Radieschen eignen sich aufgrund ihrer kurzen Vegetationszeit auch für angehende Hobbygärtner hervorragend. Sie keimen zuverlässig und können je nach Sorte ab Anfang März ausgesät werden. Damit der Anbau eigener Radieschen gelingt, sollten Sie jedoch ein paar Punkte beachten. Die wichtigsten Tipps und Tricks erläutern wir in diesem Beitrag.
Radieschen – ein schnell wachsendes Gemüse
Botanisch betrachtet zählen Radieschen (Raphanus sativus subsp. sativus) zur Familie der Kreuzblütler, Brassicaceae. Das Knollengemüse ist reich an Nährstoffen und Vitaminen, kalorienarm und unterstützt das Immunsystem auf schmackhafte Weise. Die darin enthaltenen Senföle sorgen für den pikanten Geschmack, regen den Stoffwechsel an und wirken antibakteriell.
Nach etwa 4 bis 6 Wochen kann das Gemüse bereits geerntet und genossen werden. Falls Sie keinen eigenen Garten besitzen, können Sie das Knollengemüse auch auf dem Balkon kultivieren.
Der ideale Standort
Radieschen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen und luftigen Standort. An den Boden stellt das Gemüse nicht allzu viele Ansprüche. Idealerweise ist dieser locker, humos und gleichmäßig feucht. Auf dem Balkon gedeihen Radieschen auch in Kästen oder Kübeln. Füllen Sie etwa 15 Zentimeter Pflanzenerde in die Behälter und achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.
Zeitpunkt der Aussaat

Um die ersten Radieschen im April ernten zu können, beginnen Sie mit der Aussaat im März. Wichtig ist, dass die Temperaturen konstant über 5 Grad liegen und kein Frost herrscht. Es lohnt sich, die Pflanzen zu Beginn mit einem Gartenvlies vor niedrigen Temperaturen zu schützen.
Achten Sie beim Kauf der Radieschensamen zudem auf die jeweilige Sorte. Frühjahressorten wie Saxa und Cyros können Sie bereits im März aussäen. Sie eignen sich auch zum Vorziehen im Gewächshaus ab Februar. Sommersorten wie Vitessa und Sora eignen sich für die Aussaat ins Gartenbeet ab Mai. Bei zu früher Aussaat neigen diese zum Schießen. Ab Ende Juni können Sie die Sommerradieschen ernten und bis in den Herbst hinein immer wieder neu aussäen.
Radieschen säen – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Lockern Sie den vorgesehenen Bereich mit einer Harke auf. Zur Verbesserung der Erde können Sie etwas reifen Kompost einarbeiten. Legen Sie nun mit Hilfe eines Stiels oder Rechens etwa 1 bis 2 Zentimeter tiefe Saatrillen an. So erhalten Sie nicht nur eine schöne Optik, sondern behalten auch den Überblick, wenn Sie mehrere Reihen Radieschen anlegen möchten. Von einer Saatrille zur nächsten sind 10 bis 15 Zentimeter Abstand empfehlenswert. Das gilt auch bei der Aussaat in Kübeln.
Haben Sie alle Vorbereitungen getroffen, setzen Sie die Radieschensamen einzeln in die Saatrillen. Zwischen den Samen sollten Sie einen Abstand von 3 bis 4 Zentimetern einhalten. Bedecken Sie das Saatgut anschließend mit einer dünnen Schicht Erde und drücken Sie diese leicht an. Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht und schon nach wenigen Tagen keimen die Samen.
Expertentipp
Die Samen direkt aus dem Tütchen in die Rillen zu streuen, beschleunigt zwar die Aussaat, birgt jedoch Risiken. Auf diese Weise sitzen die Radieschen sehr dicht beieinander und bilden keine schönen Wurzelknollen. Sie sollten die jungen Pflänzchen deshalb vorsichtig aus der Erde nehmen und teilen. Setzen Sie diese anschließend mit ausreichendem Abstand zueinander wieder in die Erde ein.
Häufig gestellte Fragen
Können Radieschen im Hochbeet kultiviert werden?
Sie können Radieschen ab März problemlos im Hochbeet kultivieren. Achten Sie auch hier darauf, dass die Pflanzen ausreichend Abstand zueinander haben.
Müssen Radieschen gedüngt werden?
Als Flachwurzler unterstützen Sie Ihre Radieschen bestmöglich, indem Sie vor der Aussaat etwas Kompost in die obere Erdschicht einarbeiten. Das Gemüse zählt zu den Schwachzehrern und benötigt in der Regel keine weiteren Düngergaben.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare