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Beetpflanzen

Senf im Garten säen

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Senf im Garten säen

Mit einem eigenen Gemüsebeet lassen sich viele Lebensmittel direkt hinter dem eigenen Haus anbauen. Dabei ist die Auswahl an möglichen Gemüsen oder Gewürzen oft viel zu groß, um sich zu entscheiden. Ideal sind dabei Pflanzen, die wenig Pflege benötigen, viel Ertrag bringen, viele Verwendungsmöglichkeiten bieten und dabei kaum anfällig für Krankheiten sind. Das klingt zwar nach einer „Superpflanze“. Eine kommt diesen Kriterien aber schon sehr nah. Senf kennen viele nur als die scharfe, gelbe Gewürzpaste. Doch Senf ist eine ideale Pflanze zum eigenen Anbau im Garten. Was vom Anbau bis zum Genuss beachtet werden sollte, wird in folgendem Text besprochen.

Senfpflanze im Portrait

Als Senf wird meist das fertig verarbeitete Produkt der Gewürzpaste bezeichnet. Senfe sind aber grundsätzlich Pflanzen der Familie der Kreuzblütengewächse. Dabei gibt es viele verschiedenen Sorten. Die wichtigsten Nutzpflanzen sind brauner, schwarzer und weißer Senf. Wobei der weiße Senf eher als der gelbe Senf bekannt ist, da aus dieser Pflanze die Grundzutaten für die allseits bekannte Senfpaste gewonnen werden. Die Senfpflanze kann je nach Sorte zwischen 30 und 180 Zentimetern groß werden. Sie entwickeln gelbe Blüten und es können sowohl die Blätter als auch die Samen der Pflanze geerntet werden. Dabei kann eine einzige Senfpflanze bis zu 25.000 Samen entwickeln. Senf hat sowohl in der europäischen als auch in der weltweiten Historie eine besondere Rolle. So konnte der Einsatz von Senf bereits 1.800 vor Christus nachgewiesen werden. Viele Jahrhunderte war Senf neben Meerrettich das einzige scharfe Gewürz in Europa.

Senfarten und Anpflanzen

Senfarten und Anpflanzen


Für den Anbau im heimischen Garten eignen sich am ehesten drei Senfarten. Dazu gehört der schwarze, der braune und der weiße Senf. Da die schwarze Senfpflanze bis zu 180 groß werden kann, ist es ratsam diesen Senf im Beet zu säen. Weißer und brauner Senf haben geringere Wuchshöhen und können auch im Topf auf dem Balkon angepflanzt werden. Sie können aber auch auf der Fensterbank in Innenräumen angepflanzt werden.

Standortwahl und Zeitpunkt der Aussaat

Standortwahl und Zeitpunkt der Aussaat
Da junge Senfpflanzen sehr frostempfindlich sind, ist es besser, mit der Aussaat bis nach den Eisheiligen im Mai zu warten. Wenn der Senf frühzeitiger genutzt werden soll, können die Jungpflanzen bereits vorher im Innenraum oder Gartenhaus vorgezogen werden und im Mai ins Beet gesetzt werden. Dabei sollte ein Standort mit viel Licht bevorzugt werden. Bei der Aussaat sollte die Erde vorher etwas gelockert werden. Nachdem die Erde etwas angefeuchtet wurde, können die Samen in einem Abstand von rund 15 Zentimetern in die Erde gegeben werden. Danach kommt auf die Samen eine rund 2 Zentimeter dicke Schicht Erde.

Pflege von Senfpflanzen

Pflege von Senfpflanzen
Senf ist eine sehr anspruchslose Pflanze. Viel Licht ist die einzig wichtige Voraussetzung, die die bei der Wahl des Standorts berücksichtigt werden sollte. Wie auch bei vielen anderen Anzuchtpflanzen sollte die Erde grundsätzlich feucht gehalten werden. Bei der Bewässerung kann auch kalkhaltiges Wasser aus der Leitung genutzt werden. Bei der Düngung der Senfpflanze kann man sich ebenfalls zurück halten.

Erntezeitpunkt von Blättern und Samen

Von der Senfpflanze können neben den Samen auch die Blätter geerntet werden. Diese können ganzjährig und oft schon wenige Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Dabei sollten hauptsächlich die äußeren Blätter geerntet werden, damit das Wachstum der Senfpflanze nicht gestört wird. Die Blätter eigenen sich hervorragend für Suppen und Salate.

Die Senfsamen wachsen in Schoten und können Richtung Spätherbst geerntet werden. Wenn die Schoten trocken sind und beim Schütteln rasseln, ist die Erntezeit gekommen. Die Schoten können abgetrennt und in einem Jutebeutel gesammelt werden. Indem der Sack gegen eine Wand geschlagen wird, platzen die Schoten auf. Nachdem die Samen von den kaputten Schoten getrennt wurden, sind sie nach rund vier Wochen Trocknungszeit bereit für die Weiterverarbeitung.

Expertentipp

Da Senfsamen unter Vögeln als eine besondere Delikatesse gelten, sollten die frisch ausgesäten Samen mittels Netz oder einer Vogelscheuche geschützt werden. So kann die Wahrscheinlichkeit einer satten Ernte stark verbessert werden.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/triloks

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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