Die Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata) und die Europäische Bleiwurz (Plumbago europaea) gehören zur Ordnung der Nelkenartigen. Vor allem die Kap-Bleiwurz ist eine äußerst beliebte Zierpflanze für Gärten, Terrassen und Balkone, denn sie erfreut Hobbygärtner mit einem reichen, langanhaltenden und prachtvollen Blütenschmuck in leuchtendem Blau oder Weiß. Um an den Gewächsen lange Freude zu haben, müssen jedoch einige Pflegemaßnahmen eingehalten werden.
Ideale Standorte
Die Kap-Bleiwurz stammt ursprünglich aus der südlichen Kapregion Südafrikas, die Europäische Bleiwurz aus Süd- und Südosteuropa sowie dem Kaukasus. Die Kap-Bleiwurz ist nicht winterhart, die Europäische Bleiwurz ist lediglich bedingt winterfest.
Beide Arten sind Sonnenanbeter. Die immergrünen Gewächse blühen bei guter Pflege an einem sonnigen Standort zuverlässig von Mai bis September. Sie ziehen vor Regen und Wind geschützte Standorte vor, da die zarten Blüten leicht abbrechen und bei Nässe verkleben.
Passende Bodenbeschaffenheit

Bleiwurz verträgt Staunässe sehr schlecht. Das Substrat sollte deshalb mit einer Drainageschicht versehen werden. Die Pflanzen benötigen hochwertiges, nährstoffreiches Substrat und müssen regelmäßig, sobald die obere Erdschicht angetrocknet ist, gegossen werden.
Gegossen wird direkt in das Substrat auf den Wurzelbereich vorzugsweise mit kalkfreiem oder kalkarmem Wasser. Weiches Regenwasser ist bestens zur Bewässerung geeignet. Ab April und während der gesamten Blütezeit sollte Bleiwurz alle zwei Wochen mit einem geeigneten Flüssigdünger versorgt werden, der dem Gießwasser beigefügt wird.
Überwinterung

Bleiwurz kann man in hellen oder dunklen Quartieren überwintern, solange die Temperaturen zwischen acht und zehn Grad Celsius liegen. Im Winter werden Düngergaben eingestellt und die Bewässerung auf ein Minimum reduziert.
Bleiwurz sieht nach der kalten Jahreszeit oft recht mitgenommen aus. An einem warmen, hellen und geschützten Platz im Freien erholen sich die Pflanzen jedoch schnell. Wird das Substrat im Winterquartier von Grauschimmel befallen, muss es gründlich entfernt und mit frischem Material ersetzt werden.
Nötiger Beschnitt

Bleiwurz wächst schnell und wuchert geradezu. Ein Rückschnitt sollte deshalb im Herbst erfolgen, bevor man die Gewächse in ihr Winterquartier umsiedelt. Entfernt werden sollten dabei besonders lange, aber auch schwache sowie alte Triebe.
Im Frühjahr können die Pflanzen auf eine Höhe von etwa 20 Zentimetern zurückgeschnitten werden. Der Verlust an Höhe und Volumen wird jedoch schnell ausgeglichen. Selbst im Sommer während der Blütezeit kann man Bleiwurz auslichten, denn das Entfernen der Samenstände regt die Blühfreudigkeit an.
Bleiwurz kann gut über Stecklinge vermehrt werden, die noch grün, jedoch bereits recht stabil sind. Stecklinge kann man von Mai bis Juni schneiden.
Expertentipp
Die schnell wachsende Bleiwurz kann problemlos als rankendes Gewächs kultiviert werden. Hierzu wird jedoch ein Klettergerüst oder eine Rankhilfe benötigt. Ohne Stützen eignet sich Bleiwurz auch hervorragend als Ampelpflanze.
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