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Pflanzenvermehrung

Zitronenmelisse – Vermehrung über Samen, Stecklinge und Teilung

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Zitronenmelisse - Vermehrung über Samen, Stecklinge und Teilung

Zitronenmelisse (Melissa officinalis), auch Gartenmelisse oder Zitronenkraut genannt, gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und zur Gattung der Melissen (Melissa). Die Bezeichnung Melisse geht auf das altgriechische Wort ‘melissóphyllon’ zurück und bedeutet Bienenblatt. Die attraktiven, stark nach Zitrone duftenden, würzig schmeckenden Arzneipflanzen stammen ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. In diesem Beitrag erhalten Sie wissenswerte Informationen über die Vermehrung.

Ausdauernde, krautige Gewächse

Ausdauernde, krautige Gewächse


Zitronenmelissen sind ausdauernde, winterharte und krautige Heilpflanzen, die über 20 Jahre alt werden und Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreichen können. Wenn man Zitronenmelisse im eigenen Garten kultiviert, ist es teilweise wünschenswert, den Bestand zu erneuern. Als Kulturpflanzen werden sie ein- bis drei Jahre angebaut. Zitronenmelisse kann mehrmals pro Jahr kurz vor der Blütezeit abgeerntet werden.

Die Pflanzen zeichnen sich durch ihre vierkantigen Stängel, rauten- bis eiförmige, gesägte Blätter und weiße, lippenförmige Blüten aus, die in Quirlen oberhalb der Laubblätter erscheinen. Zitronenmelisse ist jedoch nicht ausschließlich aufgrund ihrer Optik beliebt. Sie ist eine ausgezeichnete Bienenweide und punktet mit wertvollen Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen, Vitamin C, Bitterstoffen und Thymol.

Möglichkeiten der Vermehrung

Möglichkeiten der Vermehrung
Um Zitronenmelisse gezielt an einem Standort anzusiedeln, kann sie über Samen, durch Teilung im Frühjahr oder über Stecklinge in den frühen Sommermonaten vermehrt werden. Die Gewächse eignen sich zudem für die Kultur in Kübeln auf Balkonen und Terrassen. Allerdings sind sie starkwüchsig und verlangen regelmäßig nach größeren Pflanzgefäßen.

Aussaat

Trotz ihrer Winterhärte empfiehlt es sich, die Samen im zeitigen Frühjahr zunächst auf einer warmen, sonnigen Fensterbank auszusäen, denn im Freien keimen die Samen verhalten. Die Aussaat in Töpfen verspricht einen schnelleren Erfolg. Als Substrat für die Aussaat eignet sich ein Gemisch aus Torf und Sand oder Anzuchterde.

Die Samen sollten im Abstand von drei bis fünf Zentimetern gesetzt werden, damit man die jungen Pflanzen später besser vereinzeln kann. Da es sich bei Zitronenmelisse um einen Lichtkeimer handelt, sollten die Samen nicht mit Erde bedeckt, sondern lediglich leicht angedrückt werden. Bei Temperaturen über 20 Grad Celsius keimen die Samen in leicht feuchtem Substrat nach drei bis vier Wochen. Eine Folienabdeckung kann den Prozess beschleunigen. Das Auspflanzen kann ab Mitte Mai nach dem letzten Frost erfolgen.

Teilung

Die Vermehrung durch Teilung ist unkompliziert und sollte ebenfalls im Frühjahr erfolgen. Im zeitigen Frühjahr wird dazu eine gesunde Pflanze ausgegraben und der Wurzelballen mit einem Spaten oder einem scharfen Messer in zwei oder mehrere Teile geteilt. Jedes Teilstück sollte mindestens zwei Triebe aufweisen. Die geteilten Pflanzen können danach an die gewünschten Stellen gepflanzt werden.

Stecklinge

Die Vermehrung über Stecklinge erfolgt im Frühsommer. Als Stecklinge eignen sich 10 bis 15 Zentimeter lange Triebe. Nachdem sie geschnitten wurden, wird der untere Bereich entlaubt. Die Stecklinge werden in Töpfe mit Anzuchterde gesetzt. Dabei schaut das obere, verbliebene Laub heraus. Die Stecklinge werden angegossen und mit einer Haube aus Folie abgedeckt. Eine Plastiktüte kann den gleichen Zweck erfüllen. Melissen-Stecklinge bewurzeln recht schnell auf einer Fensterbank oder an einem warmen, geschützten und halbschattigen Platz im Garten. Nach wenigen Wochen können sie dann ins Beet gesetzt werden.

Zitronenmelisse fühlt sich an sonnigen und halbschattigen Standorten wohl und ist genügsam. Insbesondere junge Pflanzen sind recht durstig und müssen regelmäßig mit Wasser versorgt werden.

Expertentipp

Um sich optimal zu entwickeln, bevorzugt die Zitronenmelisse einen Boden, der lehmig bis sandig ist und eine gute Durchlässigkeit aufweist. In Beeten, an denen sie bereits etabliert ist, vermehrt sie sich an einem geeigneten Standort sowohl durch Selbstaussaat als auch über ihre Rhizome. Diese bilden kurze, unterirdische Ausläufer.

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