Unter der Vielzahl an verschiedenen Baumarten in Deutschland scheint die Birke eine besondere Rolle einzunehmen. Das liegt vor allem an ihrem speziellen Aussehen. Mit der weißlichen Baumrinde sind Birken auch bei vielen Gärtnern ein beliebter Bestandteil im eigenen Gartenparadies. Jedoch können Birken unter den richtigen Bedingungen sehr schnell wachsen. Deshalb ist ein Rückschnitt in regelmäßigen Abständen ratsam. Warum man eine Birke zurückschneiden sollte und weiteres Wissenswertes über die Birke finden Sie in diesem Beitrag.
Birke im Profil
Um eine Birke als solche zu identifizieren, muss man kein Experte sein. Die helle Rinde, auch Borke genannt, ist ein besonderes Merkmal, das in deutschen Wäldern ausschließlich bei der Birke vorkommt. Jedoch sind nicht alle Birken-Arten mit heller Borke versehen. Einige Arten weisen eine dunklere Borke auf. Diese ist aber nicht weniger auffällig. Während die Borke in den jungen Jahren noch glatt ist, lösen sich später dünne, papierartige Stücke ab bis sie schließlich horizontal aufreißt.
Eine Birke ist, was die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse betrifft, fast anspruchslos. Sie gedeiht sogar auf sehr speziellen Böden, wie Moor- oder Dünenboden, gut. Eine weitere Besonderheit ist das schnelle Wachstum. Eine Birke kann eine Wuchshöhe von sieben Metern bereits nach sechs Jahren erreicht haben. Ist sie ausgewachsen, sind Wuchshöhen von dreißig Metern nicht selten.
Gründe und Möglichkeiten eines Rückschnittes

Findet sich im eigenen Garten eine Birke, ist ihre enorme Wuchskraft jedoch oft unvorteilhaft. Sie wachsen so schnell über die im Garten gewünschte Höhe hinaus. Außerdem nehmen große Birken anderen Pflanzen das Licht und hindern diese so in ihrem Wachstum.
Für einen Rückschnitt gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Die Krone kann in regelmäßigen Abständen ausgelichtet werden. Das verändert die Wuchsform jedoch langfristig und dem Baum werden immer wieder, zur Versorgung wichtige Blätter, genommen. Diese Methode schwächt Ihre Birke und ist daher nicht empfehlenswert. Die zweite Methode ist von langfristiger Natur. Hier wird die Krone nicht regelmäßig ausgelichtet, sondern der Umfang der Krone wird gezielt reduziert.
Anleitung zum Rückschnitt

Um die Krone einer Birke gezielt auszulichten, wird zum Entfernen großer Äste eine gute Handsäge benötigt. Für die dünneren Äste sollte eine gute Gartenschere vorhanden sein. Zum Reduzieren des Umfangs der Birkenkrone sollten dichte Bereiche zurückgeschnitten werden. Dabei sollten auch größere, dickere Seitenäste entfernt werden. Dünne Äste bleiben unberührt. Wichtig ist, dass Leittriebe nicht beschnitten oder gar beschädigt werden. Äste sollten direkt am Ursprung abgetrennt werden, um ein weiteres Auskeimen zu verhindern. Dicke Äste in der Nähe des Birkenstammes können bestehen bleiben.
Mit dieser Methode wird die Krone gleichmäßig ausgedünnt und die Wuchsform der Birke bleibt nahezu unverändert. In regelmäßigen Abständen sollte die Birke aus einer gewissen Entfernung betrachtet werden, um einen eventuell fälligen Rückschnitt im Auge zu behalten.
Geeigneter Zeitpunkt
Nicht nur die falsche Herangehensweise kann Ihren Baum schwächen, sondern auch ein falsch gewählter Zeitpunkt. Wird eine Birke beispielsweise im Frühjahr geschnitten, wird der Baum bluten. Außerdem gibt man Insekten die Möglichkeit ihre Eier in den Schnittstellen zu platzieren. Dies kann zu schweren Erkrankungen des Baumes führen. Um dies zu vermeiden, sollte der Schnitt der Birke bestenfalls im Spätherbst an einem frostfreien Tag vorgenommen werden.
Expertentipp
Die Abfälle des Schnittes können in jedem Fall noch weiter im Garten verwendet werden. Zum einen kann der Grünschnitt zu Kompost verarbeitet werden und zum anderen ist Birkenholz ideales Brennholz für ein Lagerfeuer. So kann man den Grünschnitt sinnvoll im eigenen Garten verwenden.
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