Rasenkanten abzustechen ist an sich einfach aber auch mit einem hohen Aufwand verbunden. Um diesen so gering wie möglich zu halten, zeigen wir hier entsprechende Tipps und Tricks rund um die Arbeit und die damit verbundenen Möglichkeiten. Denn Rasenkantensteine sind durchaus nicht die einzige Möglichkeit, die Übergänge zu gestalten.
Rasenkanten abstechen – Schritt für Schritt
Wenn eine Rasenkante ohne Steine gewünscht ist, muss das Abstechen aller vier bis sechs Wochen erfolgen. Wie häufig es notwendig ist, hängt von der Sorte des Rasens ab. Manche Varianten breiten sich schneller aus und bilden Ableger als andere. Dementsprechend häufig kann die Maßnahme erforderlich sein.
Dabei sind die folgenden Schritte zu befolgen:
Kante abzeichnen
Vor allem bei längeren Kanten lohnt sich eine Orientierung bei dem Verlauf. Hierzu werden Stäbe in die Erde gesetzt und eine Schnur dazwischen gespannt.
Rasenkante abstechen
Mit einem Spaten oder einem Rasenkantenstecher wird entlang der Orientierungslinie die Grassode abgestochen und ausgehoben. Wir empfehlen einen speziellen Rasenkantenstecher, da dieser den Aufwand erheblich vereinfacht und den notwendigen Kraftaufwand reduziert.
Entsorgung
Die entnommenen Pflanzen können direkt auf dem Kompost oder über den Biomüll entsorgt werden. Alternativ bieten sie sich dafür an, Schäden oder kahle Stellen auf dem Rasen auszubessern. Hierzu sollten sie allerdings gut ausgeprägte Wurzeln aufweisen.
Erde auffüllen
Mit der Zeit geht durch die Maßnahme ein merklicher Teil Erde verloren. Damit ein sauberer und gleichmäßiger Übergang gegeben ist, sollte daher immer wieder Substrat aufgefüllt werden.
Wurzelsperre als unsichtbare Grenze

Wenn keine sichtbare Grenze, sondern ein klarer Übergang zwischen Rasen und Erde gewünscht ist, kann das Einbringen einer Wurzelsperre sinnvoll sein. Sie verläuft unter der Erde und verhindert daher lediglich die Ausbreitung der Graspflanzen über Wurzelausläufer.
Hierzu wird zunächst der Verlauf der Rasenkante festgelegt und markiert. Danach wird die Linie abgestochen. Mit einem Spaten wird nun ein dünner Graben ausgehoben, in den die Wurzelsperre eingebracht wird. Abschließend wird der Graben wieder mit Erde aufgefüllt und das Substrat wird leicht angedrückt.
Der Aufwand für das wiederholte Abstechen der Rasenkante wird deutlich verringert. Zwar kann es dennoch notwendig sein, einzelne Pflanzen zu entfernen, jedoch ist das deutlich seltener der Fall.
Rasenkantensteine einbringen und Aufwand verringern

Eine weitere Variante, das wiederholte Abstechen der Rasenkante zu vermeiden, ist das Einbringen von Rasenkantensteinen. Hier zeigt sich eine große Auswahl im Handel, sodass optisch das Passende gefunden werden kann.
Die Verlegung gestaltet sich ausgesprochen einfach:
- Verlauf mit Stäben und Schnur anzeichnen
- Graben ausheben
- Kies und Sand einfüllen
- Maurerschnur für die Einhaltung der richtigen Höhe spannen
- Rasenkantensteine einsetzen und fest in die Mischung aus Kies und Sand eindrücken
- den Graben rechts und links mit Erde auffüllen und diese festdrücken
Das lose Fundament und die Steine verhindern, dass sich die Pflanzen ausbreiten können. Bei zu großen Fugen können die Wurzeln an diesen Stellen allerdings durch die Lücken gelangen.
Expertentipp
Eine Abgrenzung der Rasenkante kann auch aus Pflanzen bestehen. Geeignet sind hierfür niedrig wachsende Varianten. Die Optik ist dadurch besonders natürlich. Allerdings fällt das Rasenmähen schwerer.
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