Die Efeutute ist als Zimmerpflanze sehr beliebt. Sie ist pflegeleicht, wächst relativ schnell und begeistert mit bunt gemusterten Blättern. Wer seine Efeutute vermehren möchte, hat drei Möglichkeiten, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lassen.
Die verschiedenen Möglichkeiten
Die Efeutute zu vermehren, ist nicht schwer. Drei Methoden stehen zur Auswahl. So lassen sich Stecklinge in Erde oder in Wasser vermehren. Es ist aber auch möglich, einen Trieb direkt in die Erde des Topfes der Mutterpflanze zu stecken. Jede Methode ist erfolgversprechend und das Anwurzeln lässt nicht lange auf sich warten. Die Vermehrung im Wasser hat jedoch den Vorteil, dass sofort zu sehen ist, wenn sich Wurzeln bilden.
Achtung! Die Efeutute und all ihre Pflanzenteile sind giftig. Bei der Arbeit müssen deshalb Handschuhe getragen werden, um Hautkontakt zu vermeiden.
Vermehrung durch Ableger
Hierfür ist ein gesunder Trieb auszuwählen, der Luftwurzeln hat und lang genug ist, um ihn in den Topf der Mutterpflanze einzupflanzen. Der Ableger muss dort im Substrat fixiert werden. Das funktioniert am besten mit einem Stück Draht oder einer aufgebogenen Büroklammer. Auch wenn die Efeutute Trockenheit durchaus toleriert, sollte die Erde um den Ableger nun immer leicht feucht sein. Beginnt dieser neue Blätter zu bilden, ist das ein Zeichen, dass er gut angewachsen ist. Die Jungpflanze darf jetzt von der Mutterpflanze getrennt und in einen eigenen Topf gepflanzt werden.
Vermehrung durch Stecklinge

Diese Methode funktioniert das ganze Jahr über gut. Der beste Zeitpunkt ist jedoch das Frühjahr, denn jetzt wird das Wachstum durch die länger werdenden Tage zusätzlich angeregt. Auch hierfür wird ein gesunder Trieb benötigt. Ist er lang genug, kann er in Teilstücke geschnitten werden. Jedes Teilstück muss drei Blattknoten und ein bis zwei Blätter besitzen. Zusätzlich wird ein eigenes Töpfchen und Substrat, das zur Anzucht von Jungpflanzen geeignet ist, für jedes Teilstück benötigt.
Am besten stehen die Stecklinge an einem hellen und warmen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sie müssen regelmäßig gegossen und ab und an mit Wasser besprüht werden. Ein noch besseres Klima mit ausreichend Luftfeuchtigkeit lässt sich mit einem Mini-Gewächshaus erreichen. Das kann eine Plastiktüte sein, die über den Topf gestülpt wird. Hier ist es wichtig einmal am Tag zu lüften, damit sich kein Schimmel bildet. Sobald sich neue Blätter zeigen, kann man davon auszugehen, dass die Stecklinge ausreichend Wurzeln gebildet haben. Sie können nun in ein größeres Pflanzgefäß umgepflanzt werden.
Die Wasserglasmethode

Auch hier werden kräftige Triebe bzw. Teilstücke mit drei Blattknoten und ein oder zwei Blättern benötigt, die einzeln in Wassergläser gestellt werden. Das Wasser sollte alle zwei bis drei Tage durch frisches ersetzt werden und es sollte möglichst zimmerwarm sein. Sie sollten darauf achten, dass immer ein Blattknoten unter Wasser ist, denn hier bilden sich die Wurzeln. Sobald sie sich verzweigen, wird es Zeit die Ableger in Töpfe mit Erde zu pflanzen. Das sollte unbedingt geschehen, bevor die Wurzeln zu lang werden, da sich das Einpflanzen sonst schwierig gestaltet. Zwei Zentimeter Wurzellänge sind optimal.
Expertentipp
Da die Efeutute keine Seitentriebe ausbildet und sich nicht verzweigt, sollten immer mehrere Jungpflanzen in einen Topf gesetzt werden. Nur so ergibt sich ein dichtes Blattwerk.
Häufig gestellte Fragen
Der Steckling wurzelt nicht an, was ist zu tun?
Vielleicht liegt es an der Temperatur. Es sollten mindestens 20 Grad herrschen. Wird die Wasserglasmethode angewendet, hilft es manchmal zu einem undurchsichtigen Behälter zu wechseln. Das kann zum Beispiel eine Keramikvase sein.
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