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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Artischocken ernten – der beste Zeitpunkt

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Artischocken ernten - der beste Zeitpunkt

Es gibt circa 140 verschiedene Arten von Artischocken, wussten Sie das? Jedoch werden nur knapp ein Drittel dieser angebaut, um sie anschließend als Lebensmittel zu verkaufen. Essbar ist nur das Artischockenherz. Es ist in Wahrheit die Knospe der Blüte der Artischocke.

Auf die richtige Pflege kommt es an

Auf die richtige Pflege kommt es an


Artischocken können sowohl im Frühjahr als auch im Herbst angepflanzt werden. Nach den Eisheiligen Mitte Mai steigt die Sicherheit, dass die Pflanze nicht eingeht. Bis sie vollständig ausgereift ist, können aber gut und gerne zwei Jahre vergehen. Wenn Sie Ihre Artischocke aus Samen ziehen, werden sich im ersten Sommer kaum Knospen bilden. Entscheiden Sie sich stattdessen für eine ausgewachsene, vorgezogene Pflanze können Sie sich bereits im Hochsommer über Ihre erste Ernte freuen.

Neben viel Platz, ausgewachsene Pflanzen können sogar vier bis fünf Meter breit werden, braucht die Pflanze sehr viel Sonne und einen fruchtbaren und gut durchlässigen Boden. Leicht sandig ist hierbei ideal. Dies rührt daher, dass die Artischocke normalerweise im Mittelmeerraum heimisch ist. Ein windgeschützter und sehr sonniger Standort ist ideal. Etwa alle zwei Wochen kann man die Pflanze mit etwas Pflanzendünger gießen.

Tipps zur Ernte

Tipps zur Ernte
Mit etwas Glück und guter Pflege kann die Pflanze bis zu zwölf Blüten hervorbringen. Häufig sind es allerdings weniger. Vor allem im ersten Jahr kann man möglicherweise nur mit einer oder zwei Blütenköpfen rechnen. Im dritten und vierten Jahr ist die Pflanze am ergiebigsten.

Erntereif ist die Artischocke, mit wenigen Ausnahmen, im Spätsommer. Die Ernte fällt also auf die Monate August und September. Dies hängt allerdings von der Größe der Knospen ab. Sie kann von 5 bis zu 15 Zentimetern variieren. Kleinere Knospen können manchmal schon im Mai oder Juni geschnitten werden. Die Knospen sollten besonders zu der Zeit beobachtet werden. Sobald sich die grünen Deckblätter etwas abspreizen oder die Spitzen sich beginnen braun zu färben, muss die Artischocke sofort geerntet werden.

Falls Sie nur den Blütenboden verzehren möchten, können Sie mit der Ernte auch noch etwas warten. Wenn Sie die Artischocke nicht direkt verzehren wollen, schneiden Sie den Blütenstängel etwas länger ab. Er versorgt die Artischocke mit Feuchtigkeit. Somit bleibt Sie gekühlt bis zu einer Woche haltbar. Nach circa fünf Jahren wird die Ernte deutlich nachlassen. Um ein Ausbleiben dieser zu vermeiden können Sie die Pflanze entweder teilen oder neu aussäen.

Nach der Ernte

Nach der Ernte
Sie können die Artischocke im Gemüsefach aufbewahren. Am besten wickeln Sie sie in ein feuchtes Tuch, sodass die Feuchtigkeit erhalten bleiben kann. Mit dem langen Stiel eignen sie sich bis zum Verzehr aber auch hervorragend aufbewahrt in einer Vase als Tischdeko. Dabei sollten Sie einzig darauf achten, dass der Standort möglichst dunkel und kühl gewählt wird. Mit direktem Sonnenlicht wird die Artischocke schneller ungenießbar.

Vor der eigentlichen Zubereitung spülen Sie die Artischocke gründlich ab. Der Stiel muss abgebrochen, nicht abgeschnitten, werden. Nur so können die ungenießbaren Fasern gelöst werden. Die äußeren Blätter und das ungenießbare Heu können entfernt werden. Dieser Schritt kann vor oder nach dem Kochen geschehen. Die Artischocke wird in kochendes, gesalzenes Wasser gegeben und darin 45 Minuten lang gekocht. Das Wasser kann unter anderem mit dem Saft einer Zitrone oder etwas Weißwein aufgepeppt werden.

Expertentipp

Wenn Sie mit der Ernte zu lange warten, sollten Sie die Artischocke nicht mehr verzehren, da sie zäh wird und sich geschmacklich verändert. Erfreuen Sie sich stattdessen an der schönen, blauen Blüte und sammeln Sie die Samen für die Vermehrung. Die Samen befinden sich im Inneren. Vergleichbar mit dem Löwenzahn sitzen die Samen an kleinen Flugschirmchen.

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Bildquellen:

© pixabay.com/Realme

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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