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Zuckerhut – Wissenswertes zur Ernte

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Zuckerhut - Wissenswertes zur Ernte

Zuckerhüte (Cichorium intybus var. foliosum f. cylindricum) sind eine besondere Form der Zichorien (Cichorium L.). Die Bezeichnung bezieht sich auf die kegelförmige Gestalt, nicht auf den Geschmack des Gemüses. Weitere gebräuchliche Namen für die leicht bitteren Salatpflanzen sind Fleischkraut, Herbstzichorie und Herbstchicorée. Dank der guten Lagerbarkeit und späten Erntezeit sind sie eine typische Zutat für traditionelle Wintersalate. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann und wie man Zuckerhut erntet.

Erntezeit

Der früheste Erntetermin für Zuckerhüte ist 8 bis 12 Wochen nach der Aussaat. Bei früh gepflanzten Exemplaren kann das bereits im August sein. Üblicher ist Ende September oder Anfang Oktober. Je nach Region kann sich die Erntezeit bis in den Dezember erstrecken.

Erkennung reifer Zuckerhüte

Um den Reifegrad zu überprüfen, drückt man den Salatkopf von den Seiten. Fühlt er sich fest an, ist er dicht genug für den Verzehr. Eine sofortige Ernte ist jedoch nicht notwendig. Sein Geschmack wird besser, je länger er im Beet verbleibt.

Erntemengen

Bei der Lagerung gehen Nährstoffe verloren. Deshalb sollte man nur so viele Zuckerhüte ernten, wie benötigt werden. Die Pflanzen verkraften leichten Frost gut. Allerdings sollte man sie im gefrorenen Zustand nicht berühren, da sie sonst matschig werden. Steht eine längere Frostperiode an, sollte man auf Vorrat ernten und einige Salatköpfe einlagern.

Das gesamte Beet sollte man jedoch erst abernten, wenn die Temperaturen unter -10°C sinken, wechselhaftes Wetter mit häufigem Gefrieren und Auftauen in rascher Folge oder andauernde Schlechtwetterphasen mit starken Regenfällen bevorstehen. Andernfalls droht der Verlust der im Beet verbleibenden Pflanzen.

Ernte für sofortigen Verzehr

Soll ein Salatkopf sofort verwendet werden, reicht ein sauberes Messer mit einer scharfen Schneide als Erntewerkzeug aus. Setzen Sie die Schneide knapp über dem Boden an und schneiden Sie den Strunk gerade durch. Der Stumpf und die Wurzeln verbleiben als Gründünger im Beet.

Ernte zur Einlagerung

Für die Lagerung sollte ein faustgroßer Teil der Wurzeln an den Salatköpfen verbleiben. Als Erntewerkzeug ist deshalb ein Spaten hervorragend geeignet. Stechen Sie ihn neben dem Salatkopf senkrecht in den Boden und heben Sie die Pflanze heraus. Noch besser für die Haltbarkeit ist es, die Pflanzen mit allen Wurzeln auszugraben.

Transport

Zuckerhutköpfe können ein Gewicht von bis zu 2 kg erreichen. Ist das Beet weit vom Haus entfernt oder erntet man mehrere Exemplare, ist eine Schubkarre oder ein kleiner Wagen als Transporthilfe praktisch. Einen Salatkopf kann man gut tragen. Beim Transport in Taschen, Tüten oder Körben, trägt man in jeder Hand einen Salatkopf, um eine einseitige Belastung zu vermeiden.

Lagerung

Die einfachste Lagermethode ist, die äußersten Blätter zu entfernen und die Köpfe in Zeitungspapier einzuwickeln. Danach lagert man sie in einem kühlen, dunklen und trockenen Raum nebeneinander, ohne dass sie einander berühren.

Alternativ kann man sie unter den gleichen Konditionen ohne Papier, jedoch mit allen Blättern aufbewahren. Dann vertrocknet die äußerste Blattschicht und dient anstelle des Papiers als Schutzschicht. Auf diese Weise halten sich die Salatköpfe mehrere Monate.

Für eine bessere Belüftung zur Vermeidung von Schimmel und Fäulnis dient die hängende Lagerung. Dazu bindet man Schnüre um die Wurzelballen und hängt den Salat mit den Köpfen nach unten auf. Der Lagerort muss frostfrei, jedoch kühl sein.

Bei Lagerzeiten von maximal 4 Wochen reicht ein Wasserbad aus. Dazu füllt man eine Wanne oder einen Eimer etwa 3 Zentimeter mit Wasser und stellt die Salatköpfe hinein. Dabei dürfen lediglich die Wurzeln mit dem Wasser in Kontakt kommen.

Expertentipp

Wenn es zu einem Notfall kommt, ist es möglich, die abgeschnittenen Salatköpfe im Kühlschrank aufzubewahren. Es ist wichtig, die äußeren Blätter zu entfernen. Die Salatköpfe können für maximal 3 Wochen gelagert werden. Jedoch sollte man beachten, dass Zuckerhüte aufgrund ihres hohen Nährstoffverlustes nicht zu lange im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten.

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