ist ein moderner Baustoff, der zum großen Teil aus einem Abfallprodukt der Lebensmittelindustrie besteht. Aus den Hülsen des Reiskorns. Diese machen rund 60% des Produktes aus. Weitere Bestandteile sind Steinsalze zu rund 22% und ein Mineralöl mit ca. 18%.

Pro:

Produkte, die aus Resysta gefertigt wurden, sind extrem witterungsbeständig und wasserfest. Dadurch qualifizieren sie sich als Baustoff für eine Poolumrandung. Dieses Material kann leicht in die gewünschte Form und Größe gebracht werden, denn es lässt sich wie Holz bearbeiten und benötigt nicht einmal ein anderes Werkzeug. Resysta verrottet nicht und kann daher direkt auf dem Erdboden ausgelegt werden. Es bleicht nicht aus und ist absolut resistent gegen Schimmel und Pilzbefall. Auch ein Schädlingsbefall muss nicht befürchtet werden. Resysta ist in vielen Farbvarianten erhältlich.

Contra:

Auch wenn die Reinigung und Pflege nur sehr selten erfolgen muss, so sollte auf die Wahl des optimalen Putzmittels geachtet werden. Denn Resysta verträgt keine scharfen Reinigungsmittel.

Expertentipp

Auch wenn der Aufwand für den Aufbau und die Montage für einen in den Boden eingelassenen Pool höher ist, so sollte dennoch ab einer bestimmten Größe das Schwimmbecken in das Erdreich eingelassen werden. Dafür wird natürlich ein Erdaushub benötigt. Nach dem fachgerechten Einsatz des Poolbeckens sollte das umliegende Erdreich mit einer ausreichenden Menge aus Magerbeton ausgefüllt werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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