Der intensiv duftende Flieder gehört zu den sommergrünen Sträuchern. Welche Größe die Pflanze erreicht, hängt von der Art des Gewächses ab. Es gibt Fliederarten, die es höchstens auf ein bis eineinhalb Meter bringen, während andere Arten – wie zum Beispiel der „Gemeine Flieder“ eine Wuchshöhe von beachtlichen sieben Metern erreichen können.
Wissenswertes über den Flieder
Die Heimat des Flieders – und damit auch sein natürliches Verbreitungsgebiet – reicht von Südosteuropa bis Ostasien. Flieder gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Zur Gattung zählen rund 30 unterschiedliche Arten und sehr viele verschiedene Sorten. Während der Flieder hierzulande schon fast in Vergessenheit geraten war, erlebt er seit einiger Zeit sein verdientes „Comeback“ und ist inzwischen in viele Gärten zurückgekehrt. Die Blüten des Flieders öffnen sich – je nach Gebiet und Standort – in der Zeit von Ende April bis Mitte Mai. Die violetten, weißen oder gelblichen Fliederblüten beginnen sogleich, ihren unwiderstehlichen Duft zu verströmen.
So können Sie Ihren alten Flieder verjüngen

Ist es an der Zeit, den alte Flieder auszulichten? Wenn ein Verjüngungsschnitt ansteht, gilt es einiges zu beachten. Zunächst die gute Nachricht: Ihr Flieder wird Ihnen einen kräftigen Rückschnitt nicht übel nehmen. Die weniger gute Nachricht: Der Verjüngungsschnitt braucht Zeit und erfordert Ihre Geduld. Sie sollten für die Verjüngung Ihres Flieders einen Zeitraum von zwei Jahren einplanen. Würden Sie das Gewächs auf einmal zurückschneiden, würde der Flieder zwar nicht eingehen, aber seine Blüte würde für einige Jahre gänzlich ausfallen. Lassen Sie sich also Zeit, denn der Blütenduft ist doch irgendwie das beste am Flieder, finden Sie nicht auch?
Verjüngungsschnitt im erstes Jahr
Beginnen Sie mit dem ersten Verjüngungsschnitt im zeitigen Frühjahr. Schneiden Sie etwa ein Drittel bis die Hälfte der Hauptäste auf verschiedene Höhen herunter. Die Höhen dürfen von knapp über dem Boden bis etwa kniehoch reichen. Keine Sorge, die Äste werden schnell wieder austreiben.
Verjüngungsschnitt im zweiten Jahr
Im darauffolgenden Frühjahr widmen Sie sich erneut den Hauptästen. Diesmal werden diese jedoch nicht radikal heruntergeschnitten, sondern zunächst in der Anzahl reduziert. Wählen Sie dazu zwei bis drei kräftige Exemplare aus – alle weiteren Hauptäste sollten entfernt werden. Kürzen Sie die ausgewählten Äste etwas ein, so werden sie kräftiger und können sich optimal verzweigen.
Weitere Pflegeschnitte durchführen
Ist die Verjüngung Ihres Flieders erfolgreich verlaufen, so sollten Sie ihn in Zukunft alljährlich mit einem Erhaltungsschnitt verwöhnen. Der Erhaltungsschnitt sollte – nach der Blütezeit – gegen Ende Mai erfolgen. Sie können dabei die alten Blütenstände und alte, abgestorbene Äste entfernen. Um zu vermeiden, dass Ihr Flieder verkahl, sollten Sie jeden dritten Blütentrieb etwas stärker zurückschneiden. Unmittelbar nach der Blüte kann zudem ein Auslichtungsschnitt erfolgen.
Expertentipp
Möchten Sie Flieder vermehren? Versuchen Sie es mit Stecklingen: Schneiden Sie dazu – mithilfe einer scharfen Schere – in den Monaten Mai und Juni nicht blühende Kopfstecklinge von der Pflanze ab. Jeder Steckling sollte etwa 20 Zentimeter lang sein. Achten Sie darauf, dass die Stecklinge nicht verholzt sind. Entfernen Sie das Laub auf der unteren Hälfte des Stecklings und lösen Sie (falls vorhanden) sämtliche Knospen ab.
Bevor Sie Ihren Steckling in einen Topf mit Erde einsetzen, sollten Sie – mithilfe eines scharfen Messers – an der Seite des Stecklings ein zwei Zentimeter langes, schmales Rindenstück abschneiden, um die Bewurzelung voranzutreiben. Bedecken Sie den Steckling im Pflanzgefäß mit einer durchsichtigen Plastiktüte und stellen Sie den Topf an einen warmen Ort.
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