Schafgarben (Achillea) gehören zur Familie der Korbblütler und sind mit über 100 verschiedenen Arten in Europa und im westlichen Asien heimisch. Ihren deutschen Namen verdankt die Schafgarbe wohl der Tatsache, dass sie gern von Schafen gefressen wird, die lateinische Bezeichnung leitet sich vom Sagenhelden Achilles ab, der sie der Legende nach als Heilpflanze für die Versorgung seiner Wunden genutzt haben soll.
Charakteristika
Die verschiedenen Arten weisen eine große Farb- und Formenvielfalt auf. Die Wuchshöhen reichen von 10 bis 150 Zentimeter. Bei den Farben bleiben ebenfalls keine Wünsche offen, denn Schafgarben gibt es sowohl in Gelb (Goldgarbe) als auch in Rosa und in einem intensiven Karminrot. Die Blätter sind fein gefiedert und die Dolden bestehen aus vielen kleinen Einzelblüten. Die Blütezeit beginnt im Juni und zieht sich bis September.
Aufgrund ihres aromatischen Duftes locken Schafgarben Bienen und andere nützliche Insekten an. Weiterhin werden sie als Heilpflanzen geschätzt und gegen Magen-, Darm- und Hautprobleme eingesetzt.
Anforderungen an Standort und Boden

Schafgarben sind keine überaus anspruchsvollen Pflanzen. Wer lange Freude an ihnen haben möchte, sollte sie an sonnige Standorte in Beete oder auf Freiflächen pflanzen. Der Boden sollte durchlässig, leicht sandig und nährstoffreich sein. Bei der Wahl des Bodens kommt es zudem auf die jeweilige Art an. Schafgarben mit grünem Laub bevorzugen feuchtere Böden, während Arten mit grauem Laub trockene Böden vorziehen und eine gute Drainage benötigen.
Pflanzung

Bevor es an das Pflanzen von Schafgarbe gehen kann, sollte man den Boden begutachten. Ist er lehmig und schwer, sollte er mit etwas Sand oder Kies aufgelockert werden, um die Durchlässigkeit zu verbessern. Magerer Boden muss man mit etwas Kompost aufwerten, da Schafgarben nährstoffreiche Böden benötigen.
Die beste Pflanzzeit für Schafgarben sind das Frühjahr und der Herbst. Wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Wasser. Dazu taucht man die Wurzelballen zunächst in einen Eimer mit Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Unmittelbar nach dem Einpflanzen werden die Gewächse angegossen, sodass sich die Wurzelballen mit der umgebenden Erde verbinden können. Andernfalls gilt, dass Schafgarben eher trockenere als zu feuchte Böden bevorzugen. Intensives Gießen ist lediglich nach der Pflanzung erforderlich.
Schädlinge und Krankheiten
Schafgarben sind robuste Gewächse, bei denen nur selten Pflanzenkrankheiten auftreten. Gelegentlich kann es jedoch zu einem Befall mit Falschem oder Echtem Mehltau kommen. Die einzigen Schädlinge, die sich an Schafgarben zu schaffen machen, sind Schnecken, aber nur dann, wenn der Standort zu feucht ist.
Expertentipp
Im Allgemeinen haben Schafgarben im Garten eine Lebensdauer von höchstens fünf Jahren. Wenn man länger Freude an den Pflanzen haben möchte, ist es ratsam, sie alle drei bis vier Jahre zu teilen, vorzugsweise im Frühjahr. Hierfür werden die Wurzelballen ausgegraben, herausgehoben und mit einem Spaten in zwei oder mehrere Stücke geteilt. Um das Anwachsen zu erleichtern, gibt man in die neuen Pflanzlöcher eine Handvoll Hornspäne.
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