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Kräuterpflanzen

Ist Springkraut essbar?

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Ist Springkraut essbar

Springkraut ist bei Hobbygärtnern nicht sonderlich beliebt, kann es doch in kürzester Zeit große Bereiche im Garten erobern und dabei die ansässigen Pflanzen verdrängen. Aufgrund seiner invasiven Eigenschaften sind die heimischen Arten des Springkrauts und vor allem das eingewanderte indische Springkraut bei Naturschützern ebenso unbeliebt.

Oftmals wird das zu den Balsaminengewächsen gehörende Kraut zusätzlich als hoch giftig verschrien. Doch das ist nur bedingt richtig. Einige Teile des Springkrauts sind sogar essbar und vielseitig in der Küche verwendbar.

Springkraut ist nur leicht giftig

Alle Arten des Springkrauts sind leicht giftig, denn alle Springkrautarten enthalten in relativ geringen Mengen Glykoside.

Während die Stängel und die Blätter des Krauts vor allem in rohem Zustand nicht verzehrt werden sollten, sind die Blüten und die Samen der Pflanzen essbar.

Werden größere Mengen Blätter oder Stängel in rohem Zustand verzehrt können die enthaltenen Glykoside folgende Beschwerden auslösen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Magen-Darm-Krämpfe
  • Schwindel

Blätter und Stängel des Springkrauts haben in frischem Zustand für Menschen und für Tiere eine toxische Wirkung.

Werden die Blätter indes gegart, verlieren sie ihre toxische Wirkung. Doch aufgrund der vielen enthaltenen Bitterstoffe und Säuren ist auch der Genuss von gegarten Springkraut Blättern nicht unbedingt empfehlenswert, denn lecker sind auch gegarte Blätter nicht.

Blüten und Samen

Blüten und Samen


Die Blüten und Samen des Springkrauts sind indes schmackhaft und essbar und enthalten sogar verschiedene gesunde Inhaltsstoffe.

Die kleinen Blüten des Krauts haben einen angenehmen zarten und süßlichen Geschmack. Die kleinen fast schwarzen Samen der Pflanze enthalten viele Öle und erinnern in ihrem Geschmack an Nüsse.

Verwendung der Springkrautblüten in der Küche

Verwendung der Springkrautblüten in der Küche
Springkraut bringt ab Juli bis in den Oktober hinein seine kleinen 2 bis 4 cm langen Blüten hervor. Je nach Art sind diese weiß oder rosa bis hellviolett gefärbt. Die Blüten verströmen einen starken süßlichen Duft.

Von Juli bis zum Oktober können Springkrautblüten also gesammelt werden, um sie in der Küche zu verwenden. Sie können in rohem Zustand verzehrt werden. Roh sind sie eine süße Dekoration für zahlreiche Süßspeisen und Desserts oder eine süße Beigabe in Salaten. Gern wird aus den Springkraut-Blüten auch Blütengelee zubereitet.

Verwendung der Samen in der Küche

Verwendung der Samen in der Küche
Springkraut bildet Kapselfrüchte, in denen sich bis zu 15 der winzigen und nur millimeter-großen schwarzbraunen Samen befinden. Genau wie die Blüten sind auch Samen des Springkrauts essbar und sehr schmackhaft. Erntezeit für die Samen ist der Herbst. Mit ihrem walnussartigen Geschmack eignen sich die kleinen Springkrautsamen hervorragend zur Zubereitung von:

  • Kuchen und Muffins
  • Pfannkuchen
  • Risotto
  • Pesto

Wer viel Zeit und Muße zur Ernte vieler Springkraut-Samen hat, kann sie auch gut als Mehlersatz bei der Zubereitung von glutenfreien Gerichten verwenden.

Die kleinen Samen können zudem auch geröstet werden. Geröstet eignen sie sich als Knabberei oder als Zutat im Müsli.

Expertentipp

Wer die essbaren Blüten oder die nussartigen Samen des Springkrauts ernten möchte, sollte an den richtigen Stellen nach den Pflanzen suchen.

Springkraut siedelt sich am liebsten an feuchten Standorten an und bevorzugt einen nährstoffreichen Boden. Daher findet man Springkraut häufig in feuchten Wäldern. Auch in Parkanlagen ist das Kraut oft anzutreffen. Seltener besiedelt Springkraut hingegen Wegränder.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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