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Obstpflanzen

Brombeeren Pflege

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Brombeeren Pflege

Die Brombeere zählt in Mitteleuropa zu den ältesten Obstarten. Sie umfasst sowohl stachelige als auch stachellose Sorten und ihre Früchte sind insbesondere in der Küche aufgrund ihres erfrischenden fruchtig sauren Geschmacks für die Herstellung von Kuchen, Marmeladen oder auch zum Naschen beliebt. Die Brombeere wächst als Strauch aus einem Wurzelstock am Boden und lässt sich hervorragend im eigenen Garten anpflanzen. Sie gilt allgemein als pflegeleicht und ihre Früchte gedeihen unter Beachtung einiger Maßnahmen problemlos und lassen sich sehr einfach ernten.

Der optimale Standort

Die allgemein pflegeleichte Brombeere ist in der Wahl ihres Standortes deutlich anspruchsloser als ihre Verwandte, die Himbeere. Stachellose Sorten gelten als etwas frostempfindlicher und benötigen unter Umständen einen geeigneten Winterschutz. Für alle Brombeerarten empfiehlt sich jedoch ein sonniger bis halbschattiger Standort, welcher im besten Fall auch windgeschützt sein sollte. Die Brombeere kommt jedoch auch mit vollsonnigen Standorten zurecht und verfügt dann über besonders viele Blüten. Dies hat zur Folge, dass der Insektenflug deutlich intensiver ist, was wiederum für höhere Befruchtungsraten und zusätzlich einen höheren Ertrag von Früchten sorgt. Eine intensive Sonnenbestrahlung sorgt zudem dafür, dass die geernteten Brombeeren noch süßer im Geschmack sind.

Boden

Die Brombeere bevorzugt einen nicht zu leichten Boden, welcher humusreich und gut durchlässig sein sollte. Optimal ist ein kalkarmer Standort mit pH-Werten zwischen 5,5 und 6,5.

Pflanzung

Pflanzung


Die Brombeere lässt sich das ganze Jahr über pflanzen. Insbesondere in kälteren Regionen ist die Pflanzung ab Mai optimal, da besonders die stachellosen Sorten etwas empfindlich auf Frost reagieren. In milderen Klimazonen ist aber auch eine Pflanzung im Herbst möglich. Bei aufrecht wachsenden Arten empfiehlt sich ein Pflanzabstand von 60 bis 80 Zentimeter, während rankende Sorten einen Abstand von zwei bis vier Metern zueinander benötigen. Die Basisknospen sollten etwa fünf Zentimeter hoch mit Erde bedeckt sein, das Pflanzloch sollte ausreichend groß sein, um die Wurzeln problemlos aufzunehmen. Rankende Sorten lassen sich auch als Hecke anpflanzen, in diesem Fall fällt die Ernte jedoch erfahrungsgemäß etwas geringer aus als bei der Spaliererziehung.

Pflege

Pflege
Brombeeren haben keinen besonders großen Nährstoffbedarf. Es ist ausreichend, wenn man im März pro Quadratmeter etwa zwei Liter reifen Kompost zugibt, um für eine optimale Nährstoffversorgung zu sorgen. Befindet sich die Brombeere auf ärmeren Böden, so ist es sinnvoll, den Kompost mit etwas organischem Beerendünger zu vermengen. Ab Ende Juli ist es sinnvoll, die Zugabe von Dünger einzustellen. Für eine gesunde Fruchtentwicklung ist es unerlässlich, die Pflanzen ausreichend mit Wasser zu versorgen. Der Boden darf nie austrocknen, somit ist insbesondere in trockenen Perioden ein regelmäßiges Gießen nötig.

Schnitt

Schnitt
Rankende Sorten benötigen während der Ertragszeit einen Schnitt. Dieser sollte sowohl im Sommer als auch im Herbst durchgeführt werden, der Herbstschnitt umfasst jedoch nur die abgetragenen Ruten, welche ebenerdig abgeschnitten werden sollten. Das sollte im besten Fall unmittelbar nach der Ernte passieren, welche abhängig von der Sorte Ende September bis Ende Oktober stattfinden kann. Der am besten im August durchgeführte Sommerschnitt umfasst die Seitentriebe, welche man bis auf drei kräftige Knospen zurückschneiden sollte. Weiterhin kann man die überzähligen, bodennahen Ranken entfernen.

Bei aufrecht wachsenden Brombeersorten sollten im Frühjahr die Spitzen der jungen Ruten abgeschnitten werden. Auf diese Weise fördert man die Seitentriebbildung.

Düngen

Es ist empfehlenswert, den Erdaushub bei neu gepflanzten Brombeeren mit verrottetem Stallmist, Kompost oder auch Pflanzerde zu mischen. Die Zugabe von Dünger sollte jeweils jährlich Anfang April erfolgen. Hierzu ist ein für Beerensträucher geeignetes Nährstoffgemisch optimal. Um die Ausbildung von Unkraut zu vermeiden, sollte man die Erde um die Brombeersträucher ausreichend mulchen.

Krankheiten und Schädlinge

Einige Brombeerarten zeigen sich als sehr anfällig sowohl für Grauschimmel aus auch für Fruchtfäule. Insbesondere in regenreichen Sommern kann ein Pilzbefall große Schäden zur Folge haben. Weiterhin hat die Brombeere mit Schädlingen wie Spinnenmilben, Blattläusen und Gallmilben zu kämpfen.

Expertentipp

Ist eine einseitig blassrote Färbung auf den Früchten der Brombeere zu erkennen, so spricht dies für einen Sonnenbrand. Ist der Strauch bereits stark befallen, so sollte man diesen im Spätwinter komplett bis auf Bodenhöhe kürzen. Dies hat zwar einen Ernteausfall im kommenden Jahr zur Folge, jedoch kann man sich im darauffolgenden Jahr wieder über gesunde und gut ausgereifte Beeren freuen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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