Mit weit über 800 Arten ist die Gattung Allium eine der abwechslungsreichsten Pflanzen unter den Zwiebelgewächsen. Der Zierlauch (Allium christophii) gehört zu den Stauden, da er bei richtiger Pflege mit einem unterirdischem Speicherorgan (der Zwiebel) überwintert. Er ist ein mehrjähriges Zwiebelgewächs, durch dessen Vielseitigkeit sich von Frühjahr bis Herbst blühende Gärten schaffen lassen.
Eine ganze Saison mit bezaubernden Blütenbällen
Die Vielfalt der verschiedenen Arten ermöglicht eine breite Verwendung im Garten. Für jede Beetgröße findet sich eine passende Art. Die folgenden großen Vertreter eignen sich auch hervorragend als Solitär:
- „Globemaster“ mit einem Meter Höhe
- „Mount Everest“ mit 120 Zentimetern
- und „Giganteum“ mit einer Höhe von 150 Zentimetern
Leere Stellen im Beet lassen sich wunderbar durch Zierlauch kaschieren. Die Blütezeit der beliebten Alliumpflanzen liegt zum Großteil um die Monate Mai und Juni, und lässt sich mit einigen Arten bis in den September hinein verlängern.
Pflege und Besonderheiten

Um lange Freude an den häufig lilafarbenen Blütenkugeln zu haben, gibt es nur wenige Dinge zu beachten. Zum einen mag der Zierlauch keine Staunässe an den Zwiebeln. Bei feuchtem und lehmigem Boden lohnt es sich also beim Pflanzen eine kleine Drainageschicht aus Kies mit einzubauen.
Die Pflanztiefe sollte dreimal so tief sein, wie die Größe der Zwiebel selbst. Sie wird also im Verhältnis zu ihrem Durchmesser mit der zweifachen Menge an Erde bedeckt.
Einer der wichtigsten Punkte und zugleich vermutlich die häufigste Frage: „Darf mein Zierlauch geschnitten werden, wenn er nicht mehr schön aussieht?“ Ja, das darf er. Allerdings nicht sofort. Die Blätter des Allium verwelken relativ früh und werden gelb. Das ist optisch in den Beeten nicht besonders ansehnlich, und man ist versucht so bald wie möglich zur Gartenschere zu greifen.
Möchte man aber noch im nächsten Jahr Freude daran haben, wartet man, bis die Blätter komplett verwelkt sind, und sich schon fast von alleine abzupfen lassen. Denn wie bei anderen Zwiebelgewächsen auch zieht der Zierlauch die benötigten Nährstoffe – und somit seine Kraft für die nächste Blüte – aus den Blättern.
Stören die verwelkenden Blätter, kann man sie ganz leicht durch niedrige Stauden oder filigrane Gräser in der Nachbarschaft verdecken.
Expertentipp
Zierlauch breitet sich auch durch Versamung aus. Wer sich eine günstigere Alternative zu Blumenzwiebeln wünscht, kann die verblühten Kugeln des Allium abschneiden, trocknen und die herausfallenden Samen sammeln. Allerdings braucht man bei der Aussaat im Garten etwas mehr Geduld, als wenn man zu kräftigen Zwiebeln greift.
Häufig gestellte Fragen
Ist Zierlauch winterhart?
Ein Großteil der üblichen Arten ist winterhart. Man kann also schon beim Kauf darauf achten. In strengen Wintern reicht eine lockere Abdeckung mit leichten Zweigen und Laub vollkommen aus.
Wann ist die beste Pflanzzeit?
Zierlauch pflanzt man im Herbst zur üblichen Zeit von September bis November. Wichtig ist ein frostfreier Boden.
Muss bei Trockenheit gegossen werden?
Allium steht gerne an sonnigen Standorten mit durchlässigem Boden und braucht nicht viel Wasser. Regelmäßiges Gießen ist nicht nötig. In langen Phasen der Trockenheit empfiehlt es sich in größeren Abständen zusätzlich tiefgründig zu wässern.
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