Die Aronia, auch Apfelbeere genannt, gehört zu den Rosengewächsen und stammt ursprünglich aus sumpfnahen Gebieten im Osten Nordamerikas. Hier wurde sie von den Ureinwohnern als vitaminreiche Nahrung genutzt. Um 1900 kam die Pflanze durch einen Botaniker nach Russland, wo sie aufgrund ihrer extremen Frosthärte großflächig angebaut wurde.
Heutzutage ist die Apfelbeere in Skandinavien und in den meisten osteuropäischen Ländern zu finden. Auch in der ehemaligen DDR wird die Apfelbeere seit den 70er Jahren angebaut.
Die Auswahl des optimalen Standortes
Die Aronia kann sehr gut in sonnigen und halbschattigen Lagen angebaut werden. Beachten Sie dabei, dass der Strauch einen größeren Fruchtbehang an sonnigen Standorten ausbildet. Da die Apfelbeere sehr frostverträglich ist, kann sie in Gegenden gepflanzt werden, in denen die Temperaturen im Winter auf bis zu -35 Grad Celsius sinken. Auch in Gebirgslagen bis zu 900 Metern kann eine Aronia unbesorgt kultiviert werden.
Da der Strauch, wie Sanddorn, sehr salzverträglich und windresistent ist, kann er auch in Küstenregionen angebaut werden. Im Garten sollten Sie für die Pflanze einen Standort im Hintergrund finden, da sie sehr groß werden kann. Aus diesem Grund eignet sich die Aronia auch als Sichtschutz, zum Beispiel als Hecke.
Ideale Bodenbedingungen für die Aronia

Die Apfelbeere stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Sie kann auf fast allen Böden wachsen. Um einen guten Fruchtbehang zu begünstigen, ist ein kalkarmer, humoser, lockerer und feuchter Boden zu bevorzugen. Ideal ist normaler Gartenboden.
Sollte nur ein schwerer Lehmboden zu finden sein, kann dieser durch das Einarbeiten von Humus und Sand für die Aronia aufbereitet werden. Allerdings sollten Humus und Kompost auch in Sandböden eingearbeitet werden. Der Boden sollte nicht zu trocken sein, denn bei zu großer Trockenheit fällt die Ernte gering aus.
Expertentipp
Die Aronia dient nicht nur als Zier- sondern auch als Nutzpflanze. Neben den Blüten und der Herbstfärbung, die den Strauch zu einem echten Hingucker machen, wachsen sehr vitaminreiche Beeren an der Pflanze. Sie wirken sich positiv auf das Immun- und das Herz-Kreislauf-System aus und haben eine heilende Wirkung bei Gallen-, Blasen- und Magen-Darm-Beschwerden. Die Beeren sollten roh nicht in großen Mengen verzehrt werden, da sie eine abführende Wirkung haben können. Sie können zudem zu Saft, Likör, Gelee oder Konfitüre verarbeitet werden.
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