Deutzien gehören zu den Hortensiengewächsen. Unter ihnen gibt es Vielzahl, die in Gärten und Parkanlagen als Ziersträucher angepflanzt werden. Sie erreichen eine Höhe von bis zu vier Metern. Ihre üppige Blütenpracht entfalten sie im Frühjahr von April bis Mai. Je nach Sorte haben die Blütenblätter eine weiße oder ins rosa gehende Farbe. Am häufigsten angepflanzt findet man die ursprünglich aus Japan stammende Zwerg-Deutzie, Deutzia crenata und den Maiblumenstrauch, Deutzia magnifica sowie deren Hybriden.
Leider haben Deutzien die Tendenz, schnell zu vergreisen, wenn sie nicht entsprechend gepflegt werden. Deshalb ist ein korrekter Rückschnitt sehr wichtig, wenn man ihre Blütenpracht über die Jahre erhalten möchte. Im Fall von Einzelpflanzen empfiehlt sich ein jährlicher Rückschnitt. Das hat den Vorteil, dass der Strauch häufig zu einer Zweitblüte im Herbst angeregt wird. Handelt es sich um eine Hecke, dann muss dieser Rückschnitt nicht jedes Jahr vorgenommen werden. Denn Deutzien sind relativ langsam wachsende Pflanzen.
Optimaler Schnittzeitpunkt
Der beste Zeitpunkt für einen Schnitt sind die Monate Juni und Juli, wenn der Strauch verblüht ist. Verpasst man diesen, lässt sich ein Auslichtungsschnitt auch in das zeitige Frühjahr verlegen. Dabei geht jedoch ein Teil der Blütenknospen verloren und die Blütenpracht im Mai fällt etwas weniger üppig aus.
Richtiges Schnittverfahren

Der jährliche Zuwachs an den Trieben hängt von der Art der Deutzie ab. Während ein Maiblumenstrauch einen Zuwachs von bis zu 50 Zentimetern aufweist, sind das bei einem Sternenstrauch nur bescheidene 10 Zentimeter.
Ziel eines radikalen Rückschnittes ist es der Deutzie eine schöne Form zu geben und ihre Blütenanzahl für die folgende Saison zu erhöhen. Dazu werden die abgeblühten Triebe auf ungefähr ein Drittel heruntergeschnitten. Hierbei ist die Schere immer direkt oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe anzusetzen. Weiterhin sind alle verwelkten Blüten bis zum nächsten Blattpaar zu entfernen. Da Deutzien völlig ungiftig sind, können die Schnittreste problemlos auf dem Kompost entsorgt werden.
Alle drei Jahre, am besten während der Wintermonate, sollten auch die bodennahen Triebe im Rahmen eines Verjüngungsschnitts bis etwa 15 Zentimeter über dem Boden entfernt werden. Hierfür ist die Verwendung einer Astsäge von Vorteil, da sich die verholzten Ästchen nicht mehr gut mit einer Gartenschere durchtrennen lassen. Ein derartiger Schnitt regt die Bildung neuer Triebe an, die dann im zweiten Jahr reichlich Blüten tragen.
Außerdem sollten Sie bei diesem Winterschnitt alle alten Zweige mit einem kümmerlichen Zuwachs an der Spitze bis auf 20 Zentimeter einkürzen. Aus dem schlafenden Auge, der unter der Rinde ruhenden Blattknospe, entwickelt sich dann im Frühjahr ein neuer Trieb. Außerdem sollten alle seitlich überstehenden Äste entsprechend gekappt werden.
Ein perfekt ausgeführter Erhaltungsschnitt ergibt einen lichtdurchfluteten Strauch, bei dem das Licht bis in die unmittelbare Bodennähe gelangen kann, damit sich auch hier neue Blätter bilden können.
Expertentipp
Deutzien lassen sich relativ leicht über Stecklinge vermehren. Dazu müssen Sie lediglich einen noch nicht ganz verholzten Trieb von ca. 20 bis 30 Zentimeter Länge aus der Mitte des Strauches herausschneiden. Anschließend entfernen Sie die unteren Blätter und setzen den Steckling in einen Blumentopf, der keimfreie Anzuchterde enthält.
Dieser sollte an einem hellen Ort stehen, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein. Die Erde halten Sie mäßig feucht, damit sich schnell Wurzeln bilden können. Zu viel Feuchtigkeit lässt Stecklinge jedoch faulen und eingehen. Die Stecklinge müssen nun nur an einem nicht zu kalten Ort über den Winter gebracht werden. Im folgenden Frühjahr können sie dann in den Garten oder in einen Kübel gepflanzt werden.
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