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Kräuterpflanzen

Rosmarin im Garten auspflanzen

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Rosmarin im Garten auspflanzen

Aus botanischer Sicht gehört Rosmarin zur umfangreichen Familie der Lippenblütler und gilt als ein typisches Mittelmeergewächs. Im Mittelmeerraum gedeiht er insbesondere in Küstenregionen an Felsenhängen. In Gärtnerkreisen kennt man ihn besonders unter seinem botanischen Namen „Rosmarinus officinalis“, seit 2020 wurde er aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Gattung Salbei jedoch in „Salvia rosmarinus“ umbenannt.

Der optimale Standort

Herkunftsbedingt gedeiht Rosmarin besonders gut an sonnigen, warmen und geschützten Standorten, die ihm ein günstiges Mikroklima bieten. Hitze verträgt er sehr gut, daher kann er in milderen Regionen sowohl im Garten als auch in einem Kübel kultiviert werden. Der Boden sollte mäßig trocken, sehr durchlässig und reich an Kalk sein.

Pflanzung

Pflanzung


Für die meisten Regionen in Deutschland ist der Rosmarin nicht winterhart genug. In milden Weinbauregionen kann er jedoch an einem geschützten Platz auch im Garten ausgepflanzt werden, solange er über einen ausreichenden Winterschutz verfügt. Möchte man ihn in einer Kräuterspirale anbauen, so verträgt er sich besonders gut neben anderen Kräutern wie Lavendel oder Thymian. Schwere Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand oder Kies aufgelockert werden. Bei einer Kultivierung im Freiland ist darauf zu achten, dass er erst im Frühjahr in eine magere und durchlässige Erde gesetzt wird, damit sich sein Wurzelwerk bis zum ersten Winter ausreichend ausbilden kann.

Pflege

Pflege
Rosmarin sollte regelmäßig und nur mäßig mit Wasser versorgt werden. Zwar kommt er gut mit Trockenheit zurecht, Staunässe gilt es jedoch zu jeder Zeit zu vermeiden. Je älter das Kraut wird, desto seltener muss er umgetopft werden. Es ist aber darauf zu achten, dass er Topf von Beginn an ausreichend groß ist. Ende März werden sämtliche Triebe aus der vorherigen Saison bis auf kurze Enden zurückgeschnitten, um ein möglichst kompaktes Wachstum zu fördern. Im Freiland benötigt Rosmarin keine zusätzlichen Düngergaben.

Überwinterung

Überwinterung
Rosmarin ist winterhart bei Temperaturen von bis zu minus acht Grad Celsius. Wichtig ist, dass er über einen geschützten Standort verfügt. Es kommt vor, dass das Kraut während der kalten Wintermonate sämtliche Blätter abwirft, jedoch treibt er im Frühjahr in den meisten Fällen zuverlässig wieder aus. Während des Winters sollte er nur so viel gegossen werden, dass sein Wurzelballen zu keiner Zeit vollständig austrocknet. Weiterhin sollte der Wurzelbereich der Pflanze mit einer dicken Schicht aus Herbstlaub vor Kälte geschützt werden. Die Krone des Rosmarins sollte darüber hinaus in ein warmes Wintervlies gehüllt oder alternativ mit Tannenreisig überdeckt werden. Ausschlaggebend ist, dass das Kraut in einem durchlässigen und trockenen Boden steht. Kommt es im Winter zu Staunässe, so ist der Rosmarin auch in milderen Regionen nicht mehr zu retten.

Krankheiten und Schädlinge

In der Regel ist Rosmarin ein sehr robustes Kraut und zeigt sich wenig anfällig für Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Gelegentlich kann es zu einem Befall von Echtem Mehltau kommen. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn die einzelnen Pflanzen zu dicht beieinander ausgepflanzt worden sind. Ist die Erde zu nass oder ist es zu sich stauender Feuchtigkeit gekommen, so kann es an den Wurzeln zu einer Fäule kommen. Diese wiederum begünstigt auch einen Befall mit diversen weiteren Pilzkrankheiten, da Wurzelfäule die komplette Pflanze schwächt. In seltenen Fällen werden Blatt- oder Wollläuse sowie Spinnmilben an Rosmarinpflanzen beobachtet. Aufgrund des hohen Gehaltes an ätherischen Ölen ist dies jedoch eher die Ausnahme, da die meisten Schädlinge den Rosmarin meiden.

Expertentipp

Aufgrund der im Rosmarin enthaltenen ätherischen Öle sowie seiner Gerb- und Bitterstoffe wirkt das Kraut in Form von Tee sowohl kräftigend als auch anregend. Außerdem wird er gern bei Kopf- oder Nervenschmerzen als Tee oder als Tinktur eingesetzt.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/temmuzcan

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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