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Unkraut, Moos & Schimmel

Ackerschachtelhalm bekämpfen

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Ackerschachtelhalm bekämpfen

Wenn sich Unkraut hartnäckig im Garten verbreitet, ist das für viele Hobbygärtner ein Graus. Das gilt auch für den Ackerschachtelhalm. Seine Wurzeln wachsen sehr tief in die Erde hinein, wodurch es sehr schwierig wird, ihn zu beseitigen, vor allem dauerhaft. Er gedeiht speziell in lehmigen, feuchten und verdichteten Böden sehr gut, deren pH-Wert bei niedrigen fünf bis sechs liegt. Sogar Unkrautvernichtungsmittel schaffen es nicht, den Ackerschachtelhalm auf Dauer zu eliminieren und sollten sowieso nicht verwendet werden, um die anderen Pflanzen und Tiere nicht zu gefährden. Es gibt allerdings vorbeugende Methoden, durch die sich Ackerschachtelhalm gar nicht erst ausbreiten kann. Welche das sind, erklären wir.

Was genau ist Ackerschachtelhalm?

Bei Ackerschachtelhalm handelt es sich eigentlich um eine Heilpflanze, für die auch der Name Zinnkraut verwendet wird. Für jeden Gärtner ist er jedoch ein lästiges Unkraut, was durchaus seine Berechtigung hat. Es gibt ihn schon solange die Menschheit Pflanzen kennt.

Hat er sich einmal im Garten angesiedelt, kann es sehr schwierig sein, ihn zu bekämpfen. Aus den sehr tief liegenden Wurzeln wachsen permanent neue Halme heraus, die sich dann über dem Boden emporrecken.

Wie lässt ich Ackerschachtelhalm vernichten?

Wie lässt ich Ackerschachtelhalm vernichten
Da Ackerschachtelhalm sich im nassen und verdichteten Böden wohlfühlt, sollte die Erde sorgfältig aufgelockert werden. Außerdem muss die Feuchtigkeit gut abfließen können. Dabei hilft eine Drainage. Außerdem ist es notwendig, den Boden zu kalken. Auch das Düngen mit Lupinen kann dazu beitragen, den Ackerschachtelhalm zu bekämpfen.

Ackerschachtelhalm wirksam in die Flucht schlagen

Ackerschachtelhalm wirksam in die Flucht schlagen
Um die lästige Pflanze nachhaltig zu bekämpfen, muss die Verbesserung des Bodens im Zentrum des Geschehens stehen. Aus diesem Grund ist der Ackerschachtelhalm ein guter Indikator für Staunässe im Boden. Im landwirtschaftlichen Bereich wird der Boden, in dem er wächst, mit einem Traktor inklusive eines Tiefenmeißels aufgelockert. So werden alle verdichteten Bereiche aufgerissen. Empfehlenswert ist das auch bei Neubaugrundstücken, da dort der Boden meist verdichtet ist.

Wächst der Ackerschachtelhalm jedoch in bereits bestehenden Gärten, muss der Boden bis in die Tiefe aufgegraben werden, wo er sehr dicht ist. Dann lassen sich auch die Verdichtungen entfernen. Alle Wurzelstöcke müssen besonders gründlich beseitigt werden, denn sonst wächst der Ackerschachtelhalm gnadenlos wieder nach.

Es ist aber auch möglich, eine Düngung mit Lupinen vorzunehmen, die den Boden auflockern. Sie verdrängen dann den Ackerschachtelhalm auf eine Distanz, die es erlaubt, die restlichen Pflanzen regelmäßig einfacher zu entfernen. Die Pfahlwurzeln der Lupinen wachsen tief in den Boden hinein und sorgen so für mehr Durchlässigkeit. Sobald dann die Verdichtungen entfernt sind, schwächt das die Pflanzen immer mehr, die daraufhin schon bald verschwunden sind. Ist der Boden zu sauer, muss ein kalkhaltiges Mittel eingesetzt werden, damit das Unkraut vernichtet werden kann.

Was leider keine Auswirkungen auf den Ackerschachtelhalm hat, ist das Abdecken des Bodens mit Gartenfolie oder Vlies, mit denen sich andere wurzelnde Unkräuter bekämpfen lassen. Es ist zwar möglich, Ackerschachtelhalm mit biologischen Mitteln zu eliminieren, doch das ändert nichts an der Ursache für seine Verbreitung. Das bedeutet, dass es nicht lange dauert, bis wieder die ersten Pflanzen zu sehen sind, wenn der Boden weiterhin nass bleibt. Der Wurzelstock ist nämlich gut in der Lage, sich zu erholen.

Vorteile des Ackerschachtelhalmes

Vorteile des Ackerschachtelhalmes
Ackerschachtelhalm hat nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile. In ihm ist ein hohes Maß an Kieselsäure enthalten. Daher eignet er sich für heilsame Tees und Brühen gegen Pilzbefall. Dazu werden 1,5 Kilogramm der Pflanze zusammen mit circa zehn Liter Wasser einen Tag lang eingeweicht. Danach wird der Sud bei schwacher Hitze für 30 Minuten gekocht.

Nachdem alles abgekühlt ist, wird die Mischung gesiebt und nochmals 1 zu 5 mit etwas Wasser gestreckt. Pflanzen, die häufig von Pilzen befallen werden wie Rosen, können damit im frühen Sommer einmal pro Woche besprüht werden. Das stärkt ihre Widerstandskraft gegen Rosenrost, Sternrußtau oder den Echten Mehltau.

Was wirklich hilft, um den Ackerschachtelhalm zu entfernen

Ob Ausgraben oder Ausreißen, es handelt sich dabei nicht um dauerhafte Lösungen, Ackerschachtelhalm zu entfernen. Da die Wurzeln zwei Meter in den Boden hineinwachsen, bringt das nur kurzfristige Erfolge. Es wäre notwendig, vier Kubikmeter des Bodens umzugraben und wirklich alle Teile des Ackerschachtelhalmes zu beseitigen, damit tatsächlich nichts mehr nachwächst. Das ist allerdings sehr viel Arbeit, weshalb das niemand tun würde.

Dem Unkraut muss also die Basis entzogen werden. Wie bereits erwähnt, wächst das Unkraut nur in nährstoffarmen, sauren und feuchten Böden. Daher ist es unumgänglich, den Boden aufzulockern, um etwas gegen gestaute Nässe zu unternehmen. Das Auflockern ist zum Beispiel möglich, wenn der Boden in wiederkehrenden Abständen umgegraben und mit Sand gemischt wird. Des Weiteren können auch Kompost oder Torf den Boden beigemischt werden, damit er eine Drainage erhält.

Wie sich das Zinnkraut gut erkennen lässt

Ackerschachtelhalm ähnelt einigen giftigen Schachtelhalmarten wie dem Sumpfschachtelhalm. Daher ist es für das Erkennen notwendig, einige Eigenschaften zu beachten. Die Sporentriebe, die sich im Frühling zeigen, sind braun. Außerdem bilden die Triebe sich von Mai bis Juni und sind grün, während die Farbe der Sprossen braun ist. Die Blätter des Ackerschachtelhalmes sind wie eine Nadel geformt. Zu finden ist das Unkraut auf Wiesen und Äckern. Der Sumpfschachtelhalm dagegen wächst vorwiegend in Gewässern und auf sumpfigen Böden.

Expertentipp

Die im Ackerschachtelhalm enthaltene Kieselsäure hat einen positiven Effekt auf die Haut. Außerdem heißt es, sie fördert auch eine bessere Wundheilung. Zudem soll auch das Immunsystem gestärkt werden. Darüber hinaus sind im Ackerschachtelhalm viele Mineralien vorhanden. Kalium ist zum Beispiel für das Anregen der menschlichen Nieren bekannt und hat eine harntreibende Wirkung.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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