Wann Chicorée Saison hat, lässt sich nicht so einfach beantworten. Denn dank moderner Verfahren ist es mittlerweile ganzjährig möglich, dass leicht bittere Wurzelgemüse zu ziehen und zu genießen. Im Freiland fällt die Ernte jedoch zwischen Herbst und Frühjahr und bringt damit Abwechslung in die kalte Jahreszeit.
Erntezeitpunkt in der Freilandkultur
Bei der traditionellen Freilandkultur kann die Ernte des Chicorées von Oktober bis Mai erfolgen. Abhängig ist der genaue Zeitpunkt der Ernte von verschiedenen Faktoren. Bei diesen handelt es sich unter anderem um:
- Klima und aktuelle Wetterlage
- Sorte des Chicorées
- Aussaatzeitpunkt
Wichtig ist zudem, dass es sich bei dem Gemüse um einen sogenannten Kaltkeimer handelt. Es werden also ausreichend niedrige Temperaturen benötigt, damit die Samen aufgehen und die Pflanzen wachsen.
Rüben und Sprossen des Chicorées

Aufgrund der späten Saison über den Winter hinweg ließe sich auch ein entsprechend später Aussaattermin vermuten. Jedoch müssen sich zunächst die sogenannten Chicorée-Rüben bilden, auf denen die essbaren Sprossen wachsen. Diese können wiederum über mehrere Monate hinweg geerntet werden und so immer frisch zur Verfügung stehen.
Gesät werden die Rüben ab Mai, wenn die Temperaturen am Tag und in der Nacht zwischen 12 und 20 Grad Celsius liegen. Bereits nach sechs bis acht Tagen findet die Keimung statt. Aus den Samen wachsen längliche Rüben, die etwa im September die ersten Sprossen tragen. Erst jetzt beginnt also die Chicorée Saison. Dafür sind jedoch noch weitere Schritte notwendig.
Chicorée-Treiberei: Wann kann damit begonnen werden?

Um den ganzen Winter über Chicorée ernten zu können, werden die Rüben im September oder Anfang Oktober vorsichtig aus der Erde gehoben. Nach einer gründlichen aber sanften Reinigung werden die Exemplare ausgewählt, die einen Durchmesser von drei bis sechs Zentimeter aufweisen und etwa 15 Zentimeter lang sind. Diese werden nach der Reinigung in eine mit Sand, Erde und Torf gefüllte Kiste gestellt. Das Substrat sollte leicht feucht, aber nicht nass sein und die Rüben vollständig bedecken.
Die Speicherorgane dürfen sehr dicht aneinander stehen, da die Sprossen nach oben und dem Licht entgegenwachsen. Zeigen diese sich nach etwa drei bis vier Wochen, kann jeweils etwas Substrat aufgefüllt werden. Um die Feuchtigkeit im Sand zu erhalten, empfiehlt sich die Abdeckung der Kiste mit einer transparenten Folie oder einer Scheibe Plexiglas.
Bei Bedarf lassen sich die einzelnen Chicorée Sprossen abschneiden. Hierzu sollte in jedem Fall ein sauberes und scharfes Messer zum Einsatz kommen. Die besten Ergebnisse lassen sich wie bei der Keimung bei Temperaturen von 12 bis 20 Grad Celsius erzielen. Im Keller oder Hausflur sind die Rüben und Sprossen also gut aufgehoben.
Expertentipp
Auch wenn das Vorgehen sich bei dem Chicorée nahezu gleich gestaltet, finden sich dennoch Unterschiede zwischen den verschiedenen Sorten. Sinnvoll ist es daher, bei der Auswahl genau auf die Anforderungen und Besonderheiten zu achten.
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