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Exotische Pflanzen

Baumwolle anbauen

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Baumwolle anbauen

Die Baumwolle wird hierzulande eher selten angebaut, denn die Pflanze, die ursprünglich in tropischen Regionen beheimatet ist, mag es warm und sonnig. Die in Gartenmärkten angebotenen Baumwollpflanzen werden wegen ihrer ansprechenden gelben Blüten und der sehr interessanten Fruchtstände meist als Zierpflanze genutzt. Sie können im Zimmer oder im Wintergarten und den Sommer über auf dem Balkon oder der Terrasse stehen.

Anzucht aus Samen

Anzucht aus Samen


Bereits im Januar oder Februar kann in einem kleinen Mini-Gewächshaus, im Gewächshausbeet oder in kleinen Töpfen mit Anzuchterde ausgesät werden, um den Pflanzen einen Wachstumsvorsprung zu verschaffen. Die Samen, die sollten möglichst frisch sein, sind mit einer dünnen Erdschicht von einem Zentimeter zu bedecken. Sie benötigen eine gleichmäßige Feuchtigkeit und Temperaturen von mindestens 21 Grad. Nach etwa einer Woche beginnt die Saat zu keimen. Ist es kühler, dauert es länger.

Sobald aus den Keimlingen kleine Pflänzchen herangewachsen sind, können diese vereinzelt und in passende Töpfe umgepflanzt werden. Die Setzlinge benötigen einen leicht sandigen und humusreichen Boden.

Hinweise zur Standortauswahl

Hinweise zur Standortauswahl
Die Kulturdauer beträgt 175 bis 220 Tage. Der Anbau ist im Freiland deshalb schwierig, kann aber in sehr warmen Sommern oder beispielsweise in milden Weinbauregionen durchaus gelingen.

Frühestens ab Mitte Mai, also nach den Eisheiligen, können die selbst gezogenen oder gekauften Pflanzen in ein sonniges bis halbschattiges Beet gesetzt werden.

Eine windgeschützte und warme Lage ist perfekt. Der Boden sollte locker, humusreich und leicht sandig sein.

Die Baumwolle als Zimmerpflanze

Die Baumwolle als Zimmerpflanze
Zimmerpflanzen benötigen ebenfalls einen warmen und sonnigen Ort. Zugluft ist zu vermeiden. Bei Temperaturen von dauerhaft 15 Grad dürfen die Pflanzen dann auf den Balkon oder die Terrasse. Der Standort sollte windgeschützt sein. Auch heftigen Regel dürfen die Pflanzen nicht abbekommen. Sommerliche Temperaturen sind ideal, solange die Nachttemperaturen nicht zu weit abfallen.

Wichtige Pflegetipps

Die Pflanzen benötigen in der Wachstumsperiode und den Sommer über regelmäßig alle zwei bis vier Wochen einen Volldünger. Auch viel Feuchtigkeit ist nötig. Staunässe ist dabei aber zu vermeiden.

Wächst die Baumwolle optimal, blüht sie von Mai bis September mit zartgelben Blüten. Verwelkte Blüten dürfen nicht ausgeputzt werden. Es bilden sich daraus kugelige, grüne Kapselfrüchte mit drei bis fünf Klappen heraus, die nach ungefähr acht Wochen aufspringen, sodass die weißen Baumwollfasern in flauschigen Wolken zu sehen hin.

Verwendung der Baumwolle

Die Zweige mit den weißen Bällchen eignen sich als Vasenschmuck. Besonders lange halten sie sich, wenn sich die Baumwollkapseln gerade erst geöffnet haben. Alternativ lassen sich die Bauwollzweige trocken. Sie werden dazu kopfüber an einem trockenen Ort aufgehängt. Sobald sie vollständig durchgetrocknet sind, können sie Material für Trockensträuße und Gestecke sein.

Baumwollpflanzen überwintern

Je nach Sorte kann die Baumwolle ein- oder mehrjährig sein. Mehrjährige Pflanzen sollten, sobald die Temperaturen unter 15 Grad fallen, vom Balkon ins Winterquartier umziehen. 15 bis 18 Grad sind ideal. Die Baumwollpflanze verliert ihre Blätter, das verringert ihren Bedarf an Wasser. Von Oktober bis März wird nicht gedüngt.

Nach der Winterruhe sind die Triebe etwa um die Hälfte zurückzuschneiden. Sollte der Pflanztopf bereit vom Wurzelballen vollständig durchwurzelt sein, ist ein Umtopfen in einen größeren Topf empfehlenswert. Meist ist das alle zwei bis drei Jahre der Fall.

Expertentipp

Baumwollpflanzen sind in der Regel selbstbefruchtend. Eine einzige Zimmerpflanze reicht also aus, um das Wachstum, die Blüte und die Ausbildung der Fruchtstände beobachten zu können.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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