Begonien bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Schiefblattgewächse und sind ursprünglich in den tropischen und subtropischen Regionen entlang des Äquators beheimatet. Hierzulande erfreuen sich die schönen Blühpflanzen größter Beliebtheit und schmücken sowohl Gartenbeete als auch Blumenkästen mit all ihrer Farbenpracht. Begonien wachsen als Sträucher oder Stauden und besitzen neben einem dekorativen Blattwerk je nach Art und Sorte große oder kleine gefüllte Blüten in fast allen Farben.
Der richtige Standort für Begonien
Bei der unglaublichen Artenvielfalt von Begonien sind die Ansprüche an den geeigneten Standort recht unterschiedlich. Eines haben die Stauden aber gemein, sie vertragen keine direkte Sonnenbestrahlung. Sowohl der Boden als auch das Substrat können leicht sauer sein, aber dennoch nährstoffreich. In humoser Gartenerde mit Kompost gemischt fühlen sich die Tropenpflanzen wohl.
Begonien bevorzugen luftige, helle und windgeschützte Standorte im Freiland, doch allzu sonnig sollte der Platz nicht sein. Begonien gedeihen ursprünglich in den tropischen Wäldern und aufgrund dessen können Sie die Pflanzen gerne unter Bäume und Sträucher setzen. Die Eisbegonie hingegen, die auch zur Grabbepflanzung genutzt wird, gedeiht an sonnigen Plätzen auf Balkonen und Terrassen, ohne Schäden davon zu tragen. Tatsächlich wächst diese Sorte in der Sonne wesentlich besser als im Halbschatten oder Schatten.
Das Einpflanzen von Begonien

Im Februar oder März setzen Sie Begonienzwiebel in ein Pflanzgefäß und bedecken diese einer dünnen Schicht aus Substrat. Die leicht eingedellte Seite der Knolle muss nach oben zeigen, denn aus dieser bilden sich die neuen Triebe. Stellen Sie den Topf auf eine helle Fensterbank und gießen die Pflanze nur mäßig. Nach den Eisheiligen im Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, können die Stauden ins Freiland gepflanzt werden. Wenn Sie die Pflanzen in Balkonkästen oder Kübel setzen möchten, ist eine Drainage empfehlenswert, damit überschüssiges Gießwasser gut ablaufen kann.
Der Pflanzabstand im Balkonkasten sollte etwa zwanzig Zentimeter betragen. Haben Sie bereits blühende Begonien beim Gärtner gekauft, gilt ebenfalls: Erst ins Gartenbeet setzen, wenn den Zierpflanzen keine Frostgefahr mehr droht. Beetpflanzen können Sie vorsichtshalber mit Tannenreisig oder einer luftdurchlässigen Folie abdecken, falls die Temperaturen in den Mainächten doch noch unter den Gefrierpunkt sinken.
Begonien nach dem Pflanzen pflegen

Nach dem Pflanzen der Begonien können Sie die Pflanzen regelmäßig gießen, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Um die Blühfreudigkeit und das Wachstum anzuregen, verabreichen Sie der Zierstaude einmal wöchentlich Flüssigdünger. Begonien sind im Grunde genommen pflegeleichte Pflanzen, mit denen Sie nicht viel Aufwand haben. Ein Rückschnitt ist bei den Zierstauden nicht notwendig, denn abgestorbene Blüten fallen von alleine ab. Ab dem Spätsommer können Sie das Düngen einstellen, damit sich die Pflanze auf die Winterruhe vorbereiten kann.
Expertentipp
Graben Sie Begonien im Freiland aus und entfernen sowohl überschüssige Erde und Wurzeln als auch Stiele und vertrocknete Blätter. Danach lagern Sie die Knollen am besten in einer Kiste mit Torf oder Sand und stellen diese an einen kühlen, dunklen, gut belüfteten Ort mit Temperaturen um zehn Grad Celsius. Kübelpflanzen bleiben den Winter über im Pflanzgefäß und werden auf etwa zwei Zentimeter zurückgeschnitten und den Winter über nur wenig gegossen.
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