Die einheimische Wasserlilie, auch Sumpf-Schwertlilie genannt, kann mehr als einen Meter hoch werden und ist mit ihren hübschen leuchtend gelben Blüten nicht nur eine attraktive Pflanze im Ufer- oder Sumpfbereich eines Gartenteiches, sondern auch ökologisch wertvoll für Hummeln, Schwebfliegen und viele andere Insekten.
Trotz ihrer optischen Schönheit und Pflegeleichtigkeit sollte die Wasserlilie nur mit äußerster Vorsicht im eigenen Garten kultiviert werden, denn das Gewächs ist in allen Teilen giftig.
Wasserlilien – giftige Schönheiten
Die Wasserlilie ist in weiten Teilen Europas und Asiens als Wildpflanze weit verbreitet. An ihren natürlichen Standorten findet man sie in Uferzonen stehender und fließender Gewässer. Aufgrund ihrer beeindruckenden Höhe und der leuchtend gelben Blütenpracht wird sie heutzutage auch gern als Uferbepflanzung für heimische Gartenteiche genutzt.
Lange wurde der Wasserlilie eine heilsame Wirkung nachgesagt. Sie kann aufgrund ihrer großen gelben Blüten, die sich von Mai bis Juni entfalten und sehr schnell wieder verblühen, kaum mit anderen Pflanzen verwechselt werden. Zu früheren Zeiten wurde sie offenbar dennoch häufig mit dem Kalmus verwechselt, der tatsächlich eine wirksame Heilpflanze der Volksmedizin ist.
Alle Teile der Wasserlilie enthalten verschiedene Giftstoffe und insbesondere viele Gerbstoffe, sodass die Pflanze nur in einer sehr geringen Dosierung zu medizinischen Zwecken genutzt werden kann. Auch aus diesem Grund ist bei der Kultivierung im eigenen Garten Vorsicht geboten.
Auswirkungen auf Menschen und Tiere

Gerbstoffe sind in allen Pflanzenteilen, insbesondere im Wurzelstock enthalten. Die Konzentration in den Wurzeln ist so hoch, dass sie sich auch zum Gerben von Häuten eignen. Beim Verzehr verursachen Gerbstoffe vor allem heftigen Brechreiz und Durchfall. Bereits bei Hautkontakt mit der Pflanze können Reizungen auftreten.
Vergiftungssymptome treten nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren auf. Selbst Weidevieh oder Kaninchen sind gefährdet. Die Wasserlilie sollte deshalb besser nicht auf dem eigenen Grundstück angepflanzt werden, wenn Kinder oder Haustiere zur Familie gehören.
Expertentipp
Die Rhizome der Wasserlilie breiten sich sehr schnell aus und vertreiben umliegende Pflanzen problemlos. Sie sollten daher nur in Pflanzkörben gesetzt werden.
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