Sie ist nicht nur wunderhübsch, sie verbreitet zudem einen betörenden Duft: die Vanilleblume. Mit ihren dekorativen dunkelvioletten Blüten, die angenehm nach Vanille riechen, zählt das pflegeleichte Gewächs zu den beliebtesten Kübelpflanzen für Balkon und Terrasse.
Wissenswertes über die Vanilleblume
Die Vanilleblume (Heliotropium arborescens), die vielen auch als Strauchige Sonnenwende bekannt ist, gehört zur Familie der Raublatt- oder Borretschgewächse und findet ihren Ursprung in den peruanischen Anden. Die Pflanze, die zu den Halbsträuchern zählt, erreicht eine Wuchshöhe von rund 20 cm bis 60 cm. Die aufrecht und buschig wachsende Vanilleblume richtet ihre Blätter tagtäglich nach dem Stand der Sonne aus. Wenn Sie Schmetterlinge lieben, dann werden Sie sicher davon begeistert sein, dass der verführerische Duft der Pflanze zahlreiche hübsche Falter anlockt. Ihren Namen verdankt die Vanilleblume – wie sollte es auch anders sein – dem süßen Vanilleduft ihren Blüten, der in den Abendstunden am intensivsten ist. Die Blütezeit der Vanilleblume dauert von Mai bis September. Obgleich es sich bei der Blume um ein mehrjähriges Gewächs handelt, wird die Pflanze hierzulande meist nur einjährig kultiviert.
Vorsicht: Die Vanilleblume ist zwar hübsch, aber in allen Pflanzenteilen stark giftig. Der Umstand, dass die Blüten des exotischen Gewächses einen Duft verströmen der an Vanille erinnert, kann vor allem kleinere Kinder dazu verleiten, Teile der Vanilleblume in den Mund zu stecken. Vanilleblumen enthalten gefährliche Pyrrolizidinalkaloide, die nicht nur krebserregend sind, sondern auch zu einer irreversiblen Schädigung der Leber führen können. Der (versehentliche) Verzehr der Vanilleblume löst in der Regel keine akuten Vergiftungserscheinungen aus. Die Giftstoffe sammeln sich im Körper an und führen oft erst nach Jahren zu ernsthaften Erkrankungen. Leben Sie mit Kindern und (oder) Haustieren zusammen, sollten Sie auf das Anpflanzen der Vanilleblume verzichten.
Vanilleblume pflanzen und pflegen

Vanilleblumen sind wahre Sonnenanbeter. Wollen Sie die violetten Schönheiten als Kübelpflanzen halten, sollten Sie zunächst einen geeigneten – sonnigen, warmen und windgeschützten – Standort für das Gewächs finden. Die Duftblumen werden zumeist in Töpfen oder Kübeln gehalten, können aber auch in Beeten angepflanzt werden. Wobei sich die Haltung in Pflanzgefäßen bewährt hat, da die Vanilleblume nicht winterhart sind. Vanilleblumen die ihren Platz Im Halbschatten gefunden haben, gehen zwar nicht ein, entwickelt sich aber weniger gut.
Ist der richtige Standort gefunden, geht es ans Einpflanzen: Vanilleblumen bevorzugen ein frisches und gut durchlässiges Substrat, wobei Sie darauf achten sollten, dass die Erde nährstoffreich ist. Was die regelmäßige Pflege der Pflanze betrifft, zeigt sich die Vanilleblume weniger anspruchsvoll. Achten Sie jedoch während längerer Trockenperioden darauf, das Gewächs mit ausreichend Wasser zu versorgen, um hängende Blätter zu vermeiden. Da die Vanilleblume empfindlich auf Staunässe reagiert, ist es von Vorteil, wenn Sie das Gewächs regelmäßig – aber mäßig – mit Wasser versorgen. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Vanilleblume ab und an (in monatlichen Abständen) mit Flüssigdünger für Kübelpflanzen verwöhnen.
Vanilleblumen benötigen keinen Schnitt. Allein bei jungen Pflanzen sollten Sie alle zwei bis drei Wochen die obersten, neuen Triebe abknipsen, um für einen üppigen und buschigen Wuchs zu sorgen.
Expertentipp
Vanilleblumen sind nicht winterhart, die hübschen Gewächse müssen daher unbedingt frostfrei überwintern, um die kalte Jahreszeit zu überstehen. Idealerweise sollten Sie die exotische Pflanze in den Wintermonaten an einen hellen und kühlen Ort bringen. Die Raumtemperatur sollte zwischen 5 °C und 10 °C liegen. Gießen Sie Ihre Vanilleblume während des Überwinterns nur sehr sparsam und verzichten Sie auf die Gabe von Dünger.
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