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Beetpflanzen

Rispenhortensien – Gründe für das Ausbleiben der Blüte

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Rispenhortensien - Gründe für das Ausbleiben der Blüte

Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) sind eng mit Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) verwandt und stammen wie sie ebenfalls aus Ostasien. In unseren Breiten ist die Sorte Grandiflora mit ihren weiß oder zartrosa gefärbten Blüten besonders beliebt. Rispenhortensien sind frostbeständiger als Bauernhortensien und schmücken heimische Garten von Juli bis September mit kräftigen, bis zu 25 Zentimeter langen Blütenrispen. Welche Gründe dazu führen, dass die Blüten der blühfreudigen Sträucher ausbleiben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Alter

Alter


Rispenhortensien werden oft als bereits blühende Topfpflanzen verkauft. Die Enttäuschung ist jedoch groß, wenn die Sträucher nach dem Auspflanzen im Sommer blütenlos bleiben. Die jungen Pflanzen bilden dichtes, dunkelgrünes Laub und wachsen prächtig, Blüten sind jedoch nicht zu sehen. Stimmen Standort, Bodenbeschaffenheit und Nährstoffversorgung, ist das kein Grund zur Sorge. Junge Rispenhortensien benötigen Zeit und blühen frühestens im nächsten oder in den darauffolgenden Jahren.

Falscher Standort

Falscher Standort
Falsch gewählte Standorte können ebenfalls ein Grund für das Ausbleiben der Blüten sein. Rispenhortensien sind keine Sonnenanbeter, sie benötigen dennoch sonnige bis halbschattige Plätze. In schattigen, dunklen Bereichen blühen sie nicht.

Da die Blüten von Insekten bestäubt werden, bilden sie vor allem an den Stellen Knospen, die optimal für die Bestäubung sind. Das sind zumindest halbschattige Standorte, die intensiv von Insekten frequentiert werden. Rispenhortensien blühen bei entsprechender Bewässerung auch an sehr sonnigen Standorten hervorragend. Allerdings sollten windgeschützte Bereiche gewählt werden, damit die langen Blütentriebe nicht abbrechen.

Bodenqualität

Bodenqualität
Rispenhortensien benötigen leicht lehmige oder sandige, dabei nährstoff- und humusreiche Böden mit einem pH-Wert im neutralen bis mäßig sauren Bereich. Im Gegensatz zu Bauernhortensien akzeptieren sie Kalkanteile. Neben Mulch und Kompost sind sie für regelmäßige Mineralstoffdüngergaben dankbar. Während Stickstoff die Bildung von Blättern und Trieben fördert, ist Phosphor Voraussetzung für eine üppige Blütenpracht. Bei einem Ausbleiben der Blüte lohnt sich eine Bodenanalyse. Oft ist der Boden zu stickstoffreich. Zusätzliche Phosphorgaben können Abhilfe schaffen.

Vorsicht ist bei der Düngung mit Hornspänen geboten. Sie können zu einem Überangebot von Stickstoff führen, der Rispenhortensien blühfaul werden lässt. Damit die Sträucher viele Blüten bilden, ist es empfehlenswert, bei den Düngergaben im Frühjahr nicht zu sparsam zu sein.

Rückschnitt

Für die Bildung großer, kräftiger Blütenrispen ist ein fachkundiger Rückschnitt erforderlich. Im Gegensatz zu Bauernhortensien blühen Rispenhortensien an einjährigem Holz. Nur nach einem starken Rückschnitt der vorjährigen Blütentriebe im Februar oder März sind die Sträucher in der Lage, neue Triebe zu bilden.
Es wird empfohlen, jeweils ein bis zwei Augenpaare der kräftigen, vorjährigen Blütentrieben stehen zu lassen. Schwache, alte oder kranke Triebe müssen vollständig entfernt werden. Bedenken Sie dabei, dass je später der Rückschnitt erfolgt, umso länger muss auf die Blüten gewartet werden.

Krankheiten und Schädlinge

Rispenhortensien gelten als besonders robust, können jedoch auch von Krankheiten und Schädlingen befallen werden, was zu Lasten der Blühfreudigkeit geht. Dabei handelt es sich vor allem um:

  • Echten Mehltau
  • Blattläuse
  • Dickmaulrüssler
  • Blattfleckenkrankheiten verursacht durch Pilze, Bakterien oder Viren

Expertentipp

Auch bei Rispenhortensien ist es möglich, Schädlinge ohne den Einsatz chemischer Produkte zu bekämpfen. Echter Mehltau kann mit Frischmilch behandelt werden, die einen Fettgehalt von 1,8 Prozent aufweist. Diese wird im Verhältnis 1:8 mit Wasser gemischt und mehrmals auf die Pflanzen gesprüht. Durch diese Behandlung wird nicht nur der Mehltau beseitigt, sondern gleichzeitig die Pflanzen gestärkt. Eine Lösung aus Wasser und Seife ist ebenso effektiv gegen Blattläuse wie Knoblauchsud und schwarzer Tee. Gegen Dickmaulrüssler kann eine Pflanzenjauche aus Brennnessel-, Bohnenkraut- und Rhabarber-Blättern helfen.

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