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Kräuterpflanzen

Zitronenmelisse ernten und trocknen

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Zitronenmelisse ernten und trocknen

Die Zitronenmelisse ist ein weit verbreitetes Kraut mit einem üppigen Wuchs und lieblichem Duft. Ihre Blätter enthalten neben vielen gesunden Gerb- und Bitterstoffen einige ätherische Öle, die für ein erfrischendes und zitroniges Aroma sorgen. Aus diesem Grund eignen sie sich hervorragend zum Würzen oder Garnieren von Speisen, oder können zu einem leckeren Tee aufgebrüht werden. Dafür müssen die Blätter richtig geerntet, getrocknet und gelagert werden.

Die richtige Ernte: Zeitpunkt und Vorgehensweise

Die richtige Ernte Zeitpunkt und Vorgehensweise


Der optimale Erntezeitpunkt wird durch sich bildende Blütenknospen im Juni oder Juli angezeigt. Sobald diese zu sehen sind sollten die Blätter geerntet werden, da ihr Aroma zu dieser Zeit am stärksten ausgeprägt ist. Kurz vor der Blütezeit kann die Pflanze großzügig zurückgeschnitten werden. Die Triebe sollten etwa eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden, um der Pflanze genug Reserven für ein erneutes Austreiben zu lassen. Wenn ein paar Triebe zum Blühen stehengelassen werden, dienen sie Insekten als wertvolle Nektarquelle.

Die Blätter können frisch verwendet oder ein paar Tage im Kühlschrank in einem feuchten Küchenpapier aufbewahrt werden. Für eine längere Haltbarkeit lassen sich die frischen Blätter einfrieren oder trocknen.

Die richtige Trocknung: Blätter schonend haltbar machen

Die richtige Trocknung Blätter schonend haltbar machen
Zitronenmelisse kann an der Luft, im Backofen oder im Dörrautomaten getrocknet werden.

Für die Lufttrocknung wird ein warmer, trockener und gut belüfteter Ort benötigt, beispielsweise eine Küche oder ein Dachboden. Die frischen Triebe werden zu kleinen Bündeln aus 5-7 Stängeln zusammengebunden und kopfüber aufgehängt. Nach etwa 10-14 Tagen lässt sich mit den Fingern prüfen, ob die Blätter trocken genug sind: Wenn sie sich leicht zerbrechen lassen und bröckeln, sind sie fertig getrocknet und können abgehängt werden. Ist beim Zerreiben noch Restfeuchte spürbar, braucht die Trocknung noch ein paar Tage.

Zum Trocknen im Backofen werden die einzelnen Blätter auf einem Backblech ausgebreitet und der Ofen auf 30-40°C vorgeheizt. Wenn die Backofentüre ein Stück geöffnet bleibt, kann die Feuchtigkeit während des Trocknungsprozesses entweichen. Um die ätherischen Öle zu erhalten, sollte eine Temperatur von 40°C nicht überschritten werden. Nach etwa 2 Stunden sind die Blätter trocken und können nach dem vollständigen Auskühlen eingelagert werden.

In einem Dörrautomaten trocknen die Blätter nebeneinander auf einem Dörrsieb verteilt bei etwa 30°C in 6-8 Stunden.

Die richtige Lagerung: Aroma- und Inhaltsstoffe konservieren

Die richtige Lagerung Aroma- und Inhaltsstoffe konservieren
Die getrockneten Blätter werden möglichst luft- und blickdicht gelagert. Am besten geeignet sind hierfür Glasflaschen oder -behälter, vorzugsweise aus dunklem Glas. Ein intakter Schraubverschluss oder einrastende Verschlussklappen sorgen dafür, dass weder Keime eindringen noch Aromastoffe entweichen können.

Expertentipp

Ernten Sie die Blätter an einem warmen, trockenen Spätvormittag um die höchste Konzentration an Aromastoffen zu erhalten. Als Zugabe zu einem kalten Getränk oder einem frischen Obstsalat sorgen die Blätter durch ihr zitroniges Aroma für eine erfrischende, sommerliche Note.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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