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Stauden & Ziergräser

Anemonen pflanzen – Anleitung und Profi-Tipps

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Anemonen pflanzen - Anleitung und Profi-Tipps

Anemonen werden auch als Windröschen bezeichnet und blühen je nach Art im zeitigen Frühjahr, im Sommer oder im Herbst. Die umfangreiche Gattung umfasst circa einhundertzwanzig unterschiedliche Arten, welche von niedrig wachsenden Waldblumen bis hin zu hohen Stauden reichen. Beinahe alle Pflanzen der Gattung gelten in unseren Breiten als winterhart. Die meisten Anemonenarten stammen ursprünglich aus China, Japan und Nordamerika, wo sie an schattigen Felshängen gedeihen. Sorten wie zum Beispiel das Narzissenblütige Windröschen haben ihren Ursprung in Südeuropa.

Der optimale Standort

Anemonen wachsen im Garten am besten in einem Boden, welcher reich an Nährstoffen und Humus ist. Außerdem sollte sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort erhalten. Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden, da die Anemone diese nicht verträgt. Die Pflanzen werden bevorzugt in Blumenbeeten in Kombination mit anderen bunten Frühlingsblühern kultiviert. Geeignete Nachbarn sind zum Beispiel Ziergräser wie das Federborsten- oder das Perlgras.

Pflanzung

Pflanzung

Der optimale Zeitpunkt, um Anemonen zu pflanzen, liegt im Frühjahr. Dann haben sie bis zum Beginn der kalten Wintermonate ausreichend Zeit, um anzuwachsen und bilden bereits im ersten Herbst ihre Blütenpracht aus. Es gilt zu beachten, dass die Anemone den ersten Winter umso besser übersteht, je früher man diese in die Erde bringt. Bei einer zu späten Pflanzung ist ein ausreichender Winterschutz notwendig. Anemonen, welche ihre Blütezeit im Frühjahr haben, sollten im Herbst ausgepflanzt werden. Es ist ratsam, die Rhizome unmittelbar nach dem Kauf in die Erde zu setzen, da diese schnell austrocknen. Sollten sie dennoch für kurze Zeit gelagert werden, so sollten sie über Nacht ins Wasser gelegt werden.

Schnitt

Schnitt
Die Blütezeit der Anemone kann einfach verlängert werden, indem man regelmäßig verblühte Pflanzenteile entfernt. Bei allen Herbstanemonen sollten die Schnittmaßnahmen jedoch erst im Frühjahr durchgeführt werden.

Vermehrung

Vermehrung
Die Vermehrung bei der Anemone findet bei den meisten Arten durch Teilung statt. Teilt man die Herbst-Anemone, so sorgt man dafür für eine Verjüngung der langlebigen Pflanze. Da sie dazu neigt, sich sehr stark auszubreiten, sollte sie unbedingt regelmäßig verkleinert werden. Der beste Zeitpunkt für eine Teilung liegt im Frühjahr. Auf diese Weise haben die Jungpflanzen bis zum Beginn des Sommers genug Zeit, um ein neues Wurzelwerk auszubilden. Eine Blüte findet bereits im gleichen Jahr wieder statt. Geraten die Pflanzenteppiche der im Frühling blühenden Anemonen zu groß, so kann man nach der Blütezeit einige Stücke abschneiden und an einer anderen geeigneten Stelle wieder einsetzen. Dort wachsen sie ohne Probleme weiter. Alternativ zur Teilung kann man eine Vermehrung durch Aussaat vornehmen. Diese ist jedoch ausschließlich für die Wildarten eine Option, da sich der Nachwuchs im Erscheinungsbild von der Mutterpflanze unterscheidet.

Überwinterung

Anemonen gelten allgemein als gut winterhart. In besonders kalten Regionen ist es empfehlenswert, die Herbstanemonen während der ersten zwei Winter unmittelbar nach der Pflanzung mit einem Winterschutz zu versehen. Dieser kann aus etwas Laub bestehen. Bei Kahlfrösten hilft eine Schicht aus Tannenreisig.

Pflegehinweise

Anemonen gelten als sehr robuste Pflanzen. Nehmen die Blätter eine gelbe Farbe an, so ist dies ein Zeichen dafür, dass der Boden zu alkalisch ist. In diesem Fall ist es ratsam, die bepflanzte Fläche ausgiebig zu mulchen. Dafür eignen sich zum Beispiel ein wenig Nadelstreu sowie Laub- oder Rindenkompost.

Krankheiten und Schädlinge

Bei Anemonen kann es zeitweise zu einem Befall durch Blattläuse oder Mehltau kommen. Eine größere Gefahr geht von Schneckenfraß aus, daher sollte man zum Beispiel mit einem Schneckenzaun arbeiten. Zeit sich zwischen den Blattadern der Herbst-Anemonen abgestorbenes Pflanzengewebe, so ist dies ein Zeichen für einen Nematodenbefall.

Expertentipp

Erhält die Anemone einen optimalen Standort, so kann sie sich aufgrund ihrer Ausläufer sehr stark ausbreiten. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Pflanzen als direkte Nachbarn zu wählen, welche die Anemone im Zaum halten können.

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© pixabay.com/Couleur

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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