Zitronengras gehört zur Familie der Süßgräser und findet seinen Ursprung im südostasiatischen Raum. Das intensiv duftende Gras ist vor allem in Indonesien, Thailand und in Vietnam weit verbreitet. Mit Zitronen hat das Kraut – mit Ausnahme seines Aromas – rein gar nichts zu tun. Das exotische Gras enthält das ätherische Öl Citral – auch Citronellöl genannt – das ihm einen frischen zitronenartigen Geschmack verleiht. Der Zitronengeschmack ist wahrnehmbar, jedoch nicht so intensiv, dass er die anderen Gewürzen und Aromen eines Gerichtes überdeckt. Das Zitronengras (auch Lemongras), das hierzulande angeboten wird, wird zumeist aus Thailand importiert.
Wissenswertes über das Zitronengras
Haben Sie bisher noch kein Zitronengras verwendet, sollten Sie es unbedingt probieren. Besonders dann, wenn Sie die asiatische Küche lieben, wird das Gras Ihre Speisen bereichern. In Asien zählt man rund 55 verschiedene Arten des frischen Gewächses. Vorwiegend wird dort jedoch das ost- und das westindische Zitronengras angebaut. Im asiatischen Raum erfreut man sich nicht nur am Geschmack des Zitronengrases, man schwört dort auch auf die heilsame Wirkung des Citronellöls.
Das ätherische Öl soll – so zumindest heißt es – nicht nur Magenbeschwerden lindern, sondern zudem über eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung verfügen. Selbst innerer Unruhe soll durch den Verzehr des Grases gelindert werden. Ob es tatsächlich hilft? Probieren Sie es aus! Frisches Zitronengras erhalten Sie hierzulande in den meisten Asia-Läden.
Es gilt: Je kleiner das Zitronengras, desto zarter ist es. Größe Pflanzen neigen dazu strohig zu werden. Wer kein frisches Gras kaufen möchte, findet im Asia-Shop bereits weiterverarbeitete Varianten, wie zum Beispiel getrocknetes Zitronengras (Sereh) oder Würzpasten aus Zitronengras. Besser – das steht fest – schmeckt jedoch das frische Zitronengras.
Zitronengras pflanzen und pflegen
Wenn Sie möchten, können Sie Ihr Lemongras auch einfach selbst anbauen. Die schilfähnlichen Stauden der Gewürzpflanze sind nicht nur in der Küche vielfältig einsetzbar, sie sind zudem dekorativ. In Topf oder Kübel gehalten schmücken Sie Balkon oder Terrasse. Wo auch immer Sie Ihr Zitronengras pflanzen möchten, wichtig ist, dass Sie einen warmen, geschützten und sonnigen Standort auswählen. Wollen Sie sich ganzjährig an Ihrem Zitronengras erfreuen, können Sie das Gewächs auch im Haus anbauen. Achten Sie auch hier auf einen hellen und sonnigen Platz.
Zitronengras richtig schneiden

Wird das Zitronengras zum Kochen verwendet, nutzt man dazu ausschließlich die Stängel. Sie können die frischen Stängel der Pflanze während der gesamten Wachstumsphase ernten. Idealerweise sollten Sie einen Horst wählen, der bereits neue Triebe gebildet hat. Schneiden Sie die Stängel dort ab, tun Sie damit gleichzeitig auch dem Gewächs etwas Gutes, denn es wird sich nach dem Schnitt üppig weiterentwickeln. Achten Sie beim Abschneiden der Stängel darauf, dass Sie die Wurzeln der Pflanze nicht verletzen, denn darauf reagieren diese besonders empfindlich.
Expertentipp
Lemongras liebt frische und feuchte Böden. Damit Ihr Zitronengras bestens gedeiht, ist es wichtig, dass Sie das Gewächs – vor allem in der warmen und trockenen Jahreszeit – regelmäßig bewässern. Da die Hauptwachstumsphase des Lemongrases im Sommer liegt, machen Sie nichts verkehrt, wenn Sie die Pflanze zwei bis dreimal pro Woche mit reichlich Wasser versorgen.
Achten Sie jedoch darauf, dass sich keine Staunässe bildet, sonst würde der Wurzelbereich des Zitronengrases schnell zu faulen beginnen. Im Winter reicht es aus, wenn Sie das Zitronengras alle zwei bis drei Wochen gießen. Wollen Sie der Pflanze etwas Gutes tun, düngen Sie diese im Frühjahr und im Sommer mit Kaffeesatz oder Hornspänen.
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