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Strohblumen überwintern

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Strohblumen überwintern

Die Strohblume gilt allgemein als einjährige Pflanze, die den Winter nicht überlebt. Doch das trifft nicht auf alle ihre Unterarten zu. Manche Strohblumen sind mehrjährig und können ohne großen Aufwand im Freien überwintert werden, aber auch bei den einjährigen Arten kann die Überwinterung in seltenen Fällen gelingen.

Die richtige Art für die Überwinterung

Die richtige Art für die Überwinterung


Es gibt über 600 unterschiedliche Unterarten der Strohblume. Die in Deutschland beliebteste von ihnen ist die Gartenstrohblume. Sie ist von Natur aus eine einjährige Pflanze und muss daher jedes Jahr neu gezogen werden. Selbst als Topfpflanze im Haus bringt man sie nur in sehr seltenen Fällen über den Winter.

Es gibt aber auch einige Unterarten, die mehrjährig sind, und bei der richtigen Behandlung sogar relativ leicht zu überwintern sind. Zum Teil handelt es sich bei ihnen um in Europa einheimische Arten, die sich von Natur aus an die hiesigen Temperaturen angepasst haben und im Garten überwintern können. Es gibt aber auch einige Spezialzüchtungen, die durch Kreuzung winterfest gemacht wurden. Mehrjährige Strohblumenarten aus wärmeren Regionen, wie Afrika, können ebenfalls überwintert werden, wenn man sie rechtzeitig ins Haus holt.

Ob eine Strohblumenart überwintert werden kann oder nicht, sollte man am besten bereits beim Kauf feststellen. Üblicherweise werden im Freien überwinterbare Arten bereits mit dem Vermerk ‚winterhart‘ oder ‚frostbeständig‘ angeboten. Heißt es in der Beschreibung lediglich ‚mehrjährig‘, sollte man nachfragen, ob die Pflanzen auch im Garten überwintern können.

Die Überwinterung im Garten

Die Überwinterung im Garten
Sind die Strohblumen winterhart, können sie im Garten überwintert werden sofern die Temperaturen dort -5 Grad nicht unterschreiten. Nur besonders zähe Arten können auch niedrigere Temperaturen überleben. Wer also in einer besonders kalten Region lebt, oder mit einem ungewöhnlich kalten Winter rechnet, sollte auch diese Pflanzen sicherheitshalber ins Haus holen.

Zur Überwinterung im Freien werden die Strohblumen im Herbst bis zum Boden zurückgeschnitten und dann abgedeckt. Als Abdeckung eignen sich Reisig und Laub, aber auch Vlies, Mulch oder abgeschnittene Zweige von Nadelbäumen. Beschattung durch ein Schattierungsnetz bietet zusätzlichen Schutz vor dem Winterwetter.

In einem Kübel gepflanzte Strohblumen können dagegen einfach in den Windschatten des Hauses gebracht werden, um ihnen zusätzlichen Schutz zu bieten. Sollte Wasser im Kübel gefrieren, ist darauf zu achten, dass es nicht zu rasch wieder auftaut, da das die Wurzeln schädigen kann.

Während des Winters dürfen die Strohblumen nicht gedüngt werden und sollen gerade genug Wasser erhalten, damit ihre Wurzelballen nicht eintrocknen.

Die Überwinterung im Haus

Die Überwinterung im Haus
Wird es im Garten zu kalt für die Pflanzen, oder will man die Überwinterung einer nicht frostfesten oder einjährigen Art versuchen, müssen die Pflanzen im Herbst ausgegraben und in Töpfe oder Kübel verpflanzt werden. Die Töpfe werden ins Haus gebracht und dort an einem hellen, aber nicht beheizten, Standort aufgestellt.

Die beste Temperatur für die Überwinterung von nicht frostfesten Strohblumen liegt bei etwa 12 Grad. Grundsätzlich ist die Überwinterung aber bei jeder Temperatur zwischen 8 und 16 Grad Celsius möglich.

Auch bei der Überwinterung im Haus darf die Strohblume im Winter nicht gedüngt werden und sollte nur spärlich gegossen werden. Es sollte gerade genug Wasser gegeben werden, dass die Erde im Topf nie gänzlich austrocknet. Zuviel Feuchtigkeit in dieser Jahreszeit schädigt die Wurzeln, auch wenn das Wasser nicht einfriert und kann daher zum Absterben der Pflanze führen.

Nach dem Winter sollten die Blumen erst wieder in den Garten verpflanzt werden, wenn der letzte Frost vorbei ist. Meistens ist das Wetter spätestens Ende März mild genug, dass die Strohblumen im Freien überleben können. Wer ganz sicher gehen möchte, sollte jedoch mit dem Auspflanzen bis nach den Eisheiligen warten. Nach dem 15. Mai ist kaum noch mit Frost zu rechnen und die überwinterten Pflanzen sollten in der Lage sein, auch einen kurzen Kälteeinbruch zu überstehen.

Expertentipp

Bei der Überwinterung im Garten geht man auch bei frostresistenten Arten immer ein gewisses Risiko ein. Kommt es zu einem ungewöhnlich starken oder abrupten Kälteeinbruch, können auch die kräftigsten Arten der Kälte manchmal nicht widerstehen. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels wird es zunehmend schwieriger die Wintertemperaturen vorherzusagen und die Gefahr eines Totalverlustes der überwinternden Gartenpflanzen steigt.

Dagegen kann man vorbeugen, indem man bereits im Sommer einige Stecklinge von seinen Lieblingspflanzen zieht. Sie können gleich in den Blumentöpfen verbleiben und im Haus überwintert werden, wo ihnen weniger Gefahr droht. Als genetisch identische Kopie sehen Stecklinge genau wie ihre Mutterpflanzen aus und stellen daher den besten Ersatz für eine verlorene Lieblingspflanze dar.

Allerdings ist die Entnahme von geeigneten Ablegern nur bei entsprechend stark verholzten Pflanzen möglich. Bei dafür ungeeigneten Arten ist eine Absicherung gegen den Verlust nur durch die rechtzeitige Entnahme von Samen und neue Aussaat im nächsten Frühjahr möglich.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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