In keinem Garten sollten Laubbäume fehlen. Sie versorgen unsere Luft mit Sauerstoff, beschatten sonnige Bereiche und bringen mit attraktiven Blüten und Blättern Leben in den Garten. Zu einem richtigen Waldbeet gehören aber nicht nur Bäume, sondern auch eine entsprechende Unterpflanzung mit Stauden. Wir stellen Ihnen geeignete Bodendecker vor.
Waldmeister und Immergrün
Ein echter Klassiker in vielen Laubwäldern ist der Waldmeister. Die pflegeleichte Art aus unseren heimischen Wäldern eignet sich hervorragend für die Unterpflanzung von Bäumen, da sie schattige Lagen klar bevorzugt. Im Garten freut sich Waldmeister über einen humosen, kalkhaltigen Boden, der im Idealfall leicht feucht bleiben sollte. Ansonsten ist die Art genügsam und samt sich zuverlässig von selbst aus.
Ein weiterer Tipp ist das Kleine Immergrün. Die langen Triebe der gerade einmal 15 cm hohen Pflanze breiten sich rasch aus und bedecken mit tiefgrünen Blättern schnell den Boden. Im März erblüht das Immergrün mit windmühlen förmigen Blüten in Blau-Rosa. Außer regelmäßigen Wassergaben zeigt sich die Art als anspruchslos.
Unterpflanzung mit Storchschnabel

Eine weiter aus dem Süden in Italien und Rumänien stammende Storchschnabel-Art kann ebenfalls zur Unterpflanzung genutzt werden. Viele Storchenschnäbel wie der heimische Blutrote Storchschnabel mögen es eher sonnig und eignen sich daher weniger für eine Unterpflanzung. Anders sieht es mit dem Balkan-Storchschnabel aus.
Die Art kommt mit halbschattigen und schattigen Lagen deutlich besser zurecht und wächst dort problemlos. Neben dem ansehnlichen Laub besticht die Pflanze durch malerisch schöne Blüten, die ab Mai das Gärtnerherz erfreuen. Etwas weiter am Rand fühlt sich auch der Wald-Storchschnabel pudelwohl. Die Hybride der bis zu 60 cm hohen Pflanze sollten in Gruppen gesetzt werden, um einen schnellen Effekt zu erreichen. In einem durchlässigen, nährstoffreichen Boden fühlt sich dieser Vertreter besonders zu Hause und bereichert Laubbäume optisch ungemein.
Asiatische Bodendecker mit Astilben und Funkien

Wer fernöstliche Blumen schätzt, bekommt mit den Astilben oder Prachtspieren die ideale Unterpflanzung für Bäume. Bekannt sind sie vor allem für ihre hochwachsenden Blütendolden, die in Rosa, Weiß oder Violett erstrahlen und richtig Farbe unter Laubbäume bringen. Kleinwüchsige Züchtungen sind hervorragend als Bodendecker geeignet, denn mit ihrem hellgrünen Laub nehmen sie schnell größere Flächen in Beschlag.
Ein an Nährstoffen reiches Substrat ist für die Prachtspiere ideal und sollte von regelmäßigen Düngergaben unterfüttert werden. Besonders eindrucksvoll wirken Astilben in Pflanzgruppen von 10 oder mehr. Wenn man hingegen vor allem auf Blattschmuck setzt, sollte es einmal mit Funkien versuchen. Die markanten Blätter werden sehr breit und wachsen in halbschattigen und schattigen Lagen unter Laubbäumen sehr gut.
Expertentipp
Kombinieren Sie verschiedene Bodendecker mit ähnlichen Standortansprüchen und unterschiedlichen Blütezeiten. Beispielsweise passen zu Astilben auch Herbst-Anemonen, die etwas später blühen und bis in den Herbst hinein erfreuen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Pflanzen sollten pro Quadratmeter gesetzt werden?
Das hängt immer individuell von der Art ab. Bei Storchschnäbel fährt man beispielsweise mit 5-6 Exemplaren pro m² gut.
Wie können Bodendecker vermehrt werden?
Bei Storchschnäbeln und Funkien funktioniert das Teilen des Wurzelballens im Frühjahr unproblematisch. Immergrün lässt sich über bewurzelte Stecklinge vermehren und beim Waldmeister sorgt die Natur über Aussamen für eine natürliche Vermehrung.
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