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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Blumenzwiebeln mehrjährig ziehen – Tipps und Tricks

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Blumenzwiebeln mehrjährig ziehen - Tipps und Tricks

Wenn das Frühjahr vorüber ist und der Sommer vor der Tür steht, sind die meisten Blumen, die aus Blumenzwiebeln gezogen werden, bereits verblüht. Häufig werden die Pflanzen dann einfach zurückgeschnitten oder die Zwiebeln direkt entsorgt. Doch viele der beliebten Blumenzwiebelsorten lassen sich über mehrere Jahre hinweg kultivieren. In diesem Beitrag erklären wir, wie die mehrjährige Kultur funktioniert und geben Tipps, wie die Pflanzen richtig zu pflegen sind.

Wissenswertes über Blumenzwiebeln

Bevor dazu übergegangen werden kann, wie Blumenzwiebeln mehrjährig gezogen werden, ist es wichtig zu verstehen, wie solch eine Zwiebel funktioniert. Blumenzwiebeln sind kleine Speicher. Sie steuern das ganze Wachstum der Pflanze und versorgen sie über ihren Lebenszyklus hinweg mit Nährstoffen. In den typischen Schichten der Zwiebel sind alle Stoffe enthalten, die Tulpen, Narzissen und der Krokus zum Wachsen und Blühen benötigen. Ist die Blütezeit vorbei, gibt die Zwiebel der Pflanze ein Signal und sie beginnt oberirdisch abzusterben, sodass die Nährstoffe wieder zurück in die Blumenzwiebel wandern können.

Pflanzen der Blumenzwiebeln

Pflanzen der Blumenzwiebeln


Hat man neue Blumenzwiebeln gekauft und plant diese über mehrere Jahre hinweg im Garten zu belassen, sollte von vornherein der richtige Standort für die Pflanzen gewählt werden. Gepflanzt wird meist im September. So kann das volle Potenzial der Blumen ausgeschöpft werden, denn das Wachstum beginnt nicht erst im Frühjahr, sondern bereits im Herbst. Wenn es kühl und feucht ist, bilden sich die ersten Wurzeln und die Knospe für die Blüte im Frühjahr entsteht. Die Zwiebel sammelt Nährstoffe, sodass die Pflanze später ausreichend versorgt werden kann.

Der Platz im Garten sollte so gewählt werden, dass man sich später an den verblühten Pflanzen nicht stört und der Boden darf weder im Winter noch im Frühjahr zu nass sein. Darüber hinaus sollte es möglichst sonnig, maximal halbschattig sein.

Behandlung der Blumenzwiebeln nach der Blüte

Behandlung der Blumenzwiebeln nach der Blüte
Damit man lange Freude an seinen Blumenzwiebeln hat, dürfen die verbliebenen Blätter nach der Blüte nicht entfernt werden. Schneidet man das Grün hingegen ab, weil es im Garten unschön aussieht, kann die Zwiebel keine Kraft mehr sammeln und sie löst sich im Laufe des Sommers komplett auf.

Bei Tulpen dürfen die verblühten Samenkapseln entfernt werden, da sonst zu viel Energie für die Samenbildung verbraucht wird. Sind die Blätter vertrocknet, lässt man die Zwiebeln einfach im Boden oder gräbt sie aus. Beim Verbleib in der Erde ist darauf zu achten, dass der Boden immer gut durchlässig und nicht zu nass ist. Sollen die Blumenzwiebeln ausgegraben werden, wartet man bis die Blätter abgetrocknet sind. Anschließend befreit man sie von Erde und Laub, trocknet sie und bewahrt sie an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf.

Blumenzwiebeln erneut Anziehen

Blumenzwiebeln erneut Anziehen
Im Herbst können die ausgegrabenen Blumenzwiebeln dann wieder in die Erde gesetzt werden. Im Frühjahr, wenn sich die ersten Knospen zeigen, wird kräftig gedüngt und der Lebenszyklus kann wieder von vorn beginnen. Viele Blumenzwiebelsorten, wie zum Beispiel Schneeglöckchen, vermehren sich stark. Wer das nicht wünscht, sollte die Pflanzen nach dem Abblühen jedes Jahr etwas ausdünnen.

Manche Sorten, wie zum Beispiel Krokusse oder Tulpen neigen dazu, nur ein oder zwei Jahre wie gekauft zu blühen. Vor allem stark gezüchtete Arten vermehren sich kräftig, doch die Abkömmlinge der Zwiebeln entsprechen nicht der Mutterpflanze, sondern dem meist etwas weniger prachtvollen Urtyp der Blume.

Expertentipp

Nicht nur Feuchtigkeit führt dazu, dass Blumenzwiebeln im Garten absterben, auch Wühlmäuse können großen Schaden anrichten. Wer das vermeiden möchte, kann die Zwiebeln in Pflanzkörbe setzen. So kommen die Mäuse nicht mehr an sie heran und im Sommer lassen sich die Blumenzwiebeln leichter ausgraben.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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