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Pflanzenkrankheiten

Hibiskus Krankheiten erkennen und behandeln

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Hibiskus Krankheiten erkennen und behandeln

Im Garten und im Haus ist der Hibiskus mit seinen großen und farbenfrohen Blüten ein dekorativer Hingucker. Normalerweise ist die exotische Pflanze robust und nicht besonders anfällig für Krankheiten.

Dennoch kann auch der Hibiskus mitunter von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Sind die Ursachen für das schlechte Aussehen und die mangelnde Vitalität der Pflanze erst einmal erkannt, lassen sie sich in den allermeisten Fällen schnell beheben.

Von welchen Krankheiten und Schädlingen kann der Hibiskus befallen werden?

Von welchen Krankheiten und Schädlingen kann der Hibiskus befallen werden


Seine robusten und widerstandsfähigen Eigenschaften schützen den Hibiskus nicht immer vor dem Verlust der Vitalität durch Erkrankungen oder Schädlingsbefall.

Zu den am häufigsten vorkommenden Hibiskus-Krankheiten zählen:

  • Blattfleckenpilz
  • Gelbfleckenkrankheit
  • Chlorose
  • Blattverdickung

Daneben kann der Hibiskus auch durch Schädlingsbefall oder durch Pflegefehler Schaden nehmen.

Blattfleckenpilz

Der Blattfleckenpilz zeigt sich durch unregelmäßige, bräunliche Flecken auf den Blättern des Hibiskus. Um eine Ausbreitung der Pilzerkrankung zu verhindern, sollten befallene Blätter schnellstmöglich entfernt werden.

Entscheidend zur Rettung des Hibiskus ist ein frühzeitiges Eingreifen. Je mehr Blätter von dem Pilz befallen sind, umso schwächer wird die Pflanze.

Die befallenen Blätter sollten auf keinen Fall im Kompost landen. Stattdessen werden die Blätter im Hausmüll entsorgt. So kann eine weitere Verbreitung des Blattfleckenpilzes vermieden werden.

Gelbfleckenkrankheit

Die Gelbfleckenkrankheit ist eine Viruserkrankung. Erkennbar ist Krankheit an vereinzelten gelben Flecken auf den Blättern. Die Viruserkrankung überträgt sich schnell auf andere Pflanzen. Daher ist auch hier schnelles Handeln wichtig.

Die befallenen Stellen müssen möglichst großflächig entfernt werden. Ähnlich wie beim Blattfleckenpilz sollten die entfernten Pflanzenreste im Hausmüll entsorgt werden, um so eine weitere Verbreitung zu verhindern.

Ein erkrankter Zimmerhibiskus sollte nach Erkennen der Erkrankung möglichst von anderen Pflanzen isoliert werden. Beim Gartenhibiskus kann die Ausbreitung des Virus auf benachbarte Pflanzen nur durch schnelles Eingreifen verhindert werden.

Chlorose

Die Chlorose kann leicht mit der Gelbfleckenkrankheit verwechselt werden, denn auch hier verfärben sich die Blätter des Hibiskus gelb. Allerding ist die Gelbfärbung bei einer Chlorose weitaus großflächiger als bei der Gelbfleckenkrankheit. Bei der Chlorose wird häufig das gesamte Blatt gelb, während sich bei der Gelbfleckenkrankheit tatsächlich nur einzelne gelbe Flecken bilden.

Bei der Chlorose handelt es sich um ein Anzeichen für einen Nährstoff-, Licht- oder Wärmemangel. Zimmerpflanzen sollten an einen helleren und wärmeren Standort gestellt werden. Wegen des geringeren Erdvolumens bei einer Topfkultur sollte Zimmerhibiskus regelmäßig mit einem speziellen Hibiskus-Dünger oder einem Flüssigdünger für mediterrane Pflanzen versorgt werden.

Gartenhibiskus benötigt einen vollsonnigen, aber geschützten Standort. Ist ein Lichtmangel die wahrscheinliche Ursache für die Chlorose, sollte im nächsten Frühjahr ein Standortwechsel in Betracht gezogen werden.

Ein Nährstoffmangel kann beim Gartenhibiskus durch eine zusätzliche Kompostgabe behoben werden.

Blattverdickung

Beim Zimmerhibiskus können Blattverdickungen vorkommen. Dabei sind die Blattnerven missgebildet und verdickt, sodass die Blätter unharmonisch und unschön aussehen. Die Blattverdickung ist für die Pflanze nicht schädlich, ist aber ein Zeichen für einen zu kühlen Standort. An einem wärmeren Platz bilden sich die Blattverdickungen schnell wieder zurück.

Schädlingsbefall

Wenn der Hibiskus von Schädlingen befallen wird, handelt es sich meist um Blattläuse. Blattläuse lassen sich gut mit natürlichen Mitteln wie etwa Spülmittel im Gießwasser bekämpfen.

Expertentipp

Sieht der Hibiskus schlecht aus, müssen nicht immer Krankheiten oder Schädlinge die Ursache sein. So sind hängende Blätter, oder der Abwurf von Blüten meist ein Zeichen für Wassermangel. Das Gießen der Pflanze schafft schnell Abhilfe.

Welke oder gelblich erscheinende Blätter können indes ein Anzeichen für Staunässe sein. Zu viel Wasser schadet den Wurzeln und lässt diese letztendlich verfaulen. Manchmal kann der Hibiskus durch Umtopfen in frisches Substrat noch gerettet werden.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Renita Colaco

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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