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Rasen Drainage verlegen – so wird’s gemacht

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Rasen Drainage verlegen - so wird's gemacht

Insbesondere, wenn der Garten über einen schweren Boden verfügt, ist oftmals eine Drainage nötig, um für einen entsprechenden Wasserablauf zu sorgen. Ein schwerer Boden neigt dazu, Wasser langfristig zu speichern, seine nicht vorhandene grobe Körnung sorgt dafür, dass es langsam bis gar nicht ablaufen kann. Aus diesem Grund kann es immer wieder zu unerwünschter Staunässe kommen, an der Oberfläche können sich mitunter große Pfützen bilden. Eine übermäßige Wassersättigung des Bodens führt zu einer Ausschwemmung von Kalk, was wiederum den pH-Wert absinken lässt. Die Folge ist, dass der Boden versauert.

Rechtliche Vorschriften

Da es sich bei überschüssigem Regenwasser um Abwasser handelt, fällt die Errichtung einer Drainage in den Bereich der Abwasserversorgung. In vielen Fällen muss zunächst eine wasserrechtliche Erlaubnis der Kreisverwaltung eingeholt werden und sich einen Überblick über die technischen Regeln zur Versickerung zu verschaffen. Um das Grundwasser zu schützen, kann es Vorschrift sein, bestimmte Filtersysteme zu verwenden. Soll das Regenwasser zukünftig direkt in die Kanalisation geleitet werden, so bedeutet dies automatisch eine höhere Abwassergebühr. Weiterhin benötigt man eine Genehmigung der Gemeinde, um die Gartendrainage mit der Regenwasserentwässerung des Grundstücks zu verbinden. Abhängig von der Kommune kann es sogar vollständig untersagt sein, die private Regenwasserbeseitigung über die Kanalisation durchzuführen. Somit ist es vor den Baumaßnahmen unerlässlich, die zuständige Gemeinde zu konsultieren.

Vorbereitende Maßnahmen

Vorbereitende Maßnahmen


Um eine professionelle Drainage zu errichten, benötigt man eine entsprechende Länge Drainagerohr, wetterbeständiges Filtervlies, Splitt oder Sickerkies, entsprechende Werkzeuge wie einen Spaten und Schaufeln und eventuell eine Sickergrube. Besonders geeignet sind Vollfilterrohre, welche über eine Ummantelung aus Kokosfasern verfügen. Dieser schützt die Rohre zusätzlich vor Erde und Schmutz. Der Verlauf der Drainagerohre sollte sorgfältig geplant werden, um den individuellen Materialbedarf zu ermitteln. Anschließend wird die zukünftige Lage der Drainageleitungen markiert. Zudem wird die Position des Sickerschachtes bestimmt, welcher dafür zuständig ist, das Wasser in tiefere Bodenschichten abzuleiten. Dieser sollte sich am tiefsten Punkt des Grundstücks befinden, damit man vom natürlichen Gefälle profitiert.

Verlegen der Drainagerohre

Verlegen der Drainagerohre
Nach dem Ausheben des Grabens wird dieser zunächst mit einer Schicht Filtervlies versehen. Anschließend folgt eine fünfzehn bis dreißig Zentimeter hohe Kiesschicht. In einem Gefälle von zwei bis drei Prozent werden nun die Drainagerohre verlegt. Der ganze Vorgang sollte in einer Tiefe von mindestens fünfzig Zentimetern stattfinden. Danach wird der Graben mit einer erneuten Schicht Kies aufgefüllt. Daraufhin wird durch Zugabe des Erdaushubs eine ebene Fläche geschaffen. Am Ende der betreffenden Fläche schließt man nun die Drainagerohre an einer Sammelleitung an. Diese ist in der Regel ein größeres, geschlossenes Rohr, welches dafür zuständig ist, das Wasser in den Sickerschacht zu leiten.

Anlegen des Sickerschachtes

Anlegen des Sickerschachtes
Beim Anlegen des Sickerschachtes sollte sichergestellt werden, dass es über genügend Speicherkapazität verfügt, um das Regenwasser in tiefere Bodenschichten abzuleiten. Er sollte über mindestens einen Meter Durchmesser verfügen und mindestens einen Meter tiefer reichen als die Drainagerohre. Um die Seitenwände zu stabilisieren, wird der Sickerschacht mit aus Beton bestehenden Schachtringen ausgestattet. Sobald das Sammelrohr angeschlossen wurde, füllt man den Schacht mit Kies oder Splitt auf. Anschließend folgt eine Schicht aus Filtervlies, welche wiederum mit zwanzig bis dreißig Zentimeter Erde bedeckt wird, um eine ebene Fläche zu schaffen. Es ist wichtig, dass der Sickerschacht sich in ausreichendem Abstand zum Keller des Hauses befindet. Ansonsten droht Gefahr durch nasse Wände.

Expertentipp

Es ist empfehlenswert, vor dem Schließen der Kanäle zunächst den Verlauf der Drainagerohre zu fotografieren beziehungsweise diesen zu markieren und sich auch deren Tiefe zu notieren. So wird sichergestellt, dass man auch bei zukünftigen Bau- oder Umgrabemaßnahmen eine Übersicht hat.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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