Connect with us

Gemüsepflanzen

Chili richtig umtopfen

Veröffentlicht

auf

Chili richtig umtopfen

Chili richtig umzutopfen ist an sich ist einfach und mit wenig Aufwand verbunden. Zu beachten sind lediglich Zeitpunkt, Drainage und Substrat. Worauf es dabei ankommt, zeigen wir hier.

Substrat

Substrat


Während bei der Keimung normale Anzuchterde vollkommen ausreicht, muss ab einer Größe von mehr als fünf Zentimetern ein nährstoffreiches Substrat verwendet werden. Dieses muss zudem locker, durchlässig und dennoch stabil sein. Wasser sollte zum einen gut abfließen können und nur in geringem Maße gespeichert werden. Verdichtung und Staunässe vertragen die Chili-Pflanzen nicht.

Eine gute Variante sind daher selbst angefertigte Mischungen. Gemüseerde mit Kokosfasern oder Tomatenerde mit Vermiculit und Perlite sind erfahrungsgemäß ideal. Die Erde kann einen Anteil von zwei Dritteln bis drei Vierteln ausmachen. Bei einem regelmäßigen Umtopfen ist es nicht erforderlich, dieser Erde noch weiteren Dünger zuzusetzen.

Ein leichtes Einarbeiten beziehungsweise Untermischen von Kompost kann aber dennoch sinnvoll sein, um eine Versorgung sicherzustellen.

Drainage einbringen

Drainage einbringen
Staunässe stellt eine immense Gefahr für Chili-Pflanzen dar und muss daher dringend vermieden werden. Neben einem lockeren und durchlässigen Substrat ist daher auch der Wasserabfluss wichtig. Dieser kann durch eine Drainageschicht sichergestellt werden.

Die Drainage kann aus Kies, Tonscherben oder Blähton bestehen. Sie wird einige Zentimeter dick auf dem Boden des Pflanzgefäßes eingebracht und mit einem Stück Vlies abgedeckt. Dieses dient als Grenze zum Substrat und verhindert einen direkten Kontakt. Im Anschluss wird so viel Erde eingefüllt, dass das Gewächs bis zum oberen Ende des Wurzelballens im Topf steht. Das Gewächs wird eingesetzt und die Ränder werden mit Erde aufgefüllt.

Das Substrat sollte leicht angedrückt und leicht befeuchtet werden.

Zeitpunkt

Zeitpunkt
Chili wird im Frühjahr umgetopft, wenn die Erde verbraucht ist oder die Größe des Pflanzgefäßes nicht mehr ausreicht. Für die Nährstoffversorgung und die Standsicherheit sowie den Ertrag empfiehlt es sich, die Maßnahme jährlich durchzuführen.

Ein weiterer Grund für das Umtopfen kann Wurzelfäule sein. Diese bleibt meist lange Zeit unbemerkt. Hinweise sind jedoch ein unangenehmer Geruch, der von der Erde ausgeht und ein scheinbar grundloses Eingehen der Chili-Pflanze. In diesem Fall muss der Erdwechsel sofort erfolgen, um weitere Schäden zu vermeiden. Bereits abgestorbene Wurzelteile sind dabei zu entfernen. Hierdurch wird die Pflanze geschont und die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen wird verbessert.

Liegt ein Fall von Wurzelfäule vor, sollte das Umtopfen umgehend erfolgen. Denn die Fäulnis schreitet schnell voran und kann dazu führen, dass die Pflanze vertrocknet. Denn obwohl Staunässe bestanden hat und damit mehr als ausreichend Wasser vorhanden war, kann dieses nicht mehr von den Wurzeln aufgenommen werden. Hierbei muss also nicht auf die Jahreszeit geachtet werden.

Düngung

Wird ein jährliches Umtopfen vorgenommen, stehen dem Chili in den ersten Monaten ausreichend Nährstoffe zur Verfügung. Da es sich bei dem Gewächs jedoch um einen Starkzehrer handelt, ist eine zusätzliche Düngung durchaus sinnvoll.

Geeignete Mittel sind:

  • spezieller Chili-Dünger
  • reifer Kompost
  • Pferdemist
  • Hornspäne
  • Pflanzenjauche

Wie häufig und in welcher Menge die Nährstoffe eingesetzt werden müssen, hängt von dem gewählten Mittel ab. Bei Kompost und Hornspänen reicht in der Regel eine Gabe pro Jahr im Frühjahr aus. Chili-Dünger muss gegebenenfalls häufiger zum Einsatz kommen.

Wichtig ist bei der zusätzlichen Düngung in jedem Fall ausreichend zu gießen, damit sich die Nährstoffe gleichmäßig verteilen und keine chemischen Verbrennungen an den Wurzeln erzeugen.

Expertentipp

Sehr geruchsintensive Dünger und Erdbeimischungen wie Pferdemist, sollten möglichst nur im Freien – beispielsweise bei der Kultur auf dem Balkon – zum Einsatz kommen.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/ruvanboshoff

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär