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Trompetenbaum schneiden – Wann ist die beste Zeit?

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Trompetenbaum schneiden - Wann ist die beste Zeit

Der Trompetenbaum stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo er hauptsächlich entlang des Ufers des Mississippis und anderen Flüssen wächst. Der schöne Laubbaum verfügt über eine ausladende Krone und herzförmige Blätter, welche bis zu 20 Zentimetern groß werden und ebenso breit sind. Zwischen Juni und Juli präsentiert das Gehölz seine weißen Glockenblüten, die innen eine gelbe Zeichnung und einen purpurfarbenen Fleck aufweisen. Nach der Blüte bilden sich die etwa 35 Zentimeter langen bohnenförmigen Früchte. Der stattliche Laubbaum erreicht eine stattliche Wuchshöhe von 18 Metern und eignet sich deshalb nur für größere Gärten.

Der richtige Zeitpunkt für einen Schnitt

Damit der Laubbaum nicht zu ausladend wächst, ist ein regelmäßiger Schnitt empfehlenswert. Der Trompetenbaum ist gut schnittverträglich und lässt sich aufgrund dessen einmal im Jahr auf die gewünschte Höhe und Breite zurückschneiden. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist das zeitige Frühjahr vor dem Austrieb und der Herbst nach der Zeit der Blüte. Im Frühling erfolgt lediglich ein leichter Formschnitt, bei dem Sie vorsichtig zu Werke gehen sollten. Trompetenbäume bilden ihre Knospen für das darauffolgende Jahr bereits im Spätherbst und ein zu starker Rückschnitt sorgt dafür, dass die Blüte unter Umständen ausbleibt.

Stattdessen ist auch ein Rückschnitt im Herbst unmittelbar nach der Blüte möglich und zwar noch vor der erneuten Blütenbildung des Gehölzes. Dieser Zeitpunkt eignet sich auch tatsächlich besser, weil der Laubbaum möglichst an einem warmen und trockenen Tag zurückgeschnitten werden sollte.

Trompetenbaum richtig zurückschneiden

Verwenden Sie beim Rückschnitt geeignetes Werkzeug. Dieses sollte scharf und desinfiziert sein, damit keine Bakterien in die offenen Schnittstellen eindringen können. Für dickere Äste eignet sich die Motorsäge, für dünnere Exemplare reicht eine Astsäge aus. Kleine Triebe und Zweige hingegen entfernen sie am besten mit einer Garte- oder Astschere.

Beginnen Sie damit, indem Sie als Erstes die Krone auslichten. Im Anschluss entfernen Sie sowohl abgestorbene als auch zu dicht beieinander stehende Triebe. Danach werden alle Wasserschosser sowie falsch oder quer wachsende Äste abgeschnitten. Stärkere Äste schneiden Sie mit der Säge ab und glätten die entstandenen Schnittstellen mit einem Messer und behandeln diese zu guter Letzt mit einem handelsüblichen Wundverschluss.

Junge Trompetenbäume schneiden

Junge Trompetenbäume schneiden


Bei den jungen Exemplaren des Trompetenbaumes sollten Sie bei einem Schnitt äußerst vorsichtig vorgehen. Verzichten Sie auf das Kürzen des Haupttriebes sowie das Schneiden der seitlichen Äste. Hier befinden sich nämlich die Augen, aus denen neue Triebe und Äste entstehen. Ein leichter Formschnitt hingegen vertragen die jungen Exemplare sehr gut, denn dadurch entwickeln die jungen Trompetenbäume eine üppige und schöne Krone. Darüber hinaus regt ein solcher Schnitt das Wachstum der Triebe an.

Ältere Trompetenbäume schneiden

Ältere Trompetenbäume schneiden
Im Gegensatz zu den jungen Exemplaren vertragen ältere Trompetenbäume einen kräftigen Rückschnitt sehr gut. Es empfiehlt sich, bei diesen Bäumen alle paar Jahre einen Verjüngungsschnitt vorzunehmen, damit sie ihr dichtes und buschiges Wachstum beibehalten und nicht verkahlen. Auch von dem jährlichen Ableitungsschnitt profitieren die älteren Gehölze, der zum Einen die Blühfreudigkeit anregt und zum anderen die Entwicklung neuer Triebe und Äste. Ist der Trompetenbaum hingegen durch Frost oder Sturm schwer beschädigt, kann ein Radikalschnitt zur Rettung des Gehölzes durchgeführt werden.

Expertentipp

Der Trompetenbaum zählt zu den wenigen Laubbäumen, bei denen ein sogenannter Kopfbaumschnitt vorgenommen werden kann. Diese Schnittmaßnahme wird auch als Entwipfeln bezeichnet. Solch ein Kopfbaumschnitt ist dann erforderlich, wenn das Gehölz auf andere Weise nicht mehr zu retten ist wie beispielsweise nach einem Pilzbefall.

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© pixabay.com/Hans

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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