Connect with us

Kletterpflanzen

Clematis Montana richtig schneiden

Veröffentlicht

auf

Clematis Montana richtig schneiden

Der Herbst ist der Zeitpunkt, an dem die meisten Gartenfreunde über den Rückschnitt von mehrjährigen Pflanzen nachdenken. Das führt bei der Clematis montana oft zu Verwirrung, denn man hört immer wieder unterschiedliche Empfehlungen. Wann und wie sollte sie also wirklich beschnitten werden?

Ist der Beschnitt notwendig?

Ist der Beschnitt notwendig


An sich müssen frühblühende Clematis Arten wie die Clematis montana nicht unbedingt beschnitten werden. Vor allem jungen Exemplaren, die noch nicht die gewünschte Größe erreicht haben, schadet ein Rückschnitt mehr, als er nützt. Daher empfehlen die meisten Experten, ihn in den ersten beiden Jahren gänzlich zu unterlassen. Bei älteren Pflanzen kann der Beschnitt aber notwendig werden, um ihren Wuchs auf die gewünschte Größe zu reduzieren. Auch tendiert die Clematis montana dazu, mit zunehmendem Alter im unteren Bereich kahl zu werden. Dann hilft ein gezielter Rückschnitt, sie zur Produktion neuer Triebe zu animieren, die im Frühjahr wieder attraktiv blühen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt?

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt
Der beste Zeitpunkt für den Beschnitt hängt bei der Clematis von der jeweiligen Unterart und ihrer Blütezeit ab. Das ist der Grund für die oft widersprüchlich scheinenden Empfehlungen. Bei der Clematis montana als frühblühender Art ist es vor allem wichtig, erst nach der Blüte also Ende Mai oder im Juni zu schneiden. Meist ist kein jährlicher Schnitt erforderlich. Neigt die Pflanze allerdings dazu über ihr Gerüst hinauszuwachsen, kann man ihr zu diesem Zeitpunkt einen leichten Formschnitt verpassen. Um dem Kahlwerden vorzubeugen, nimmt man dagegen nur etwa alle vier Jahre einen Verjüngungsschnitt vor.

Wie beschneidet man die Clematis montana?

Für den Pflanzenbeschnitt sollte man stets sauberes Werkzeug mit scharfen Klingen verwenden. Testen Sie daher zunächst die Schneidfähigkeit Ihrer Gartenschere an einem toten Gegenstand. Schärfen Sie die Schere wenn notwendig und reinigen Sie sie vor dem Einsatz gründlich. Wenn Sie mehrere Pflanzen nacheinander beschneiden, ist es auch sinnvoll die Reinigung bei jedem Wechsel zu wiederholen, damit Sie keine Verschmutzungen von der vorherigen in die Wunden der nächsten tragen.

Beim leichten Rückschnitt schneidet man die zu lang gewordenen Triebe auf die gewünschte Länge oder etwas kürzer ab. Ist ein Verjüngungsschnitt fällig, werden die Triebe bis zum Stock zurückgeschnitten. Hier ist es bei der Clematis montana sinnvoll nur jeden zweiten Trieb zu schneiden und im nächsten Jahr die andere Hälfte der Pflanze zurückzukürzen. Schneiden Sie alle Triebe gleichzeitig, müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Clematis erst in zwei Jahren wieder richtig blüht. Im ersten Jahr nach dem Schnitt steckt sie nämlich alle ihre Energie in den Ersatz der verlorenen Triebe.

Schneiden Sie immer gerade und halten Sie die Schnittwunden so klein und sauber wie möglich. Quetschungen und Verschmutzungen am Schnitt bieten einen idealen Ansatzpunkt für Pilze und andere Keime, die die nach dem Beschnitt besonders anfällige Pflanze schädigen können.

Expertentipp

Überlegen Sie sich vor der Entscheidung für einen radikalen Rückschnitt, ob er wirklich notwendig ist. Nicht an jedem Standort stört es, wenn die unteren Teile der Clematis kahl sind. Manchmal kann es sogar besonders gut aussehen, wenn die Blüten erst weiter oben einsetzen. Dann können Sie nicht nur sich selbst Arbeit sondern auch der Pflanze eine gesundheitliche Belastung ersparen, indem Sie nur gelegentlich abgestorbene oder unerwünschte Triebe abschneiden.

4/5 - (1 Bewertungen)

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Meindert van der Hav
© www.istockphoto.com/DR pics24
© www.istockphoto.com/michael meijer

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär