Zuckerschoten oder Zuckererbsen zählen zur Familie der Schmetterlingsblütler und sind ursprünglich in Vorderasien beheimatet. Im Gegensatz zu anderen Sorten können Zuckererbsen roh verzehrt werden und sind aufgrund des hohen Proteingehalts eine wichtige Nahrungsgrundlage. Zuckerschoten sind ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche und erfreuen sich auch hierzulande größter Beliebtheit. Erst durch den Saatguthandel gelangten die Zuckererbsen in heimische Gärten.
Standort und Boten für die Aussaat
Erbsen sind Schwachzehrer und bevorzugen einen luftigen, sonnigen oder halbschattigen Standort. Der Boden für die Gemüsepflanzen sollte sowohl humusreich und locker als auch gleichmäßig feucht sein. Auf zu Staunässe neigenden oder schweren Böden fühlen sich Zuckerschoten nicht besonders wohl.
Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Da die Pflanzen stark frostempfindlich sind und bei niedrigen Temperaturen zum Faulen neigen, werden Zuckererbsen ab Ende April bis Juni in ein sonniges Gartenbeet ausgesät. Wenn Sie die Samen einen Tag vorher in Wasser vorquellen, erhöhen Sie deren Keimfähigkeit. Idealerweise liegt die Temperatur des Bodens für die Aussaat bei etwa fünf bis acht Grad Celsius. Wie andere Erbsenarten sind auch Zuckerschoten Langtagpflanzen und bilden nur an kurzen, kühlen Tagen ihre Blätter. Vor dem Aussäen ist es empfehlenswert, den Boden aufzulockern und mit Kompost anzureichern, der das Wachstum unterstützt. Fast alle Arten der Zuckererbsen erreichen eine Wuchshöhe zwischen 50 und 100 Zentimetern und benötigen aufgrund dessen eine Rankhilfe. Geeignet sind hierfür beispielsweise Schnüre, Stäbe, Rankgitter, Kletternetze oder Rankgerüste.
Die Pflege der Zuckerschoten

Bis die Gemüsepflanzen keimen, ist der Boden gut feucht zu halten. Gießen Sie die Zuckerschoten vorzugsweise in den Abendstunden und wässern Sie trockene Böden nach Bedarf. Sind die Pflänzchen dann ungefähr 15 Zentimeter hoch, verwenden Sie eine Rankhilfe, um die Triebe durch diese durchzuleiten. Nach dem Austrieb der Samen sollten Sie das Beet einmal wöchentlich hacken. Entfernen Sie auch regelmäßig Unkraut rund um den Boden der Gemüsepflanze, damit diese prächtig gedeihen kann. Dünger brauchen die Zuckererbsen nicht, da sie in der Lage sind, Luftstickstoff in Nitrat umzuwandeln. Von der Aussaat bis zur Ernte von Zuckerschoten vergehen in der Regel etwa drei bis vier Monate. Zuckerschoten sind meist ab Ende Juni erntereif, wenn sich die runden Früchte innerhalb der Schoten abzeichnen. Nach der Erntezeit können Sie die Gemüsepflanzen mitsamt den Wurzeln in die Erde eingraben, was anderen Pflanzen im Gartenbeet zugutekommt.
Expertentipp
Zuckererbsen wachsen einjährig und müssen jährlich neu ausgesät werden. Für die Vermehrung eignen sich die getrockneten Früchte, deren Samen im darauffolgenden Jahr zu verwenden sind. Untersuchen Sie die Pflanzen regelmäßig auf Krankheiten und Schädlinge wie beispielsweise den Erbsenwickler. Wenn Sie im Garten mehrere Rillen mit Zuckerschoten befüllen, halten Sie einen Abstand von zwei Wochen ein, denn dadurch verlängert sich die Erntezeit. Wechseln Sie den Standort jährlich und achten Sie auf die Fruchtfolge.
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