Bei einem Säulenapfel handelt es sich um einen klassischen Apfelbaum, der dank seiner besonderen Zuchtform nur wenig Platz benötigt. Der Säulenapfelbaum ist deshalb vor allem bei Gärtnern beliebt, die lediglich einen kleinen Garten besitzen, aber auf selbst angepflanztes Obst nicht verzichten möchten.
Der säulenartige Apfelbaum kann nicht nur im Freiland, sondern auch in einem Kübel angepflanzt werden. Säulenäpfel eignen sich deshalb auch für die Kultivierung auf dem Balkon. Was bei der Anpflanzung beachtet werden muss, wird in diesem Beitrag erläutert.
Herkunft und Wissenswertes
Die ursprüngliche bzw. natürliche Mutation McIntosh Typ Wijck wurde in den 60er Jahren in Kanada entdeckt. Diese wies die säulenartige Eigenschaft auf, die den Säulenapfel bis heute kennzeichnet. Aufgrund von Kreuzungen mit dieser Pflanze sind die heute verfügbaren Sorten entstanden.
Der Säulenapfel unterscheidet sich insoweit von einem klassischen Apfelbaum, als dass ein Säulenapfel keine Krone ausbildet. Die Früchte des Baumes wachsen am Stamm und nicht an den Zweigen. Obwohl die Äpfel des Säulenapfels nicht an Zweigen wachsen, bildet er diese trotzdem aus.
Ein Säulenapfel kann bis zu drei Meter hoch wachsen. Der Durchmesser beträgt maximal 60 Zentimeter, sodass er in jedem noch so kleinen Garten einen Platz finden kann. Außerdem können Säulenäpfel je nach Sorte sehr dicht nebeneinander gepflanzt werden.
Standort und Bodenbeschaffenheit

Damit ein Säulenapfel ausreichend Blüten und somit Früchte entwickeln kann, ist es wichtig, dass er an einem sonnigen Platz steht. Die Früchte des Obstbaumes werden besonders geschmacksintensiv, wenn auch während der Reifezeit für ausreichend Sonneneinstrahlung gesorgt ist. Es hat sich herausgestellt, dass ein lockerer Boden mit einem leicht sauren pH-Wert und hoher Wasserdurchlässigkeit optimal für den Säulenapfel geeignet ist.
Wird er in einen Kübel gepflanzt, sollte nährstoffreiches Substrat verwendet werden, das mit Tonkügelchen vermischt ist. Bei der Wahl des Kübels muss bedacht werden, dass es sich bei Säulenäpfeln um einen Flachwurzler handelt. Deshalb ist es wichtig ein breites Gefäß zu wählen. Hat man einen guten Standort für den Baum gefunden, kann mit dem Pflanzen vorzugsweise im zeitigen Frühjahr begonnen werden.
Anleitung zum Pflanzen

Zunächst muss ein großes Loch gegraben werden. Dieses sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen des Obstbaumes sein. Damit der Säulenapfel von Beginn an mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird, muss der Aushub mit reichlich Kompost vermischt werden. Dem Aushub sollten außerdem grobe Kieselsteine beigemischt werden. Diese fungieren später als Drainage und verhindern Staunässe.
Der junge Apfelbaum wird dann gemeinsam mit einem Stützpfahl in das ausgehobene Pflanzloch gesetzt. Um zu verhindern, dass die Wurzeln des Baumes beschädigt werden, sollte der Stützpfahl nicht erst nach dem Einpflanzen des Säulenapfels eingebracht werden. Hat man den Apfelbaum in das Pflanzloch gesetzt, muss dieses mit dem Aushub aufgefüllt werden, bis der Baum in einer festen Position senkrecht steht. Nach dem Einpflanzen muss der Baum nun noch gut gewässert werden.
Pflege des Säulenapfels
Damit der Säulenapfel viele Jahre Früchte trägt, ist die richtige Pflege entscheidend. Bei ihm handelt es sich grundsätzlich um einen pflegeleichten Obstbaum. Doch besonders in der Blütezeit, aber auch in der Zeit der Fruchtreife muss ein Säulenapfel mit ausreichend Wasser versorgt werden.
Bei einer Kübelhaltung ist es nicht ungewöhnlich, dass dem Säulenapfel wichtige Nährstoffe fehlen. In der Blüte- und Fruchtbildungszeit sollte daher in einem Abstand von 2 Wochen ein Flüssigdünger verabreicht werden.
Expertentipp
Säulenapfelpflanzen eignen sich hervorragend zur Bildung einer früchtetragenden Hecke. Damit diese ausreichend an Dichte gewinnt und die einzelnen Säulenäpfel ausreichend Platz zum Wachsen haben, muss ein Mindestabstand von 60 bis 80 Zentimetern eingehalten werden.
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