Die Birke ist mit ihrer weißen Rinde und dem eleganten Wuchs ein sehr dekorativer Baum. Deshalb könnte sie der perfekte Bonsai sein. Leider werfen Birken über das Jahr hinweg ständig Zweige ab. Als Bonsai kann die Birke das Absterben der unteren Äste nur schwer verkraften, da sie ihr Aussehen durch die unteren Äste erhält. Es ist aber einen Versuch wert, aus einer Birke einen Bonsai zu erziehen. Wie Sie dabei vorgehen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Von der Birke zum Bonsai
Um aus einer Birke einen Bonsai zu kreieren, müssen verschiedene Schritte eingehalten werden. Zuerst wird allerdings eine Birke benötigt. Diese kann entweder aus Samen gezogen oder schon fertig in einer Bonsai Gärtnerei oder in einer Baumschule gekauft werden. Als Alternative können Sie eine klein gebliebene Birke, ein Yamadori, in der freien Natur ausgraben.
Die Birke muss nun immer wieder geschnitten werden, um die typische Form eines Bonsais zu erhalten. Dazu werden Zweige, Äste und Triebe, aber auch die Wurzeln beschnitten. Die dicken Äste schneiden Sie im Winter, da zu dieser Zeit nicht zu viel Wasser aus den Wunden austritt. Neuaustriebe werden dagegen immer nur dann gekürzt, wenn Sie vier bis sechs Blätter besitzen. An ihnen sollten zwei bis drei Blätter verbleiben. Die Blätter, die zu groß sind, werden in der Zeit von Mai bis Juni entfernt, damit kleinere Blätter nachwachsen können.
Damit der Bonsai die gewünschte Form erhält, kann er gedrahtet werden. Dafür werden die Äste und der Stamm spiralförmig mit Aluminiumdraht umwickelt. Ab März dürfen hierfür nur gesunde und starke Teile des Baumes für kurze Zeit genutzt werden. Diese Teile des Baumes können dann in die gewünschte Richtung erzogen werden. Entfernt wird der Draht im Mai, da zu diesem Zeitpunkt das Dickenwachstum beginnt.
Die Stilarten einer Bonsai-Birke

Die Birke ist prädestiniert für leicht geneigte und aufrechte Formen. Sehr interessant sind auch Bonsai Gruppen aus zwei, drei oder fünf Bäumen. Bonsai Kenner versuchen sich auch an hängenden Formen der Birke. Dieser Gestaltungsstil ist auf Dauer allerdings schwer zu halten.
Die beste Standort für die Bonsai-Birke
Der Bonsai kann das ganze Jahr im Freien stehen. Der Standort sollte hell und sonnig sein und kann Wetter, wie Wind und Regen ausgesetzt sein. Im Sommer lieben Birken etwas Schatten, damit sie keine braunen Blätter bekommen. Allerdings darf nicht zu viel Schatten am Standort herrschen, da dies dem Baum schadet. Die Äste können sich nicht richtig entwickeln, haben zu wenige Blätter und können im schlimmsten Fall absterben.
Die Bonsai-Birke pflegen
Die Pflege der Birke ist etwas zeitaufwendiger. Der Wasserbedarf ist für ein so kleines Bäumchen überdurchschnittlich. Die Erde darf nie austrocknen, damit die Wurzeln nicht absterben. Falls die Erde trotzdem einmal komplett austrocknet, wird der Bonsai mitsamt der Schale in Wasser gestellt, sodass sich die Erde vollsaugen kann. Zum Gießen wird abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser genutzt, dass mit einer Brause über den gesamten Bonsai gegossen wird. Diese Güsse wiederholt man bis sich die Erde komplett vollgesaugt hat.
Gedüngt werden muss die Bonsai-Birke regelmäßig in der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst. Hierfür sollte vorzugsweise organischer Dünger genutzt werden, den es in Kugelform, als Flüssigdünger und als Streudünger gibt. Wichtig ist, dass das Düngen während der Blütezeit und nach dem Umtopfen ausgesetzt wird.
Expertentipp
Die Bonsai-Birke sollte alle zwei bis vier Jahre umgetopft werden. Das geschieht im zeitigen Frühjahr noch vor der Knospenschwellung. Die Wurzeln werden beschnitten, um eine weitere Verzweigung des Wurzelsystems anzuregen. Der Rückschnitt sollte bis zu einem Viertel der Wurzellänge betragen. Das Substrat, in das der Bonsai eingesetzt wird, muss zu zwei Dritteln erneuert werden. Hierfür wird eine Mischung aus Akadama, Lavasplitt und Humus zu je einem Drittel verwendet.
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