Hortensien gehören mit ihren großen und eindrucksvollen Blüten zu den schönsten und beliebtesten Gartenpflanzen. Mit ihrem strauchartigen und kompakten Wuchs können sie eine beachtliche Größe erreichen und sind ein absoluter Blickfang im Garten.
Einmal am richtigen Standort gepflanzt, wächst die Hortensie ohne große Pflegemaßnahmen fast von allein. Wenn der attraktive Blütenstrauch doch einmal ein kümmerliches oder gar kein Wachstum zeigt, kann dies verschiedene Ursachen haben.
Standort und Bodenbeschaffenheit
Die meisten Hortensiensorten gedeihen am besten an einem halbschattigen Standort. Einige Sorten fühlen sich auch an einem sonnigen Platz wohl. Wächst die Hortensie an ihrem Standort nicht, liegt dies jedoch meist nicht an den falschen Lichtverhältnissen, sondern am falschen Boden.
Der botanische Name der Hortensie lautet Hydrangea, was so viel wie „Wasser ziehend“ bedeutet. Die botanische Bezeichnung weist damit schon auf eine wesentliche Eigenschaft der Pflanze hin. Hortensien benötigen viel Wasser. Ein trockener und karger Boden bekommt der Hortensie daher gar nicht. Ideal ist ein lockerer und gut durchlässiger Boden.
In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Hortensie vorwiegend an Waldrändern oder Waldlichtungen. Dort wächst sie auf einem durchlässigen Boden, der mit zersetzten Nadeln und Laub durchsetzt ist.
Normale Gartenerde bekommt der Hortensie daher nicht so gut. Dies zeigt sie mitunter durch ein schlechtes oder gar fehlendes Wachstum an.
Der Blütenstrauch gehört zu den Flachwurzlern und braucht daher einen Boden, der die Feuchtigkeit gut speichern kann, gut durchlässig und leicht sauer ist. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 5 und 6. Ein normaler Gartenboden hat in der Regel einen pH-Wert zwischen 4 und 5. Am besten wachsen Hortensien daher in Hortensien- oder Rhododendrenerde. Diese bietet für die Hortensie optimale Bedingungen.
Falsche Düngung

Auch eine falsche oder fehlende Düngung kann dazu führen, dass die Hortensie ihr Wachstum völlig einstellt. Hortensien sind Starkzehrer. Das bedeutet, sie benötigen ausreichend Nährstoffe, um gesund und kräftig zu wachsen und Jahr für Jahr eine Fülle ihrer herrlichen Blüten zu bilden.
Hortensien benötigen einen Dünger, der reich an Kalium und Stickstoff ist und ausreichend Mineralien enthält. Phosphorhaltige Dünger sind indes nicht so gut für Hortensien geeignet. Gedüngt wird nur bis Ende Juli. So haben die neuen Triebe noch bis zum Herbst genügend Zeit um auszureifen und robust genug für den Winter zu sein.
Auch wenn Hortensien Starkzehrer sind, sollte bei der Düngung das vorgeschriebene Maß eingehalten werden, denn eine Überdüngung vertragen Hortensien ebenso wenig wie eine falsche oder fehlende Düngung.
Am besten eignen sich:
- Hortensiendünger
- Rhododendren- oder Azaleendünger
- Rinderdungpellets
Frostschäden

Eigentlich überstehen Hortensien den Winter gut. Vor allem ältere Pflanzen meistern auch längere Frostperioden ohne Winterschutz problemlos.
Jüngere Pflanzen und vor allem Hortensien im Kübel sind jedoch frostanfällig. Jüngere Sträucher müssen eine entsprechende Winterhärte erst noch ausbilden und in einem beengten Pflanzkübel kann die Hortensie ebenfalls keine ausgeprägte Winterhärte entwickeln. Daher ist in diesen Fällen ein entsprechender Schutz notwendig. Kommt es dennoch zu Frostschäden, müssen die abgefrorenen Triebe entfernt werden, sonst stellt die Hortensien ihr Wachstum ein.
Expertentipp
Hortensien sollten grundsätzlich erst im Frühjahr vor dem Austrieb zurückgeschnitten werden. Auf diese Weise erhält die Pflanze einen zusätzlichen Winterschutz. Das alte Laub schützt vor allem den neuen Austrieb im zeitigen Frühjahr vor plötzlichen Nachtfrösten.
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