Möchten Sie Bohnen in Ihrem Garten anbauen? Sie haben die Wahl zwischen Busch- und Stangenbohnen. Beide Arten finden Ihren Ursprung in Mittelamerika und zählen zu den Gartenbohnen
Buschbohnen – pflanzen, pflegen, gießen
Die niedrig wachsenden Buschbohnen fühlen sich an sonnigen bis halbschattigen Standorten besonders wohl und bevorzugen tiefgründige Böden, die idealerweise kalkhaltig sein sollten. Sie können die kälteempfindlichen Buschbohnen im Gewächshaus vorziehen oder in der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Juli – in Horsten oder in Reihen – direkt im Freiland aussäen. Wichtig ist dabei, dass die Temperaturen bereits beständig über 12 Grad Celsius liegen. Sind Sie unsicher, was die Temperatur betrifft, können Sie Ihre Keimlinge durch das Abdecken mit Vlies oder Folie warmhalten. Zwischen den Pflanzen platziertes Bohnenkraut, ist eine natürliche und wirksame Möglichkeit zur Abwehr von Blattläusen.
Während sowohl Busch- als auch Stangenbohnen vor der Keimung nur mäßig gegossen werden dürfen, setzt mit Beginn der Blüte gleichzeitig auch die Zeit ein, in der Ihre Bohnen den größten Wasserbedarf haben. Sie müssen Ihre Pflanzen von nun an – bis zum Fruchtansatz – stets gut feucht halten. Es empfiehlt sich zudem, die Erde regelmäßig mit der Harke aufzulockern. Zum Düngen beider Bohnenarten reicht es vollkommen aus, wenn Sie (vor dem Bewässern) etwas Kompost unter die Erde heben
Stangenbohnen – pflanzen, pflegen, gießen

Die kletternden Stangenbohnen gedeihen an warmen und sonnigen Plätzen. Bedenken Sie bei der Wahl des Standortes, dass die Triebe des Gewächses hoch hinaus wollen. Stangenbohnen erreichen nicht selten eine Höhe von bis zu drei Metern und sollten daher unbedingt windgeschützt stehen. Andernfalls würde der Wind die Blüten und Hülsen sowie auch die Blätter der Pflanze schnell abknicken. Stangenbohnen brauchen zudem eine „kippsichere“ Rankhilfe, die Sie bereits vor der Aussaat errichten, und rund 30 cm bis 40 cm tief im Boden verankern sollten. Da sich das Gewächs in der Zeit von Juli bis Oktober mit weißen und violetten Blüten zeigt, eignet es sich zur dekorativen Begrünung von Zäunen.
Was das richtige Gießen der Stangenbohnen betrifft, gilt, dass diese (wie auch die Buschbohnen) in der Zeit zwischen ihrer Blüte bis zum Fruchtansatz einen sehr hohen Wasserbedarf haben. Wer nicht täglich gießen möchte, sollte den Boden einmal wöchentlich Woche kräftig mit einem Wasserschlauch bewässern, der für etwa 10 bis 15 Minuten im Beet liegen gelassen werden kann.
Gut zu wissen: Vor allem Stangenbohnen können bei zu feuchter Witterung oder zu hoher Luftfeuchtigkeit von Grauschimmel befallen werden. Damit das nicht passiert, sollten Sie die Pflanzen an einem möglichst luftigen Standort kultivieren. Weder Busch- noch Stangenbohnen sollten bei nassem Wetter angefasst oder geerntet werden. Durch die Feuchtigkeit und den Druck steigt die Anfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten. Untersuchen Sie Ihre Bohnen regelmäßig, um möglichen Krankheiten und (oder) einen Schädlingsbefall rechtzeitig zu entdecken.
Expertentipp
Zu Beginn der Kultur werden die Pflanzen besonders von Schnecken und Bohnenblattläusen heimgesucht. Entdecken Sie an Blättern, Stängeln und Hülsen Ihren Buschbohnen braune Flecken mit einer dunklen Umrandung, handelt es sich sehr wahrscheinlich um die – von einem Pilz verursachte – Brennfleckenkrankheit. Stangenbohnen dagegen können vom Bohnenrost befallen werden.
Die Pilzerkrankung zeigt sich im Frühjahr mit weißen und im Sommer mit braunen Pusteln auf Blättern und Stängeln. Von Krankheiten befallene Pflanzen sollten Sie stets umgehend entsorgen. Die infizierten Gewächse dürfen jedoch – um die Krankheit nicht weiter zu verbreiten – keinesfalls auf den Kompost gegeben werden. Es ist angebracht, die Anbaufläche im darauffolgenden Jahr zu wechseln.
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