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Pflanzenvermehrung

Begonien vermehren

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Begonien vermehren

Begonien zieren jedes Jahr eine Vielzahl an Balkonkästen. Die wunderschönen Blumen sind in unterschiedlichen Farben erhältlich und begeistern zusätzlich durch ihre unkomplizierte Pflege. Dazu kommt, dass sie ganz einfach vermehrt werden können.

Vermehrung durch Stecklinge

Vermehrung durch Stecklinge


Bei der Vermehrung durch Stecklinge sucht man sich Triebe aus, die wenigstens vier Zentimeter lang sind und schneidet diese mithilfe eines scharfen Messers ab. Anschließend werden fast alle Blätter abgeschnitten; lediglich die oberen zwei, drei sollten an dem Trieb verbleiben. Danach können die Triebe in einen Pflanztopf mit Anzuchterde gesetzt und gut angegossen werden. Die Erde sollte weiterhin feucht bleiben. Damit eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, empfiehlt es sich, die Stecklinge mithilfe einer durchsichtigen Folie oder Abdeckhaube abzudecken. Regelmäßiges Lüften ist notwendig. Begonien-Stecklinge bevorzugen einen hellen, aber nicht sonnigen Standort.

Vermehrung im Wasserglas

Vermehrung im Wasserglas
Wenn Begonien mithilfe von Wasser vermehrt werden, geht man zunächst wie bei der Vermehrung durch Stecklinge vor. Es wird ein Trieb abgeschnitten und bis auf die oberen zwei, drei Blätter alle entfernt. Danach kommt der Trieb in ein mit Wasser gefülltes Glas, in dem er nach mehreren Tagen beginnt, erste Wurzeln auszubilden. Anschließend ist etwas mehr Geduld gefragt: Nach circa vier bis sechs Wochen ist es möglich, die Begonie in einen Pflanztopf zu setzen.

Vermehrung durch Rhizomteilung

Vermehrung durch Rhizomteilung
Handelt es sich um eine Begonienart mit Rhizomen, dann ist ebenfalls eine Vermehrung durch Rhizomteilung möglich. Unter Rhizome werden die Speicherorgane einer Pflanze verstanden, die in etwa Wurzeln ähneln. Sie können entweder auf dem Boden oder unter der Erdoberfläche wachsen. Die oberirdischen Pflanzenteile entwickeln sich aus den Rhizomen. Zur Vermehrung wird eine Begonie ausgegraben und die Erde vorsichtig abgeschüttelt. Anschließend trennt man die Rhizome mithilfe eines scharfen Messers. Danach können die geteilten Rhizome in einen separaten Topf gesetzt und wie eine ausgewachsene Begonie gepflegt werden.

Vermehrung mithilfe von Blättern

Vermehrung mithilfe von Blättern
Ebenso gut ist es jedoch auch möglich, Begonien mithilfe ihrer Blätter zu vermehren. Dafür wird ein Blatt ausgewählt und mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Jetzt werden die Adern an der Blattunterseite an verschiedenen Stellen mit dem Messer kurz eingeritzt. Dann kann auch schon ein Pflanztopf mit Anzuchterde gefüllt und das Blatt mit seiner oberen Seite nach oben auf die Erde gedrückt werden. Wichtig ist, dass das Blatt einen guten Kontakt zur Anzuchterde besitzt. Außerdem sollte die Erde feucht gehalten werden. Zur Bildung neuer Begonien ist eine hohe Luftfeuchtigkeit notwendig, sodass der Topf am besten mit Folie abgedeckt wird. Dabei darf man jedoch keinesfalls das regelmäßige Lüften vergessen, da andernfalls Schimmelgefahr besteht.

Vermehrung durch Aussaat

Vermehrung durch Aussaat
Die Vermehrung durch Aussaat ist bei Begonien nicht einfach. So sind die Samen einerseits sehr fein, wodurch deren Verteilung recht schwierig ist, und andererseits gehen lediglich wenige Samen wirklich auf. Da Begonien Lichtkeimer sind, dürfen die Samen nur auf die Erde gedrückt werden. Im Anschluss ist es unabdingbar, die Samen feucht zu halten und die Saatschale an einen hellen Standort zu stellen. Außerdem sollte auch hier eine Abdeckung mit Glas oder Folie erfolgen.

Expertentipp

Begonien mögen keine Staunässe, sodass diese unbedingt vermieden werden sollte. Knollenbegonien, als Beispiel, können ab Februar vorgezogen werden. In den Balkonkasten ziehen die Pflanzen jedoch erst nach den Eisheiligen um, wenn kein Frost mehr droht. Außerdem ist ein Abstand von circa 20 Zentimetern einzuhalten, da Begonien einen starken Wuchs besitzen und es bei einem zu dichten Stand zu Fäulnis kommt.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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