Gartenkresse (Lepidium sativum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kressen (Lepidium) und zählt zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Kresse ist essbar und gilt aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure als besonders gesund. Der leicht scharfe Geschmack macht sie zu einem vorzüglichen Gewürz, das man auf Brot und in Salaten genießen kann.
Die krautigen Pflanzen zeichnen sich durch ein besonders rasches Wachstum aus und gelten als pflegeleicht. Dennoch sollte man für eine optimale Ausbeute wissen, wie man Gartenkresse aussät, pflegt und erntet.
Standort
Als genügsames Gewächs, das bereits im frühen Entwicklungsstadium geerntet werden kann, gedeiht Gartenkresse fast überall. Ideal sind vollsonnige bis halbschattige Standorte, an denen die Sonneneinstrahlung nicht stark genug ist, um den Boden auszutrocknen. Im Schatten gedeiht Kresse schlechter, verfärbt sich gelb und entwickelt weniger Geschmack.
Boden
Grundsätzlich sind feuchte Böden für den Anbau geeignet. Den besten Wuchs und eine besonders starke Samenbildung findet man in lockeren, nährstoffreichen Untergründen. Für den Anbau in Innenräumen reicht Watte oder ein Stück Küchenrolle als Substrat aus.
Pflanzzeit

Eine spezielle Pflanzzeit gibt es für Gartenkresse nicht. In Innenräumen kann man sie ganzjährig aussäen. Beim Anbau im Garten sind Zeiträume zu meiden, wenn der Boden gefroren ist. Während milder Winter ist ein ganzjähriger Anbau auch im Freien möglich.
Aussaat

Vor der Aussaat lockert man das Substrat auf und arbeitet eventuell etwas Kompost ein, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern. In Innenräumen füllt man flache Gefäße mit Erde oder legt mit Watte oder Küchenrolle aus. Im Anschluss bringt man die Samen so aus, dass sie dicht nebeneinander jedoch nicht übereinander liegen.
Gartenkresse gehört zu den Lichtkeimern und sollte nicht abgedeckt werden. Möchte man das Saatgut im Freien vor Fressfeinden schützen, kann man eine sehr dünne Erdschicht aufbringen. Anschließend gießt man die Samen an, sodass das Substrat vollständig durchfeuchtet ist.
Weitere Pflege
Im weiteren Verlauf hält man das Substrat stets feucht, bis sich Keimlinge entwickeln. Die offizielle Keimdauer beträgt 4 Tage. Man sieht jedoch schon deutlich früher erste grüne Schimmer und kann den Pflanzen beim Wachsen buchstäblich zusehen. Düngergaben oder Pflegemaßnahmen sind nicht erforderlich. Man sollte das Substrat jedoch von Zeit zu Zeit überprüfen, da der Boden nicht vollständig austrocknen sollte. Bei sehr heißem und trockenem Wetter muss häufiger gegossen werden.
Erntezeitpunkt
Die Ernte ist frühestens nach 4 Tagen möglich. Besser sind etwa 8 Tage, da die Pflanzen zu dieser Zeit größer sind. Man sollte jedoch nicht warten, bis sich Blüten bilden. Blühende Kresse ist ebenfalls essbar, weist jedoch ein geringeres Aroma auf. Möchte man Saatgut für eine erneute Aussaat entnehmen, sollte man einige Pflänzchen stehen lassen und ihnen erlauben, sich vollständig zu entwickeln.
Erntevorgang
Als Erntewerkzeug kann eine gewöhnliche Küchenschere mit einer sauberen Klinge dienen. Man schneidet die Triebe knapp über der Erdoberfläche ab und sollte sie vorzugsweise sofort verarbeiten. Geschnittene Gartenkresse ist nicht lange haltbar und verliert enthaltene Vitamine rasch. Hat man etwas zu weit oben geschnitten, kann man die Stummel der Triebe ebenfalls ernten und verwenden. Sie sehen weniger attraktiv als die Blätter aus, schmecken dennoch genauso gut.
Lagerung
Die Aufbewahrung von Kresse ist durch Trocknen oder Einfrieren möglich, jedoch nicht sinnvoll. Das Grün schmeckt nach dem Auftauen oder Trocknen nicht mehr. Hat man zu viel geerntet, kann man den Rest in ein sauberes, trockenes Geschirr- oder Bienenwachstuch einschlagen und einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren.
Expertentipp
Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsbedarfs ist Gartenkresse sehr anfällig für die Bildung von Schimmel. Achten Sie auf gute Luftzirkulation und gießen Sie vorsichtig. In Innenräumen kann man Schimmel durch die Verwendung von sterilem Substrat vorbeugen.
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