Die Gattung des Rettichs gehört zur Familie der Kreuzblütler und steht so in einem Verwandtschaftsverhältnis zu Senf, Raps und Kohl. Genau wie diese Pflanzen enthält Rettich Senfölglycoside. Rettich ist außerdem reich an Vitamin C und liefert wichtige Mineralstoffe, Eisen und einige B-Vitamine. Alle Teile des Rettichs sind essbar.
Ursprünglich kam der Rettich überwiegend im Mittelmeerraum vor, aber ebenso in Asien und Afrika. Vermutlich stammt der kultivierte Garten-Rettich vom Strand-Rettich ab. Der Garten-Rettich untergliedert sich in vier Unterarten mit vielen verschiedenen Sorten. Diese können runde oder lange Wurzeln haben. Neben weißen Rettichen gibt es grüne, rote, violette und schwarze. Der wichtigste Unterschied für den Anbau besteht zwischen Sommer- und Winter-Rettich.
Anforderungen an das Hochbeet
Das Hochbeet muss den Platzanforderungen des Rettichs gerecht werden. Durchschnittlich sollten die Reihen 25 cm voneinander entfernt sein. Der Abstand zwischen den Pflanzen einer Reihe beträgt etwa 15 cm. Einige asiatische Riesenrettiche erfordern mehr Platz und es können nur wenige Exemplare in einem Hochbeet wachsen.
Das wichtigste am Rettich ist dessen große Wurzel. Das Hochbeet braucht also eine ausreichende Höhe. Ein Standard Hochbeet mit 60 bis 90 cm Höhe ist für die meisten Sorten geeignet, da ihre Wurzeln circa 20 cm lang werden. Runde Rettiche und Radieschen lassen sich im Pflanzkübel anbauen. Es darf keine Staunässe entstehen, weswegen eine Drainage angelegt werden sollte. Im Hochbeet besteht diese aus Ästen, die mit der Zeit verrotten.
Der beste Standort

Als Kreuzblütler sollte Rettich erst drei bis fünf Jahre nach einer Vorbepflanzung mit Kohlgewächsen gesät werden. Folgen Kreuzblütler zeitlich zu dicht aufeinander, besteht die Gefahr für einen Befall mit Kohlhernie. Dieser Einzeller kann mehrere Jahre im Boden überdauern.
Die Erde darf für Rettich nicht zu schwer und nicht zu dicht sein. Am besten ist ein lehmiger Sandboden mit vielen Nährstoffen. Daher kann man etwas Sand und reifen Kompost in die Pflanzerde einarbeiten. Frischer Kompost ist für Rettich ungeeignet.
Rettich gedeiht gut in der Nachbarschaft von Bohnen, Erbsen und Karotten. Auch neben Tomaten, Salat und Spinat fühlt er sich wohl. Schlechte Nachbarn sind hingegen Gurken, Zwiebeln und andere Kohlgewächse. Rettich braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort.
Aussaat und Ernte

Am besten häufelt man vor der Aussaat einen kleinen Damm an, zieht eine Rille, die man vor der Aussaat gießt und steckt die Samen hinein. Die Saattiefe beträgt 2 cm. Sind die Samen eingesetzt, streicht man Erde darüber und drückt diese leicht fest. Rettich braucht jeden Tag ausreichend Sonnenstunden, um zu keimen.
Sommer-Rettiche werden am besten ab April ausgesät, wenn die Bodentemperatur nicht mehr zu niedrig ist. Bleibt sie längere Zeit unter 10°C, bildet der Rettich vorzeitig einen Blütenstand. Die beste Keimtemperatur liegt bei 15°C. Im Hochbeet ist die Erde immer etwas wärmer als im normalen Gartenbeet, sodass bis zu zwei Wochen früher gesät werden kann. Die Aussaat der Winter-Rettiche erfolgt je nach Sorte ab Juni bis August. Die Keimdauer beträgt acht Tage bis zwei Wochen. Sommer-Rettiche sind nach acht bis zehn Wochen erntereif, Winter-Rettiche nach 13 bis 15 Wochen.
Pflege
Rettiche müssen regelmäßig gegossen werden, da die Wurzel sonst nicht weiter wächst. Sie wird holzig und pelzig und entwickelt eine unangenehme Schärfe. Trockenheit kann auch eine vorzeitige Blüte hervorrufen. Eine Düngung bei der Aussaat im Frühjahr reicht aus. Wird Rettich nach Gemüse angebaut, braucht er keinen Dünger. Damit die kleinen Keimlinge gut wachsen, muss eventuell vorhandenes Unkraut regelmäßig entfernt werden.
Expertentipp
Feinmaschige Gemüseschutznetze helfen gegen die Kohlfliege und den Erdfloh. Besprühen Sie die Pflanzen außerdem regelmäßig mit Rainfarnbrühe.
Häufig gestellte Fragen
Ist Rettich lagerfähig?
Sommer-Rettiche sind nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar. Winter-Rettiche lassen sich bei niedrigen Temperaturen und genügend hoher Luftfeuchtigkeit mehrere Wochen lagern.
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