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Obstpflanzen

Brombeeren – so gelingt das Umpflanzen

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Brombeeren - so gelingt das Umpflanzen!

Brombeeren (Rubus) gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zu den pflegeleichten Klassikern im Garten. Mit regelmäßigen Düngergaben und einem gelegentlichen Verschnitt je nach Bedarf sind die Pflanzen zufrieden und bringen monatelang Früchte hervor. Zusätzlich können Brombeeren mehrere Jahrzehnte alt werden. Aus diesen Gründen wäre es schade, sie bei Veränderungen im Garten zu vernichten. Setzen Sie die Gewächse stattdessen um. In diesem Beitrag wird das richtige Vorgehen Schritt für Schritt erläutert.

Wahl des Standorts

Beachten Sie beim Umsetzen von Brombeeren, dass der neue Standort sonnig und windgeschützt sein sollte. Helle, warme Plätze in der Nähe von Mauern oder Hauswänden können die Ernte vorziehen und den Ertrag erhöhen. Der Bereich sollte zudem ausreichend Platz bieten. Möchten Sie aus den Pflanzen einen Sichtschutz ziehen, sollten Sie zuvor ein Spalier setzen.

Zeitpunkt und Vorbereitungen

Zeitpunkt und Vorbereitungen


Brombeeren sollten vorzugsweise im zeitigen Frühjahr umgesetzt werden, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist. Falls nötig, kann man die Triebe zuvor einkürzen, um das Umsiedeln an den neuen Pflanzplatz zu vereinfachen.

Heben Sie am angedachten Standort zunächst ein großzügig bemessenes Pflanzloch aus. Es sollte mindestens einen halben Meter tief und breit sein. Bei älteren Brombeeren können Sie Länge und Breite größer gestalten. Reichern Sie den Aushub mit reifem Kompost und Mist an, um ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen. Aufgrund dieser vorbereitenden Maßnahme können Sie auf weitere Düngergaben in den ersten beiden Standjahren verzichten.

Umsetzen

Umsetzen
Heben Sie die Pflanzen vorsichtig und mit so viel Erde wie möglich aus dem Boden. Die Hauptwurzeln dürfen nicht beschädigt werden. Stechen Sie dazu die Erde in einem Abstand von wenigstens einem halben Meter um den Haupttrieb herum ab. Besonders bei älteren Brombeeren erfordert das Ausgraben einiges an Aufwand und viel Zeit. Sie können sich die Anstrengung etwas erleichtern, indem Sie die Erde gut durchfeuchten und mit einem oder mehreren Helfern arbeiten.

Nachdem die Wurzeln freigelegt wurden, sollten Sie diese gründlich abspülen. Entfernen Sie beschädigte oder abgestorbene Bereiche. Lassen Sie die Wurzelballen nicht austrocknen. Müssen Sie das neue Pflanzloch erst ausheben, können Sie feuchte Tücher um die Wurzeln wickeln. Empfehlenswert ist es, Brombeeren am gleichen Tag des Aushebens einzupflanzen. Ist das nicht möglich, legen Sie sie über Nacht in einen frostfreien Raum, um Schäden an den blanken Wurzeln zu verhindern.

Lockern Sie den Aushub gut auf, mischen Sie ihn mit Kompost oder Mist und setzen Sie die Brombeeren ein. Füllen Sie das Substrat auf und schütteln Sie das Gewächs dabei leicht, sodass sich keine Hohlräume im Bereich der Wurzeln bilden können. Gießen Sie die Brombeeren im Anschluss schwemmend an.

Weitere Pflege

Weitere Pflege
Pflegemaßnahmen nach dem Umsetzen fallen recht einfach aus. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass der Boden nicht vollständig austrocknet. Nach dem anfänglichen Angießen reicht das Wässern je nach Bedarf. Haben Sie die einjährigen Triebe an den Gewächsen erhalten, tragen diese in der Regel bereits im ersten Jahr nach der Umsiedlung Früchte.

Alternative zum Umsetzen

Bei sehr alten Pflanzen oder wenn es beim Umsetzen der Brombeeren zu schweren Schäden an den Wurzeln kommt, können Sie zusätzlich oder anstelle des Standortwechsels Jungpflanzen aus Stecklingen ziehen. Schneiden Sie dazu etwa 20 Zentimeter lange Kopftriebe ab und stecken Sie sie in Pflanztöpfe oder direkt an den gewünschten Platz. Achten Sie darauf, dass die Erde nie vollständig austrocknet. Gesunde Stecklinge bilden Wurzeln innerhalb von etwa vier Wochen. Mit den ersten Erträgen können Sie jedoch erst im nächsten Jahr rechnen.

Expertentipp

Aufgrund der Dornen gestaltet sich das Umsetzen von großen Brombeeren oft als äußerst schwierig. Wenn Sie die Pflanzen nicht stark zurückschneiden möchten, reichen Arbeitshandschuhe und feste, lange Arbeitskleidung allein nicht aus, um sich zu schützen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Triebe mit Schnüren zu bündeln und mit Blasenfolie zu umwickeln. Dadurch werden die Pflanzen deutlich einfacher zu handhaben und sicherer.

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