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Pflanzenvermehrung

Amaryllis richtig vermehren

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Amaryllis richtig vermehren

In den Wintermonaten von Dezember bis Februar erfreut uns die Amaryllis mit ihren beeindruckenden weißen, rosafarbenen, leuchtend roten oder sogar mehrfarbigen Blüten. Wer schon eine Amaryllis sein Eigen nennt, kann den schönen Winterblüher ganz einfach vermehren.

Die Amaryllis – Wissenswertes über die Winterschönheit

Die Amaryllis - Wissenswertes über die Winterschönheit


Die Amaryllis wird auch mit dem Namen Ritterstern gleichgesetzt. Das ist so nicht ganz richtig, denn die Amaryllis und der Ritterstern sehen sich zwar zum Verwechseln ähnlich und gehören auch zur gleichen Familie, sind aber doch zwei unterschiedliche Pflanzen.

Die Zimmerpflanze, die mit ihren herrlichen Blüten im Winter unsere Wohnungen schmückt, wird zwar Amaryllis genannt, ist streng genommen aber ein Ritterstern. Sie stammt aus den Anden, Bolivien oder Brasilien.

Die echte Amaryllis ist unter dem deutschen Namen Belladonnalilie bekannt und stammt aus Südafrika. Sie blüht bereits im Spätsommer und zeigt schöne, rosafarbene Blüten.

Amaryllis richtig vermehren – diese Möglichkeiten gibt es

Amaryllis richtig vermehren - diese Möglichkeiten gibt es
Es gibt insgesamt vier verschiedene Möglichkeiten, um den schönen Ritterstern erfolgreich zu vermehren. Nicht jede davon ist allerdings für den Hobbygärtner geeignet, da diese Methoden sehr aufwendig sind.

  • aus Samen ziehen
  • vegetativ vermehren
    • mit Brutzwiebeln
    • durch Zwiebelschalen Stecklinge

Am einfachsten ist die Vermehrung der schönen Zierpflanze über die sogenannten Brutzwiebeln. Topft man die Amaryllis nach dem Sommer um, entdeckt man nicht selten kleine Zwiebeln, die sich an der Mutterpflanze gebildet haben.

Diese sogenannten Brutzwiebeln können vorsichtig von der Mutterzwiebel getrennt werden. Sie dürfen nicht sofort eingepflanzt, sondern über Winter bei Temperaturen bis 15 Grad gelagert werden. Erst ab Januar dürfen die kleinen Zwiebeln dann in einen eigenen Topf.

Die kleinen Nachkommen der Amaryllis sollten aber erst im zweiten Herbst zum Blühen gebracht werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Pflanze über Zwiebelschalen Stecklinge zu vermehren. Dazu wird von einer Zwiebel zuerst durch einen flachen Schnitt die Wurzeln entfernt. Nun wird die Zwiebel senkrecht erst in zwei Hälften und aus diesen beiden Hälften jeweils senkrecht weitere Zwiebelspalten geschnitten. Je nach Größe der Zwiebel können durchaus bis zu 16 Spalten anfallen. Es muss beim Schneiden allerdings darauf geachtet werden, dass jede der Spalten ein Stück des ursprünglichen Zwiebelbodens erhält.

Die Zwiebelspalten werden nun in Wuchsrichtung – Wurzelboden nach unten – in feuchten Sand gesteckt und an einen warmen Platz gestellt. Optimal sind Temperaturen zwischen 20 Grad und 25 Grad Celsius. Nach circa 3 Monaten zeigen sich die ersten kleinen Zwiebeln, die Wurzeln und sogar schon kleine Blätter gebildet haben.

Expertentipp

Die Amaryllis ist eine ideale Schnittblume. Kombiniert mit Eukalyptus- oder Kiefernzweigen ergeben sie zum Beispiel eine stilvolle Weihnachts-Tischdekoration.

Die optimale Vase für die Amaryllis ist hoch, schmal und aus Glas. Damit die Amaryllis auch recht lange hält, wird der Stängel zuerst mit einem scharfen Messer angeschnitten und anschließend am unteren Ende fest mit Tesafilm umwickelt. Um den Stängel zu stabilisieren, kann Blumendraht oder ein dünnes Holzstäbchen in den hohlen Schaft geschoben werden.

Achtung: der austretende Pflanzensaft ist giftig und kann zu starken Hautirritationen führen. Es ist daher empfehlenswert, Handschuhe beim Umgang mit der Pflanze zu tragen.

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Bildquellen:

© pixabay.com/haphamcamera

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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