Eine Birke zu töten kann aus verschiedenen Gründen erforderlich oder gewünscht sein. Doch das ist nicht so einfach möglich und mit einigen Hürden sowie Gefahren verbunden. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt.
Gründe und Alternativen
Das Fällen oder Töten einer Birke kann beispielsweise dann erforderlich sein, wenn diese von einem Pilz befallen wurde und bereits ein erheblicher Schaden entstanden ist. Aber auch die Größe und der Umfang können zu einem Problem werden. Der Baum beschattet dann möglicherweise andere Pflanzen zu stark oder es besteht die Gefahr, dass schwere Äste herabfallen beziehungsweise eine beschädigte Birke unkontrolliert umfällt und dabei erhebliche Schäden erzeugt.
Eine Alternative zum Töten des Baums ist es, diesen entsprechend zu schneiden oder schneiden zu lassen. Auch das Fällen kommt infrage. Bei einem Pilzbefall kann ein geeignetes Fungizid zum Einsatz kommen. Die Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Erkrankung noch nicht zu stark ausgebreitet hat.
Genehmigungen

Einen Baum zu fällen oder zu töten ist in Bezug auf das Vorgehen sehr einfach und in wenigen Schritten möglich. Es ist jedoch nicht in jedem Fall erlaubt. Gerade bei sehr großen und alten Bäumen muss meist eine Genehmigung eingeholt werden. Um diese zu erhalten, muss ein triftiger Grund vorliegen. Das bedeutet also beispielsweise eine Gefährdung durch Schäden am Baum oder eine starke Einschränkung auf dem Grundstück. Bundeseinheitliche Regelungen gibt es dafür allerdings nicht.
Bevor die Birke entfernt wird, sollte das jeweils für die Gemeinde verantwortliche Amt darüber informiert werden. Nur dieses kann beantworten, ob eine Beseitigung möglich ist und welche Schritte dafür erforderlich sind. In der Regel gehört eine Kontrolle vor Ort dazu.
Trockenstress

Ist ein Fällen nicht möglich oder nicht erwünscht, kann ein langsames Absterben durch Trockenstress forciert werden. Allerdings ist dies umständlich und dauert mehrere Jahre. Hinzu kommt, dass die absterbenden oder bereits toten Äste eine Gefahr darstellen.
Wer dennoch diese Methode wählen möchte, muss die Baumscheibe gut abdecken. Es darf kein Wasser in den Boden eindringen.
Ringeln
Das sogenannte Ringeln wird unter anderem von Förstern eingesetzt, um Bäume gezielt abzutöten.
Notwendig sind dafür:
- Ziehmesser
- Reißhaken
- Drahtbürste
Danach wird wie folgt vorgegangen:
- Rinde aufschneiden: In circa einem Meter Höhe wird ein fünf bis zehn Zentimeter breiter Streifen der Rinde eingeritzt und abgeschnitten. Er muss als Ring um den gesamten Baum verlaufen.
- Rinde entfernen: Einige Stücke der Rinde werden sich nur schwer entfernen lassen. Hier kann der Reißhaken zum Einsatz kommen und bei der Beseitigung helfen.
- Kambium beseitigen: Abschließend wird das sogenannte Kambium mit der Drahtbürste entfernt. Hierbei handelt es sich um eine Gewebeschicht, die zwischen Holz und Rinde liegt. Sie ist für das Breitenwachstum verantwortlich. Wichtig bei diesem Schritt ist, das darunter liegende Holz nicht zu verletzen.
Die Maßnahme muss mehrfach wiederholt werden. Das Absterben des gesamten Baums dauert etwa ein Jahr. Der beste Zeitpunkt, um damit anzufangen ist der späte Sommer.
Gefahren
Wird bei dem Ringeln das Holz verletzt, kann der Baumstamm faulen, morsch werden und die Birke wird unkontrolliert umfallen. Das stellt eine erhebliche Gefahr dar. Es sollten daher regelmäßige Kontrollen erfolgen, um das Holz zu überprüfen.
Ein weiteres Risiko stellen herabfallende Äste dar. Denn wenn der Baum nach und nach abstirbt, können diese beispielsweise bei starkem Wind oder Schneefall abbrechen.
Expertentipp
Das Ringeln ist körperlich sehr anstrengend. Vor allem bei größeren Bäumen mit großem Umfang ist viel Aufwand erforderlich. Besser ist es daher, die Arbeit zu zweit durchzuführen.
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