Die violett, rosa oder weiß gefärbten Blütendolden des Schmetterlingsflieders (Buddleja davidii) sieht man immer häufiger in heimischen Gärten und Parkanlagen. Ob die ursprünglich aus China und Tibet stammenden Braunwurzgewächse jedoch winterhart und für mitteleuropäische Winter geeignet sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Die Winterhärte
Dass Schmetterlingsflieder die kalte Jahreszeit auch in unseren Breiten überstehen können, liegt an ihrer Anpassungsfähigkeit. Die Winterhärte der bei uns verbreiteten Sommerflieder ist nicht sofort gegeben, sondern entwickelt sich erst im Laufe der Jahre.
Junge und kleinwüchsige Exemplare sollte man vorzugsweise in Kübeln kultivieren und sie an kühlen und dunklen, jedoch frostfreien Standorten überwintern. Sobald die Pflanzen gut gewachsen sind und ein kräftiges Wurzelwerk gebildet haben, können sie an einen geschützten und sonnigen Standort ins Freie gepflanzt werden. Im Winter benötigen sie dennoch einige Schutzmaßnahmen.
Schutzmaßnahmen
Im Herbst sollte das herabfallende Laub liegen gelassen und weiteres Laub im Wurzelbereich angehäuft werden. Junge Sommerflieder schützt man am besten mit einer zusätzlichen Schicht aus Reisig und Fichtenzweigen. In trockenen Wintern muss darauf geachtet werden, dass die Pflanzen nicht vertrocknen. Gegossen wird während der kalten Monate jedoch nur mäßig und an frostfreien Tagen. Staunässe muss dabei zwingend vermieden werden.
All diese Schutzvorkehrungen sollten für mindestens drei, besser vier Jahre nach der Pflanzung ergriffen werden. In späteren Jahren sollte sich Ihr Schmetterlingsflieder hinreichend etabliert haben. Gut verwurzelte Exemplare können dann als frostverträglich betrachtet werden. Schmetterlingsflieder sollen Temperaturen bis -20 Grad Celsius überstehen können. Eine Schutzschicht aus Laub und Reisig kann trotzdem nicht schaden, denn die genannte Winterhärte gilt ausschließlich für sehr robuste und an eisige Temperaturen gewöhnte Pflanzen.
Überwinterung von Schmetterlingsflieder

Für alle anderen Schmetterlingsflieder bleibt ein kalter Winter eine Herausforderung. Gerade Zwergsorten, die in Kübeln oder Beeten kultiviert werden, sind von Frosteinbrüchen bedroht. Werden Kübelpflanzen dennoch im Freien überwintert, sollten die Pflanzgefäße auf dicken Holzplatten und vorzugsweise geschützt an der Südwand eines Hauses unter einer Überdachung stehen. Umwickeln Sie die Kübel zudem mit Vlies oder anderen wärmenden Materialien. Das Substrat sollte mit Holzwolle oder Laub abgedeckt werden.
Sommerflieder in Beeten benötigen eine Abdeckung aus Laub, Holzwolle, Stroh, Reisig und Fichten- oder Tannenzweigen.
All Jährlicher Rückschnitt

Das Zurückfrieren von Trieben im Winter ist normal und kein Grund zur Beunruhigung, denn Schmetterlingsflieder bilden Knospen aus jungem Holz. Im Frühjahr können deshalb alle Zweige bis auf zwei oder drei Augen eingekürzt werden. Erfrorene Triebe stellen ebenfalls kein Problem dar, da die Pflanzen auch aus den Wurzeln austreiben.
Möchten Sie die Selbstaussaat Ihres Schmetterlingsflieders verhindern, sollten die verblühten Blütenstände bereits im Spätsommer regelmäßig entfernt werden.
Expertentipp
Eine Unterpflanzung von Sommer- oder Schmetterlingsflieder mit immergrünen Bodendeckern, die gut im Halbschatten gedeihen, bildet einen ganz natürlichen Schutz. Etablierte und robuste Sorten können in eine frei wachsende, blühende Hecke zusammen mit anderen Pflanzen gesetzt werden. Standorte im Schatten sollten Sommerflieder jedoch nicht erhalten.
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